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Gearbeitetes

Wie erkenne ich das Burnout-Syndrom?

In der Anfangsphase des Burnout gibt es viele Warnsignale: Betroffene arbeiten nahezu pausenlos, verzichten auf Entspannungsphasen, ihr Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt. Sie vergessen auf ihre eigenen Bedürfnisse und verdrängen Misserfolge. Es kommt zu chronischer Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsschwäche.
Später fühlen sich Betroffene oft einsam, gleichgültig und desinteressiert. Sie konzentrieren sich auf sich selbst und haben Probleme bei sozialen Kontakten.

Ohoh. Check. Check. Hm...
Ah, okay. Ich hab keine Probleme bei sozialen Kontakten. Hui. Gerade noch geschafft. Danke letzte Zeile.

:D

- BM out -

In meiner Jugend, als ich unterdurchschnittliche Noten heim gebracht und so gut wie keine Zeit mit Hausaufgaben verbracht habe (eine direkte Verbindung ist möglich aber nicht nachweisbar), hat mein Vater die Meinung vertreten ich würde "nur zum aufwärmen" in die Schule gehen. Anbetracht der Tatsache, dass in unserem Haus so gut wie nicht geheizt wurde, wäre das ein legitimer Grund gewesen. War es aber natürlich nicht, denn ich bin gerne zur Schule gegangen.
Fast mein komplettes Sozialleben, meine Schulfreunde, meine Liebschaften waren in der Schule. Natürlich war ich gerne dort.

Als mir mein letzter Job irgendwann keine Freunde mehr bereitet hat und mir das Gebaren der Führungsebene immer mehr sauer aufgestoßen hat, bin ich auch nicht zum aufwärmen hingegangen. Die Klimaanlage in dem Büro war ein Graus. Nein, ich hatte meine Arbeitsfreunde dort. Wenn auch nicht mein komplettes Sozialleben, für knapp 40 Stunden die Woche ein sehr wichtiger Teil davon.

Im neuen Job (nach über 5 Monaten eigentlich nicht mehr so neu) ist das aufwärmen auch nicht so ein Thema. ...mal schauen wie es sich verhält wenn es jetzt draußen wärmer wird. Was ich aber auf alle Fälle sagen kann: ich gehe nicht wegen der Arbeitsfreunde hin. Das liegt nicht daran, dass die Leute ungut wären - fern davon. Jedoch sind es 'bloß' Kollegen. Leute mit denen ich arbeite.

Der Verlust meiner alten Arbeitsfreunde schmerzt nicht nur weiterhin, sondern wirkt nun, da mir klar ist, dass sich das hier nicht mehr ändern wird, umso mehr.
Wahrscheinlich auch, weil ich am Wochenende endlich die Amazon-Gutscheine eingelöst habe, die ich zum Abschied bekommen habe. Dabei bin ich über all meine Andenken, die Abschiedskarten und die Zeichnungen gestolpert die ich damals mitgenommen habe.
Eines weiß ich nämlich schon genau: hier wird mir niemand die Silhouette von Norwegen auf einen Zettel malen, weil ich so oft "no way" sage.

- BM out -

Heute bin ich um 4:20 aufgewacht. Da habe ich mir gedacht "Es ist Sonntag, was zur Hölle?" und mich natürlich wieder hingelegt. Dann ist mir natürlich aufgefallen, dass ich mich da irre. "Es ist Samstag. Ich hab noch das ganze WE vor mir!" war der Gedanke ...und ich habe ernsthaft in die Finsternis meines Schlafzimmers laut "Whoop-Whoop" gesagt.
...dann ist mir eingefallen, dass es Dienstag ist.

Es ist wirklich deprimierend, wenn man sich bereits am Dienstagmorgen, noch vor dem aufstehen, wieder ins Wochenende wünscht.

- BM out -

Um Platz für neue Arbeitsanekdoten mit neuen Kollegen zu schaffen, verschiebe ich mal eine aus der alten Arbeit hierher. Immerhin ist während meiner Abwesenheit hier einiges passiert.

Wir hatten (bis die Geräte aus Nachhaltigkeits-Grünen abgeschafft wurden) Nespresso-Maschinen mit so Pads in der Arbeit. Die Pads konnte man über eine Kollegin, die gesammelt regelmäßig bei Nespresso bestellte, hatte beziehen. 50 Pads für 15€, also 30 Cent / Kaffee.

Mein Chef hat diese Bestellaufrufe der Kollegin irgendwann verpasst und stand ohne Kaffee da. Wissend, dass ich ausgerüstet bin, bot er mir an mir ein paar Pads abzukaufen bis er Nachschub bekäme. Als ob man seinem Chef so etwas abschlagen kann... ;)

Just zur gleichen Zeit begann auch bei uns BitCoins bekannt zu werden. Wer BitCoins nicht kennt, bzw mehr über die Hintergründe und Funktionsweise erfahren möchte, muss sich selbst mit Tante Google auseinandersetzen, da es den Rahmen des Beitrags sprengen würde. Kurz gesagt sind BitCoins eine Crypto-Currency, ein rein digitales, nicht nachverfolgbares Internet-Zahlungsmittel und finden mittlerweile auch außerhalb des Internets in ausgewählten Geschäften ihre Verwendung.

Mein Chef, ein pathologischer Early-Adaptor und Trailblazer hatte sich gerade selbst mit ein paar BitCoins eingedeckt, als sie auf einen Wechselkurs von knapp 9 - 10 Euro geklettert waren.
Sein Vorschlag: er kauft mir die Nespresso-Pads mit BitCoins ab.
Ich, ein pathologischer Wahnsinniger der sich auf Blödheiten einlässt, habe natürlich zugestimmt und mit eine Wallet eingerichtet.

Und so begann unsere große BitCoin Kaffeebörse. In den folgenden Monaten hörte mein Chef auf den Kaffee über die Kollegin zu beziehen und ich bestellte dafür die doppelte und dreifache Menge zu sonst bei ihr. Die Pads verkaufte ich ihm zum jeweils tagesaktuellen Bc-Wechselkurs für 30 Cent in 10er-Blöcken.
Denn mit dem stark steigenden Wechselkurs wurden die verlgeichsweise günstig gekauften BitCoins meines Chefs immer mehr Wert und auch meine Pads wurden immer billiger für ihn. Im gleichen Ausmaß stieg aber auch mein Profit an dem System.

Da die BitCoins mit steigender Bekanntheit und somit steigender Nachfrage für Spekulanten immer interessanter wurden, begann der Kurs zwar zu flaktuieren, aber stieg trotzdem immer weiter an. Irgendwann wurde es meinem Chef zu heiß und verkaufte fast alle seine BitCoins und wir stoppten die Kaffee-börse.

Ich hielt noch ein wenig an den BitCoins fest, bis der Wechselkurs bei ca 150€ lag. Mittlerweile hatte ich selbst mehr als einen BitCoin in der Wallet und war mir sicher, dass der Kurs bald einbrechen würde. Schnell verkaufte ich sie und stieg mit einem Profit von mehr als 80€ aus.

Fun Fact:
2 Tage später fiel der Kurs tatsächlich auf unter 50€.

Der Abfall des Kurses war nur kurzfristig und in den nächsten Monaten stieg er auf über 5000:1!
Mittlerweile ist er relativ stabil und schwankt zwischen 200 und 300€ / Bitcoin.

- BM out -

Ich dürfte mich Samstagabend verkühlt haben.
Denn seit Sonntag bin ich ...verkühlt.
Es hat dramatisch mit leichten Halsschmerzen und beginnender Nasenverstopfung begonnen. Gestern haben mir Leute gesagt, dass ich krank klinge. ...und heute bin ich bereits mit Husten und wunderbar dunkelgrünem Auswurf (#sorrynotsorry) aufgewacht (und die Halsschmerzen sind inzwischen natürlich ebenfalls um ein Vielfaches intensiver).

In Kurzform: ich leide.

Aber (ungern aber doch) mal Übertreibung beiseite: an meinem eigentlichen Tagesablauf oder der allgemeinen Produktivität ändert es gar nix. Die letzten Tage meines "Urlaubsmonats" gallopieren zwar dahin, aber untätig auf der Couch rumliegen war schon fast ein fixer Bestandteil meiner Tagesroutine.

Ich hätte nur gerne, dass ich diese Woche (denn viel länger wird sich die Verkühlung nicht dahinziehen!), als Krankenstand behandeln darf. Will sie nicht als Teil des unbezahlten* Urlaubs konsumieren.
...aber wohl nicht nur, weil ich grad die Verkühlung habe. Ehrlich gesagt, habe ich gerade den perfekten Punkt der Entspannung erreicht. Mit dem Kopf nicht mehr in der alten Arbeit, aber noch nicht in der Fadesse und dem Hunger nach der Neuen.

Nunja, Babyschritte. Heute konzentriere ich mich auf den Husten, und ab Montag wieder auf den geregelten Alltag.

- BM out -

(*immerhin bin ich nicht beim AMS gemeldet)

Im Frühjahr 1999 musste ich mich um eine Stelle für das Pflichtpraktium der Schule umschauen. Dabei hatte ich ein Gespräch bei einem Hotel auf der Wagramerstraße und wurde abgelehnt. Sie hatten bereits alle Praktikumsstellen vergeben. Das war nicht schlimm, schließlich bin ich stattdessen für 3 Monate nach England gegangen.

Seither habe ich noch nach jedem Vorstellungsgespräch eine Zusage bekommen. Nicht immer zu den von mir gewünschten Konditionen. Nicht jedes davon habe ich angenommen. Aber immerhin.

Am Montag hatte ich ein Vorstellungsgespräch (die bisher einzige positive Antwort aus 12 Bewerbungen). Eigentlich wollten sie sich übernächste Woche melden, aber ich habe bereits gestern eine eMail erhalten (bin ja zur Zeit in England und telefonisch nicht erreichbar), dass sie mich einstellen würden.

Meine Gehaltsvorstellung erreichen sie leider nicht. Die war schon unter dem angesetzt, was ich zuletzt verdient habe.
Es spielt wahrscheinlich keine Rolle, da ich früher mit etwa dem gleichen Gehalt ausgekommen bin.
Muss das, sobald ich daheim bin, mal mit den Kontobewegungen (exklusive der exzessiven Sonderkosten der letzten Monate ^^) vergleichen...

Aber immerhin. Die Erfolgsquote hält.

- BM out -

Es ist wahrscheinlich nicht der richtige Ort um das hier festzuhalten. Aber es ist mein letzer Arbeitstag und ich will diese Liste nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Ohne internes Ranking meine schlimmsten Projekte der letzten 3 Jahre:
  • cA Panobinostat
  • Hyperlipidämiemanagement
  • Infektiologiecoach (zugegeben meine Schuld)
  • prädiktive Biomarker
  • NOAKs in der Praxis
Auf das ich mir auch in 5 Jahren noch diese Liste ansehen und den Kopf schütteln kann :)

- BM out -

Wie ich ja schon erwähnt habe hat auch mein Chef bereits gekündigt. Genaugenommen Ex-Chef, da er am Montag seinen letzten Arbeitstag hatte.
...und nun steht er uns extern als Contractor zur Verfügung.
Was ich besonders spannend finde, da ich von ihm ein Projekt übernommen habe und er nun erst Recht vieles davon abwickelt, dass ich selbst nicht erledigen kann.

Und es hat was surreales, dass ich nun von ihm Angebote einhole und ihn dann damit beauftrage. Unser Umgang war nie wirklich streng hierarchisch, aber im Grunde bin ich jetzt als sein Auftraggeber doch über ihm angesiedelt und stelle die Forderungen.

Gewöhnungsbedürftig.

- BM out -

fruit flies like a banana."

Anyway. Die Zeit ist jetzt ziemlich husch-husch durch die Woche gallopiert. Ist mir bestimmt nur so vorgekommen, da ich Urlaub hatte und es - wie üblich - grad kaum glauben kann, dass ich morgen wieder ins Büro muss/darf/kann/soll...
Wo ist die Zeit hin?

Ich hatte keine massiven Pläne für die Woche.
Ein paar Punkte hatte ich, wofür die Extra-Zeit gut nutzbar gewesen wäre. ... bei der AK was nachfragen, durch Möbelhäuser gondeln, auf der alten Donau kajaken, in der Wohnung ein paar Arbeiten (nachweißen, Boden einlassen, etc) erledigen.
Ich habe natürlich nichts davon gemacht. :D

Ich habe nicht mal den Wecker für diese Woche um- oder gar ausgestellt, sprich ich bin jeden Tag ganz normal aufgestanden. ...aber ich kann echt nicht sagen, was ich gemacht habe. Ich habe zumindest mal nicht das Buch ausgelesen, das ich mir bereitgelegt hatte. Ich habe keine Extrazeit mit Videospielen verbracht (bin abends eigentlich beim zocken immer schnell eingeschlafen ^^). Ich war zwar auch untertags viel müde, aber ich habe die Urlaubsstunden definitiv nicht verpennt.

Ich schätze Mal, dass von euch auch keiner weiß, womit ich tatsächlich diesen Urlaub verbracht habe?

- BM out -

Einige der interessantesten Stellenangebote die ich zuletzt gefunden habe, sind auf englisch verfasst und erwarten sich dementsprechend auch die Bewerbungsunterlagen auf englisch. Etwas das mir bislang gefehlt hat.
Heute hab ich mich hingesetzt und diese Unterlagen erstellt.
Den CV zu übersetzen war ja keine große Hexerei.
Aber mein Lebenslauf umfasst auch einen Sideletter der meinen beruflichen Werdegang darstellt. Da der nicht soooo linear ist und vermeintliche Lücken enthält, ist es mir wichtig hier die Zusammenhänge darzustellen.

Für diesen Sideletter habe ich jetzt etwas mehr Zeit gebraucht, da ich ihn nicht einfach 1:1 übersetzen wollte. Ich habe ihn auch etwas umgeschrieben und da die kürzere Satzstruktur mir auch etwas zusätzlichen Platz geboten hat, entsprechend ausformuliert oder ergänzt.

Mir gefällt die englische Fassung also um einiges besser als die deutsche. Vor allem da ich ein wenig Humor rein bringen konnte, was mir in den deutschsprachigen Unterlagen abgeht.

Hm ... deutscher CV und engl. Sideletter als Mix? Gleich immer nur die engl. Unterlagen verschicken? Den deutschen Sideletter komplett neu verfassen?
Das sind ja gleich 3 Neins auf einmal. Das geht nun wirklich nicht...

- BM out -

 

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