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Youtube weiß ohne große Überraschung was für Videos ich mir anschaue. Science-Zeug und Film-Sachen und so.
Auf Basis dieser History und meiner Abos schlagen sie mir dann gerne mal andere Kanäle vor. Das ist toll und praktisch und so erweitert sich meine Abo-Liste kontinuierlich und ich verbringe immer mehr Zeit auf Youtube um alle Videos nachzuholen.
Youtube 1 : 0 Blackmage.

ABER vorgestern haben sie mir ein Video vorgeschlagen, das ich mir angeschaut habe und nachdem ich ein bisschen wütend war.

Eine Filmanalyse von „Idiocracy“, einem Film bei dem ein absoluter Durchschnittstyp bei einem Experiment in Kryo-Tiefschlaf versetzt und vergessen wird. Ein paar hundert Jahre später wacht er doch auf und stellt fest, dass die Gesellschaft komplett den Bach runtergegangen ist und es nur mehr Idioten auf der Welt gibt. Plötzlich ist er der schlauste Mensch der Welt!

Bei der Zusammenfassung des Inhalt waren sich der Youtuber und ich ja noch einig. Das war jetzt keine große Überraschung.
Dann hat er mit seiner Analyse begonnen, was der Film vermittelt, wofür er steht, etc. …und da war ich dann nicht einfach anderer Meinung oder fand, dass er sich „irrt“. Er hat seine Agenda und seinen (politischen) Filter über den Film gelegt, der 180° entgegen meiner Einstellung läuft.
Mir ist natürlich gleich bewusst geworden, dass es sich hier um eine ideologische Kluft handelt. Nachdem ich aber zu vermeiden versuche die Meinungen des „anderen Flügels“ zu ignorieren und zu verdammen, habe ich mich dann ein bisschen schlecht gefühlt. Man kann schlecht die anderen anprangern, dass sie verbohrt und engstirnig sind, und dann das gleiche machen. Alleine um nicht von meinem moralischen Ross zu fallen, musste ich mir also die Interpretation dieses Youtubers gefallen lassen.

ABER dann bin ich draufgekommen, dass der Typ sich tatsächlich irrt. Das sein Filter ihn so blendet, dass er nicht mal die Grundaussagen wahrnimmt und seine Argumente einfach nicht stimmen. Und ich es auch belegen kann!

Youtube hat mir dann, nachdem ich mir das Video angeschaut habe, noch mehr so Filmanalysen von dem Typen angeboten. Die habe ich dankend abgelehnt.
Jemand der offensichtlich keine Ahnung hat und seine politische und soziale Agenda in den Vordergrund stellt, darf mir gerne ein Video zeigen. Danach soll er sich mit den zigtausend Abonnenten begnügen die er hat.

Da habe ich lieber nur 1 Abonennten, aber wenigstens habe ich Recht!

- BM out -

Vor ein paar Tagen habe ich ja von der Beobachtung meiner bayerischen Arbeitskollegin berichtet, dass die Wiener sich besonders gerne darüber unterhalten, wie man mit den Öffis am Besten von A nach B kommt. Meine Ergänzung dazu ist, dass „am Besten“ auch möglichst kompliziert sein kann.

Eine weitere Beobachtung von ihr, die sie schon vor einiger Zeit mit mir geteilt hat, kann ich inzwischen durchaus bestätigen.

DER ÖSTERREICHER isst einmal am Tag warm und das andere Mal kalt.
Also wer Mittags warm (frisch gekocht, geliefert oder aufgewärmt) isst, plant ein kaltes, „leichtes“ Essen (quasi ein Butterbrot) für den Abend.
Wer weiß, dass er Abends warm essen wird, isst mittags bewusst kalt.
Wer mehr oder weniger ungeplant mittags kalt ist und kein warmes Abendessen geplant hat, verzweifelt ein wenig.

Gibt’s da Gegenmeinungen?
Ist das im Westen deutlich anders?
Welche anderen Erkenntnisse aus der Außenperspektive kennt ihr?

- BM out -

Ich habe vor einiger Zeit mal voller Freude über die SNL-Sketches "The Californians" geteilt. In den Sketches werden nicht nur die Tropes Soap-Operas auf die Schaufel genommen, sondern auch noch die Tatsache, dass Kalifornier (vor allem Leute aus Los Angeles) sehr viel Zeit damit verbringen über den Verkehr zu reden.
In "The Californians" besonders gut sichtbar, nachdem immer der schnellste Weg erklärt wird.

Hahaha, da lacht der Blackmage.

Bis die bayerische Arbeitskollegin am Freitag in den Spaß reingegrätscht ist.

Tischgespräch zu Mittag war es, dass Workwife Katrin den Vorschlag gebracht hat, die U6 als gesamtes einzustampfen. Etwas das für mich durchaus ein Problem ist - ich brauche die U6 um in die Arbeit zu kommen.
Meine Sitznachbarin (im 2. Bezirk wohnend) wollte sowohl Katrin als auch mir helfen, und hat einen alternativen Arbeitsweg vorgeschlagen. Ich brachte einen Gegenschvorschlag. Das ging ein bisschen hin und her.

Bis mir das Kopfschütteln und Grinsen der lieben Bayerin aufgefallen ist.
Auf meine Rückfrage was sie so unterhaltend findet, zündet sie die Bombe des Außenblickes.
"Nur Wiener können sich so lange und intensiv darüber unhalten, wie man mit den Öffis von A nach B kommt."

Katrin, aus dem fernen Oberösterreich zugereist, hat das mit eifrigem Nicken gleich mal bestätigt.
Leicht in die Defensive gedrängt haben wir Wiener dann halt gemeint, dass es auch so viele Möglichkeiten gibt, weil Wien so ein dichtes Öffi Netz hat.

Blackmage: "Redets ihr nicht darüber wie man wo hin kommt?"

Bayerische Kollegin: "Nein, wir fahren ja alles mit dem Auto."

Blackmage: "Worüber redet ihr dann?"

Katrin: "Das Wetter."

...ich bin nicht sicher ob ich solchen Leuten die Entscheidung überlassen darf, was mit der U6 passiert.

- BM out -

...und hier nochmals der Link zu "The Californians".

 

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