Um letzte Woche einer Geburtstagsüberraschungsfeier beizuwohnen, habe ich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Ich muss meinen kleinen, wohlbehüteten, ruhigen Shop verlassen und in die wilde und brutale Welt eines alteingesessenen Shop hinaus. Naja, okay, das ist übertrieben ... so schlimm ist es in Favoriten ja doch nicht. Bis jetzt.
Aber es ist schon ein großer Unterschied im Tempo und vorallem bei der Kundenfrequenz. Da geht es wirklich zack auf zack ... an dem Artikel schreib ich jetzt schon knapp eine Stunde ;) Ich muss gestehen, dass es mir so aber wesentlich lieber ist. Mal wirklich was zu tun haben, mal wirklich im Stress sein, Kunden jonglieren. Der Kollege hier, hat mir aber auch gerade zugeraunt "Heute ist es richtig ruhig.".
Fraglich wie munter ich dann heute abend am "In Extremo"-Konzert bin :)
Und schlimmer noch, wie fit bin ich morgen beim Arbeiten? Aber gut, da steh ich dann eh wieder in meinem Schlaftabletten-Shop...
Sehr fein auch: Der gewohnheitshalber bin ich in der früh gleich mal bis zur Landstrasse gefahren, statt am Praterstern auszusteigen :)
- BM out -
Aber es ist schon ein großer Unterschied im Tempo und vorallem bei der Kundenfrequenz. Da geht es wirklich zack auf zack ... an dem Artikel schreib ich jetzt schon knapp eine Stunde ;) Ich muss gestehen, dass es mir so aber wesentlich lieber ist. Mal wirklich was zu tun haben, mal wirklich im Stress sein, Kunden jonglieren. Der Kollege hier, hat mir aber auch gerade zugeraunt "Heute ist es richtig ruhig.".
Fraglich wie munter ich dann heute abend am "In Extremo"-Konzert bin :)
Und schlimmer noch, wie fit bin ich morgen beim Arbeiten? Aber gut, da steh ich dann eh wieder in meinem Schlaftabletten-Shop...
Sehr fein auch: Der gewohnheitshalber bin ich in der früh gleich mal bis zur Landstrasse gefahren, statt am Praterstern auszusteigen :)
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Black_Mage - am Freitag, 11. Juli 2008, 11:18 - Rubrik: Gearbeitetes
Der Raubzug eines Orc-Stammes nähert sich einer kleinen Stadt nahe der Grenze. Die Vorbereitungen laufen auch Hochtouren, das Schicksal der Menschen dort ist mehr als Ungewiss.
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Die nächsten beiden Tage war die Stadt von einer unglaublichen Geschäftigkeit erfüllt. Forgen und ich fertigten eine Menge Waffen an, da sie nicht perfekt ausbalanziert und geschliffen sein mussten, ging die Arbeit schnell voran. Es war eine Freude dem Jungen bei der Arbeit zu zusehen, ich wusste, dass aus ihm mal ein fabelhafter Schmied werden konnte. Von der Schmiede aus hatten wir einen guten Blick auf das Dorfgrün, das zu einer Art Truppenübungsplatz umfunktioniert worden war. Mellandrell und ihre knapp 20 Mann starke Wache erteilte untericht im Nahkampf. Es wäre eine beeindruckende kleine Armee gewesen...hätte ich nicht gewusst was uns erwartet.
Am Abend des zweiten Tages, nachdem wir von dem Orkangriff auf Scheidsbruch erfahren hatten, war die Stadt schon zu einem großen brummenden Hummelnest angeschwollen. Viele Familien aus den Gehöften außerhalb der Stadt waren inzwischen angekommen und die Arbeiten für die Verstärkung der Stadtmauer liefen beinahe rund um die Uhr.
"Meister Lauterwasser, Meister Lauterwasser!", Forgen kam zurück in die Schmiede gestürmt. Etwa eine Stunde davor hatte ich ihn entlassen damit er mit den anderen vor der Stadt auf die Späher warten konnte. "Meister Lauterwasser, die Späher sind zurück!"
Plötzlich fühlte ich mich wie erstarrt, "Und? Haben sie was gesehen?"
"Sie kommen! Die Orks kommen!"
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So, das ist es auch schon mit der Hintergrundgeschichte zu meinem Schmied-Charakter Eleon Lauterwasser. Das dazugehörige, nie erschienene Online-Rollenspiel hätte ein Feature haben sollen, dass sich "Blutlinien" nannte. Spieler hätten dann miteinander Kinder haben sollen, wobei die Fähigkeiten-Boni der Eltern auf das Kind übergegangen wären.
Es versteht sich von selbst, das es eine eigene Geschichte zu Meister Lauterwasser Tochter gibt. Und das sie Eleonora heißt, wundert jetzt keinen, oder?
Als Bonus gibt es jetzt noch das Bild, das ich damals als Forums-Signatur gebastelt habe. Quasi Eleons Visitenkarte :)
- BM out -
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Die nächsten beiden Tage war die Stadt von einer unglaublichen Geschäftigkeit erfüllt. Forgen und ich fertigten eine Menge Waffen an, da sie nicht perfekt ausbalanziert und geschliffen sein mussten, ging die Arbeit schnell voran. Es war eine Freude dem Jungen bei der Arbeit zu zusehen, ich wusste, dass aus ihm mal ein fabelhafter Schmied werden konnte. Von der Schmiede aus hatten wir einen guten Blick auf das Dorfgrün, das zu einer Art Truppenübungsplatz umfunktioniert worden war. Mellandrell und ihre knapp 20 Mann starke Wache erteilte untericht im Nahkampf. Es wäre eine beeindruckende kleine Armee gewesen...hätte ich nicht gewusst was uns erwartet.
Am Abend des zweiten Tages, nachdem wir von dem Orkangriff auf Scheidsbruch erfahren hatten, war die Stadt schon zu einem großen brummenden Hummelnest angeschwollen. Viele Familien aus den Gehöften außerhalb der Stadt waren inzwischen angekommen und die Arbeiten für die Verstärkung der Stadtmauer liefen beinahe rund um die Uhr.
"Meister Lauterwasser, Meister Lauterwasser!", Forgen kam zurück in die Schmiede gestürmt. Etwa eine Stunde davor hatte ich ihn entlassen damit er mit den anderen vor der Stadt auf die Späher warten konnte. "Meister Lauterwasser, die Späher sind zurück!"
Plötzlich fühlte ich mich wie erstarrt, "Und? Haben sie was gesehen?"
"Sie kommen! Die Orks kommen!"
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So, das ist es auch schon mit der Hintergrundgeschichte zu meinem Schmied-Charakter Eleon Lauterwasser. Das dazugehörige, nie erschienene Online-Rollenspiel hätte ein Feature haben sollen, dass sich "Blutlinien" nannte. Spieler hätten dann miteinander Kinder haben sollen, wobei die Fähigkeiten-Boni der Eltern auf das Kind übergegangen wären.
Es versteht sich von selbst, das es eine eigene Geschichte zu Meister Lauterwasser Tochter gibt. Und das sie Eleonora heißt, wundert jetzt keinen, oder?
Als Bonus gibt es jetzt noch das Bild, das ich damals als Forums-Signatur gebastelt habe. Quasi Eleons Visitenkarte :)
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Black_Mage - am Freitag, 11. Juli 2008, 10:00 - Rubrik: Geschriebenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Soutieren, garen, dünsten, überbacken, anbraten, grillen ...ich koche gerne. Stundenlange vorher Zutaten schneiden. Kein Problem, das gehört dazu.
Überlegen welche Gewürze dazu passen, abschmecken, experimentieren ...ich stehe wirklich gerne in der Küche.
Mit einer Ausnahme.
Ich hasse backen.
Backen ist für ... ach, ich will niemanden beleidigen.
Meine Küche ist das absolute Schlachtfeld. Ein Chaos sondergleichen. Und wer meine Küche kennt, weiß dass das was heißt. Besonders ärgerlich daran ist, das ich für das Backen die Küche vorher extra in einen tipp-topp-Zustand versetzt habe.
Was habe ich davon? Der Biskuit ist zu dick, die Füllung nicht fest, und ich habe eine fette Verbrennung am rechten Wadel. Überall (keine Übertreibung, leider...) ist Staubzucker (den ich auch noch extra gekauft habe). Die Dreckssauce hab ich auf Arbeitsfläche, Boden, fast jeden Drum Geschirr und auf und im Kühlschrank picken.
Will wer das Rezept?
- BM out -
Überlegen welche Gewürze dazu passen, abschmecken, experimentieren ...ich stehe wirklich gerne in der Küche.
Mit einer Ausnahme.
Ich hasse backen.
Backen ist für ... ach, ich will niemanden beleidigen.
Meine Küche ist das absolute Schlachtfeld. Ein Chaos sondergleichen. Und wer meine Küche kennt, weiß dass das was heißt. Besonders ärgerlich daran ist, das ich für das Backen die Küche vorher extra in einen tipp-topp-Zustand versetzt habe.
Was habe ich davon? Der Biskuit ist zu dick, die Füllung nicht fest, und ich habe eine fette Verbrennung am rechten Wadel. Überall (keine Übertreibung, leider...) ist Staubzucker (den ich auch noch extra gekauft habe). Die Dreckssauce hab ich auf Arbeitsfläche, Boden, fast jeden Drum Geschirr und auf und im Kühlschrank picken.
Will wer das Rezept?
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Black_Mage - am Mittwoch, 9. Juli 2008, 18:20 - Rubrik: Gekochtes
In einigen Wochen steht ein Klassentreffen der HBLA an. Bin schon gespannt, wer dort auftaucht. Die Leute die mir damals lieb und herzlich waren, seh ich ja eh regelmässig. Es gab aber auch einige, mit denen ich mich gut verstanden habe, aber eben keinen Kontakt mehr habe, und die wieder zu sehen wird sicherlich ganz nett.
Wie ich die letzten 6, 7 Jahre (in denen es mir grundsätzlich nicht an Abwechslung gemangelt hat) in wenige Sätze verpacke, hab ich mir noch nicht überlegt. Es gibt nämlich etwas, das ich viel spannender zu erzählen finden würde: die Leben, die ich nicht gelebt habe.
Ich bin davon überzeugt, dass all die Dinge, die ich nicht erlebt habe, genauso erzählenswert, spannend und wichtig sind, wie diejenigen Ereignisse die es wirklich in mein Leben geschafft haben. Eigentlich sind die sogar aufregender, weil mir selbst total unbekannt.
Mal schauen wir mir ein Satz wie "Ich bin seit zwei Jahren verheiratet und wir arbeiten gerade an unserem ersten Kind." über die Lippen kommt. Oder "Ich bin jetzt in einer kleinen Firma, wir haben da die Vertriebsrechte für Extremsport-DVDs. Mountainbiking, Fallschirmspringen und so. Da gibts durchaus eine Nische für sowas, klar." Da gibt es, glaube ich, viele Geschichten zu erzählen, ich muss nur mal ein wenig in mich reinhorchen.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Wenn ich mal sowas sage wie "Ich könnte dir erzählen was ich so mache, aber dann müsste ich dich töten. Aber so unter uns, die Regierung zahlt ganz gut." ...dann sollte ich unbedingt das Weinglas aus der Hand geben und mich auf den Heimweg machen :)
- BM out -
Wie ich die letzten 6, 7 Jahre (in denen es mir grundsätzlich nicht an Abwechslung gemangelt hat) in wenige Sätze verpacke, hab ich mir noch nicht überlegt. Es gibt nämlich etwas, das ich viel spannender zu erzählen finden würde: die Leben, die ich nicht gelebt habe.
Ich bin davon überzeugt, dass all die Dinge, die ich nicht erlebt habe, genauso erzählenswert, spannend und wichtig sind, wie diejenigen Ereignisse die es wirklich in mein Leben geschafft haben. Eigentlich sind die sogar aufregender, weil mir selbst total unbekannt.
Mal schauen wir mir ein Satz wie "Ich bin seit zwei Jahren verheiratet und wir arbeiten gerade an unserem ersten Kind." über die Lippen kommt. Oder "Ich bin jetzt in einer kleinen Firma, wir haben da die Vertriebsrechte für Extremsport-DVDs. Mountainbiking, Fallschirmspringen und so. Da gibts durchaus eine Nische für sowas, klar." Da gibt es, glaube ich, viele Geschichten zu erzählen, ich muss nur mal ein wenig in mich reinhorchen.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Wenn ich mal sowas sage wie "Ich könnte dir erzählen was ich so mache, aber dann müsste ich dich töten. Aber so unter uns, die Regierung zahlt ganz gut." ...dann sollte ich unbedingt das Weinglas aus der Hand geben und mich auf den Heimweg machen :)
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Black_Mage - am Mittwoch, 9. Juli 2008, 12:37
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Beim letzten Mal haben wir aus Sicht des Dorf-Schmiedes erfahren, das eine nahegelegene Siedlung von einem Ork-Clan angegriffen wurde. Der sogenannte "Stadtrat" trifft sich nun um darüber zu beraten...
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Wir folgten ihm in das Wirtshaus, wo wir uns in einem eigenen Raum einschlossen um zu beraten. Niemand sagte etwas bis Esmondelle, Norels Frau, fünf Krüge mit Bier gebracht hatte. Eargon nahm seine Pfeife aus der Weste und klopfte sie aus um sie mit etwas Tabak aus seiner Gürteltasche wieder zu stopfen. Während er begann die Pfeife anzuzünden räusperte Norel sich.
"Nun?"
Nach dem langen Schweigen schien seine Frage doppelt so laut und hing bedrohlich in der Luft.
"Das ist ernst. Das ist sehr ernst." Malden war ein stiller Mann, der immer genau bedachte was er sagte.
Wir anderen nickten nur zustimmend. Die Sache war in der Tat sehr ernst.
So nahe der Grenze wie unsere Dörfer lagen waren wir ja schon an die diversen Überfälle der Orks gewöhnt. Selten dass sie an den Auflenposten entlang des Grenzbereiches vorbei kamen, zumal ihre Gruppen nur aus vielleicht 20 Räubern bestanden. Sie überfielen einsame Abenteurer, kleine Gruppen oder auch mal eine Handelskaravane. Auch außerhalb gelegene Höfe wurden schon von ihnen angegriffen - aber eine befestigte Stadt, das hatte es in den letzten 150 Jahren nicht gegeben.
"Der Junge hat von einem ganzen Stamm gesprochen... ein ganzer Stamm, das müssen über 400 Orks sein, inklusive ihrer Sklaven und allem." überlegte Mellandrell laut. Obwohl ihr die Tätigkeit als Herrin der Wache harte Züge verliehen hatte, sah man ihr ihre vergleichsweise noch jungen Jahre an.
"Wenn dem wirklich so ist, können ...nein, dürfen wir keine Leute nach Scheidsbruch schicken. Die Stadt ist dann mittlerweile tatsächlich gefallen und unsere Männer wären da draußen nicht besser dran, als die armen Seelen in Scheidsbruch..."
Wir raunten unser Einverständnis mit dieser Entscheidung - keiner wollte riskieren den Orks in die Arme zu laufen.
"Wir müssen die Menschen aus der Umgebung benachrichtigen und sie in die Stadt bringen, draußen sind sie nicht sicher. Ich denke wir haben 2, vielleicht 3 Tage um uns auf die Grünhäuter vorzubereiten.", fuhr ich nach einer weiteren bedrückenden Pause fort.
"Ja, draußen haben sie keine Überlebenschance. Mit unseren Vorräten können wir wohl alle Leute für vielleicht eine Woche ernähren, sobald wir die Stadttore geschlossen haben." Earogon unterstrich seine Worte mit entsprechenden Handbewegungen. Manchmal musste man Eargon gar nicht zuhören sondern nur dem Tanz seiner Hände beobachten um zu wissen, was er einem vermitteln wollte.
"Ihr wollt euch tatsächlich verschanzen und auf die Horde warten? Das sind nicht ein paar streunende Orcs die man mit dem Rasseln rostiger Säbel beeindrucken kann - hier kommt ein Stamm auf uns zu. Ein Stamm blutdurstiger Orcs die zahlenmässig unsere gesamte Gemeinde ausgleicht - inklusive der Frauen und Kinder! Wir..."
"...werden unsere Stadt nicht aufgeben!" unterbracht Norel Malden barsch.
Malden Holte tief Luft und lies seufzend die Schultern sinken.
Während der Bauer noch nach seinem Bierkrug griff wiederholte Norel beherrscht, "Wir werden die Stadt nicht aufgeben." Sein Blick glitt durch die Runde, "Seit 3 Generationen steht diese Stadt an dieser Stelle und wir werden sie nicht untergehen lassen. Wir haben zu harte Winter und zu heiße Sommer erlebt. Zu viel und zu wenig Wasser auf den Feldern. Krankheiten und Überfälle - nichts hat diese Stadt aufgehalten zu wachsen und zu gedeihen, auch ein paar dumme Orcs werden das nicht schaffen."
Malden schaute weiterhin zweifelnd während Mellandrell zustimmend nickte.
"Wenn wir die Stadt nun verlassen, in Weißbach oder Rodellfeld unterschlupf finden, warten bis die Orcs vernichtet sind oder freiwillig abziehen und dann hierher zurück kehren - was werden wir finden? Schutt und Asche, verbranntes, unfruchtbares Land. Nichts was den Neuaufbau der Stadt rechtfertigen und unterstützen würde. Wenn wir jetzt gehen - dann gehen wir für immer!"
Niemand wagte ein Gegenwort zu erheben. Wir wussten dass er recht hatte, wir wussten, daß wir die Stadt genauso gut selbst niederbrennen konnten, wenn wir sie verlassen würden.
"3 Tage. 3 Tage in denen wir uns vorbereiten können.", Mellandrells Augen sprühten Funken. Sie hatte den Stolz und die Unvernunft ihres Vaters geerbt, "Ich denke nicht, dass es auf Kampfkunst ankommt wenn uns die Grünhäuter gegenüber stehen, und wie man mit einem Schwert oder Speer auf einen Gegner einhackt, bringen meine Jungs den anderen schon noch in den restlichen Tagen bei!"
Norel nickte zufrieden, Mellandrell strahlte genau jene Zuversicht und Willensstärke aus die er jetzt auf seiner Seite brauchte.
"Wie sieht es mit Waffen aus, Eleon? Was haben wir an Vorräten, wieviel kannst du noch bereitstellen?"
Ich warf einen Blick zu Eargon, der ruhig an seiner Pfeiffe zog. "Hm, mit dem was Eargon noch auf Lager hat und dem was unsere Waffenkammern halten, können wir vielleicht 1/3 der fähigen Leute bewaffnen. Ich kann noch ein paar Waffen herstellen, aber die meisten werden wohl auf einfaches Material wie Holzäxte, Mistgabeln und Sensen zurück greifen müssen, fürchte ich. Ich denke dass ich mir auch noch etwas Hilfe holen kann, Forgen Wertilch sollte nächstes Frühjahr zu mir in Lehre gehen und hat mir schon oft zugeschaut...für ein paar Speerspitzen sollte es reichen."
Norel seufzte still.
"Ich hab auch noch etwas an magischen Erzen auf Lager, ich denke das nun der passende Moment gekommen ist sie zu verarbeiten..."
Acht Augenpaare richteten sich plötzlich erstaunt auf mich. Magische Erze waren nicht nur selten sondern auch sehr wertvoll. Ich ersparte es mir einen Kommentar dazu abzugeben, auch in einer kleinen Gemeinde wie der unseren konnte man anscheinend doch noch so manches Geheimnis für sich behalten.
Eargon brach den kurzen Moment der Stille schnell bevor es unangenehm werden konnte, "Wir sollten uns so etwas wie einen Schlachtplan überlegen. Fallen aufbauen und so. Ich denke, wir sollten die Jäger als Späher vorschicken um sicher zu sein, dass die Orks auch in unsere Richtung weiterziehen. Wir müssen jeden Vorteil nützen wenn wir überleben wollen."
Norel setzte seinen Bierkrug ab. "Wir müssen das hier überstehen Leute. Wir müssen!"
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Wir folgten ihm in das Wirtshaus, wo wir uns in einem eigenen Raum einschlossen um zu beraten. Niemand sagte etwas bis Esmondelle, Norels Frau, fünf Krüge mit Bier gebracht hatte. Eargon nahm seine Pfeife aus der Weste und klopfte sie aus um sie mit etwas Tabak aus seiner Gürteltasche wieder zu stopfen. Während er begann die Pfeife anzuzünden räusperte Norel sich.
"Nun?"
Nach dem langen Schweigen schien seine Frage doppelt so laut und hing bedrohlich in der Luft.
"Das ist ernst. Das ist sehr ernst." Malden war ein stiller Mann, der immer genau bedachte was er sagte.
Wir anderen nickten nur zustimmend. Die Sache war in der Tat sehr ernst.
So nahe der Grenze wie unsere Dörfer lagen waren wir ja schon an die diversen Überfälle der Orks gewöhnt. Selten dass sie an den Auflenposten entlang des Grenzbereiches vorbei kamen, zumal ihre Gruppen nur aus vielleicht 20 Räubern bestanden. Sie überfielen einsame Abenteurer, kleine Gruppen oder auch mal eine Handelskaravane. Auch außerhalb gelegene Höfe wurden schon von ihnen angegriffen - aber eine befestigte Stadt, das hatte es in den letzten 150 Jahren nicht gegeben.
"Der Junge hat von einem ganzen Stamm gesprochen... ein ganzer Stamm, das müssen über 400 Orks sein, inklusive ihrer Sklaven und allem." überlegte Mellandrell laut. Obwohl ihr die Tätigkeit als Herrin der Wache harte Züge verliehen hatte, sah man ihr ihre vergleichsweise noch jungen Jahre an.
"Wenn dem wirklich so ist, können ...nein, dürfen wir keine Leute nach Scheidsbruch schicken. Die Stadt ist dann mittlerweile tatsächlich gefallen und unsere Männer wären da draußen nicht besser dran, als die armen Seelen in Scheidsbruch..."
Wir raunten unser Einverständnis mit dieser Entscheidung - keiner wollte riskieren den Orks in die Arme zu laufen.
"Wir müssen die Menschen aus der Umgebung benachrichtigen und sie in die Stadt bringen, draußen sind sie nicht sicher. Ich denke wir haben 2, vielleicht 3 Tage um uns auf die Grünhäuter vorzubereiten.", fuhr ich nach einer weiteren bedrückenden Pause fort.
"Ja, draußen haben sie keine Überlebenschance. Mit unseren Vorräten können wir wohl alle Leute für vielleicht eine Woche ernähren, sobald wir die Stadttore geschlossen haben." Earogon unterstrich seine Worte mit entsprechenden Handbewegungen. Manchmal musste man Eargon gar nicht zuhören sondern nur dem Tanz seiner Hände beobachten um zu wissen, was er einem vermitteln wollte.
"Ihr wollt euch tatsächlich verschanzen und auf die Horde warten? Das sind nicht ein paar streunende Orcs die man mit dem Rasseln rostiger Säbel beeindrucken kann - hier kommt ein Stamm auf uns zu. Ein Stamm blutdurstiger Orcs die zahlenmässig unsere gesamte Gemeinde ausgleicht - inklusive der Frauen und Kinder! Wir..."
"...werden unsere Stadt nicht aufgeben!" unterbracht Norel Malden barsch.
Malden Holte tief Luft und lies seufzend die Schultern sinken.
Während der Bauer noch nach seinem Bierkrug griff wiederholte Norel beherrscht, "Wir werden die Stadt nicht aufgeben." Sein Blick glitt durch die Runde, "Seit 3 Generationen steht diese Stadt an dieser Stelle und wir werden sie nicht untergehen lassen. Wir haben zu harte Winter und zu heiße Sommer erlebt. Zu viel und zu wenig Wasser auf den Feldern. Krankheiten und Überfälle - nichts hat diese Stadt aufgehalten zu wachsen und zu gedeihen, auch ein paar dumme Orcs werden das nicht schaffen."
Malden schaute weiterhin zweifelnd während Mellandrell zustimmend nickte.
"Wenn wir die Stadt nun verlassen, in Weißbach oder Rodellfeld unterschlupf finden, warten bis die Orcs vernichtet sind oder freiwillig abziehen und dann hierher zurück kehren - was werden wir finden? Schutt und Asche, verbranntes, unfruchtbares Land. Nichts was den Neuaufbau der Stadt rechtfertigen und unterstützen würde. Wenn wir jetzt gehen - dann gehen wir für immer!"
Niemand wagte ein Gegenwort zu erheben. Wir wussten dass er recht hatte, wir wussten, daß wir die Stadt genauso gut selbst niederbrennen konnten, wenn wir sie verlassen würden.
"3 Tage. 3 Tage in denen wir uns vorbereiten können.", Mellandrells Augen sprühten Funken. Sie hatte den Stolz und die Unvernunft ihres Vaters geerbt, "Ich denke nicht, dass es auf Kampfkunst ankommt wenn uns die Grünhäuter gegenüber stehen, und wie man mit einem Schwert oder Speer auf einen Gegner einhackt, bringen meine Jungs den anderen schon noch in den restlichen Tagen bei!"
Norel nickte zufrieden, Mellandrell strahlte genau jene Zuversicht und Willensstärke aus die er jetzt auf seiner Seite brauchte.
"Wie sieht es mit Waffen aus, Eleon? Was haben wir an Vorräten, wieviel kannst du noch bereitstellen?"
Ich warf einen Blick zu Eargon, der ruhig an seiner Pfeiffe zog. "Hm, mit dem was Eargon noch auf Lager hat und dem was unsere Waffenkammern halten, können wir vielleicht 1/3 der fähigen Leute bewaffnen. Ich kann noch ein paar Waffen herstellen, aber die meisten werden wohl auf einfaches Material wie Holzäxte, Mistgabeln und Sensen zurück greifen müssen, fürchte ich. Ich denke dass ich mir auch noch etwas Hilfe holen kann, Forgen Wertilch sollte nächstes Frühjahr zu mir in Lehre gehen und hat mir schon oft zugeschaut...für ein paar Speerspitzen sollte es reichen."
Norel seufzte still.
"Ich hab auch noch etwas an magischen Erzen auf Lager, ich denke das nun der passende Moment gekommen ist sie zu verarbeiten..."
Acht Augenpaare richteten sich plötzlich erstaunt auf mich. Magische Erze waren nicht nur selten sondern auch sehr wertvoll. Ich ersparte es mir einen Kommentar dazu abzugeben, auch in einer kleinen Gemeinde wie der unseren konnte man anscheinend doch noch so manches Geheimnis für sich behalten.
Eargon brach den kurzen Moment der Stille schnell bevor es unangenehm werden konnte, "Wir sollten uns so etwas wie einen Schlachtplan überlegen. Fallen aufbauen und so. Ich denke, wir sollten die Jäger als Späher vorschicken um sicher zu sein, dass die Orks auch in unsere Richtung weiterziehen. Wir müssen jeden Vorteil nützen wenn wir überleben wollen."
Norel setzte seinen Bierkrug ab. "Wir müssen das hier überstehen Leute. Wir müssen!"
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 8. Juli 2008, 10:00 - Rubrik: Geschriebenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Es gibt ein Threadless-Shirt, dass ich schon immer wollte. Immer bezieht sich dabei auf den Zeitraum, seit ich Threadless kenne. Und nie (das bezieht sich logischerweise auf den selben Zeitraum wie immer) gibts das in meiner Größe lagernd, wenn ich von dort was bestelle.
Gerade eben ist ein Typ, der etwa ein halbes Jahr jünger war als ich, mit eben diesem Shirt bei mir im Shop gewesen. "Es ist besser sie gehen schnell, bevor ich ihnen das Tshirt wegnehme", habe ich zu ihm gesagt. Ich habs nett gemeint, er hatte dennoch Panik in den Augen ...das muss an meinem Gesichtsausdruck gelegen haben. Murder, Death, Kill... steal Shirt.
Zu meiner Ehrenrettung habe ich das erst gesagt, nachdem ich ihn serviciert habe.
Bevor jetzt wer den Kopf schüttelt, es handelt sich um dieses geniale Ding:

Und bevor jetzt erst recht wer den Kopf schüttelt. Ctrl+Z ist unter Windows das Tastenkürzel für "Rückgängig machen" :)
- BM out -
Gerade eben ist ein Typ, der etwa ein halbes Jahr jünger war als ich, mit eben diesem Shirt bei mir im Shop gewesen. "Es ist besser sie gehen schnell, bevor ich ihnen das Tshirt wegnehme", habe ich zu ihm gesagt. Ich habs nett gemeint, er hatte dennoch Panik in den Augen ...das muss an meinem Gesichtsausdruck gelegen haben. Murder, Death, Kill... steal Shirt.
Zu meiner Ehrenrettung habe ich das erst gesagt, nachdem ich ihn serviciert habe.
Bevor jetzt wer den Kopf schüttelt, es handelt sich um dieses geniale Ding:

Und bevor jetzt erst recht wer den Kopf schüttelt. Ctrl+Z ist unter Windows das Tastenkürzel für "Rückgängig machen" :)
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 8. Juli 2008, 09:53 - Rubrik: Gearbeitetes