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Gearbeitetes

In meiner Jugend, als ich unterdurchschnittliche Noten heim gebracht und so gut wie keine Zeit mit Hausaufgaben verbracht habe (eine direkte Verbindung ist möglich aber nicht nachweisbar), hat mein Vater die Meinung vertreten ich würde "nur zum aufwärmen" in die Schule gehen. Anbetracht der Tatsache, dass in unserem Haus so gut wie nicht geheizt wurde, wäre das ein legitimer Grund gewesen. War es aber natürlich nicht, denn ich bin gerne zur Schule gegangen.
Fast mein komplettes Sozialleben, meine Schulfreunde, meine Liebschaften waren in der Schule. Natürlich war ich gerne dort.

Als mir mein letzter Job irgendwann keine Freunde mehr bereitet hat und mir das Gebaren der Führungsebene immer mehr sauer aufgestoßen hat, bin ich auch nicht zum aufwärmen hingegangen. Die Klimaanlage in dem Büro war ein Graus. Nein, ich hatte meine Arbeitsfreunde dort. Wenn auch nicht mein komplettes Sozialleben, für knapp 40 Stunden die Woche ein sehr wichtiger Teil davon.

Im neuen Job (nach über 5 Monaten eigentlich nicht mehr so neu) ist das aufwärmen auch nicht so ein Thema. ...mal schauen wie es sich verhält wenn es jetzt draußen wärmer wird. Was ich aber auf alle Fälle sagen kann: ich gehe nicht wegen der Arbeitsfreunde hin. Das liegt nicht daran, dass die Leute ungut wären - fern davon. Jedoch sind es 'bloß' Kollegen. Leute mit denen ich arbeite.

Der Verlust meiner alten Arbeitsfreunde schmerzt nicht nur weiterhin, sondern wirkt nun, da mir klar ist, dass sich das hier nicht mehr ändern wird, umso mehr.
Wahrscheinlich auch, weil ich am Wochenende endlich die Amazon-Gutscheine eingelöst habe, die ich zum Abschied bekommen habe. Dabei bin ich über all meine Andenken, die Abschiedskarten und die Zeichnungen gestolpert die ich damals mitgenommen habe.
Eines weiß ich nämlich schon genau: hier wird mir niemand die Silhouette von Norwegen auf einen Zettel malen, weil ich so oft "no way" sage.

- BM out -

Heute bin ich um 4:20 aufgewacht. Da habe ich mir gedacht "Es ist Sonntag, was zur Hölle?" und mich natürlich wieder hingelegt. Dann ist mir natürlich aufgefallen, dass ich mich da irre. "Es ist Samstag. Ich hab noch das ganze WE vor mir!" war der Gedanke ...und ich habe ernsthaft in die Finsternis meines Schlafzimmers laut "Whoop-Whoop" gesagt.
...dann ist mir eingefallen, dass es Dienstag ist.

Es ist wirklich deprimierend, wenn man sich bereits am Dienstagmorgen, noch vor dem aufstehen, wieder ins Wochenende wünscht.

- BM out -

Um Platz für neue Arbeitsanekdoten mit neuen Kollegen zu schaffen, verschiebe ich mal eine aus der alten Arbeit hierher. Immerhin ist während meiner Abwesenheit hier einiges passiert.

Wir hatten (bis die Geräte aus Nachhaltigkeits-Grünen abgeschafft wurden) Nespresso-Maschinen mit so Pads in der Arbeit. Die Pads konnte man über eine Kollegin, die gesammelt regelmäßig bei Nespresso bestellte, hatte beziehen. 50 Pads für 15€, also 30 Cent / Kaffee.

Mein Chef hat diese Bestellaufrufe der Kollegin irgendwann verpasst und stand ohne Kaffee da. Wissend, dass ich ausgerüstet bin, bot er mir an mir ein paar Pads abzukaufen bis er Nachschub bekäme. Als ob man seinem Chef so etwas abschlagen kann... ;)

Just zur gleichen Zeit begann auch bei uns BitCoins bekannt zu werden. Wer BitCoins nicht kennt, bzw mehr über die Hintergründe und Funktionsweise erfahren möchte, muss sich selbst mit Tante Google auseinandersetzen, da es den Rahmen des Beitrags sprengen würde. Kurz gesagt sind BitCoins eine Crypto-Currency, ein rein digitales, nicht nachverfolgbares Internet-Zahlungsmittel und finden mittlerweile auch außerhalb des Internets in ausgewählten Geschäften ihre Verwendung.

Mein Chef, ein pathologischer Early-Adaptor und Trailblazer hatte sich gerade selbst mit ein paar BitCoins eingedeckt, als sie auf einen Wechselkurs von knapp 9 - 10 Euro geklettert waren.
Sein Vorschlag: er kauft mir die Nespresso-Pads mit BitCoins ab.
Ich, ein pathologischer Wahnsinniger der sich auf Blödheiten einlässt, habe natürlich zugestimmt und mit eine Wallet eingerichtet.

Und so begann unsere große BitCoin Kaffeebörse. In den folgenden Monaten hörte mein Chef auf den Kaffee über die Kollegin zu beziehen und ich bestellte dafür die doppelte und dreifache Menge zu sonst bei ihr. Die Pads verkaufte ich ihm zum jeweils tagesaktuellen Bc-Wechselkurs für 30 Cent in 10er-Blöcken.
Denn mit dem stark steigenden Wechselkurs wurden die verlgeichsweise günstig gekauften BitCoins meines Chefs immer mehr Wert und auch meine Pads wurden immer billiger für ihn. Im gleichen Ausmaß stieg aber auch mein Profit an dem System.

Da die BitCoins mit steigender Bekanntheit und somit steigender Nachfrage für Spekulanten immer interessanter wurden, begann der Kurs zwar zu flaktuieren, aber stieg trotzdem immer weiter an. Irgendwann wurde es meinem Chef zu heiß und verkaufte fast alle seine BitCoins und wir stoppten die Kaffee-börse.

Ich hielt noch ein wenig an den BitCoins fest, bis der Wechselkurs bei ca 150€ lag. Mittlerweile hatte ich selbst mehr als einen BitCoin in der Wallet und war mir sicher, dass der Kurs bald einbrechen würde. Schnell verkaufte ich sie und stieg mit einem Profit von mehr als 80€ aus.

Fun Fact:
2 Tage später fiel der Kurs tatsächlich auf unter 50€.

Der Abfall des Kurses war nur kurzfristig und in den nächsten Monaten stieg er auf über 5000:1!
Mittlerweile ist er relativ stabil und schwankt zwischen 200 und 300€ / Bitcoin.

- BM out -

Ich dürfte mich Samstagabend verkühlt haben.
Denn seit Sonntag bin ich ...verkühlt.
Es hat dramatisch mit leichten Halsschmerzen und beginnender Nasenverstopfung begonnen. Gestern haben mir Leute gesagt, dass ich krank klinge. ...und heute bin ich bereits mit Husten und wunderbar dunkelgrünem Auswurf (#sorrynotsorry) aufgewacht (und die Halsschmerzen sind inzwischen natürlich ebenfalls um ein Vielfaches intensiver).

In Kurzform: ich leide.

Aber (ungern aber doch) mal Übertreibung beiseite: an meinem eigentlichen Tagesablauf oder der allgemeinen Produktivität ändert es gar nix. Die letzten Tage meines "Urlaubsmonats" gallopieren zwar dahin, aber untätig auf der Couch rumliegen war schon fast ein fixer Bestandteil meiner Tagesroutine.

Ich hätte nur gerne, dass ich diese Woche (denn viel länger wird sich die Verkühlung nicht dahinziehen!), als Krankenstand behandeln darf. Will sie nicht als Teil des unbezahlten* Urlaubs konsumieren.
...aber wohl nicht nur, weil ich grad die Verkühlung habe. Ehrlich gesagt, habe ich gerade den perfekten Punkt der Entspannung erreicht. Mit dem Kopf nicht mehr in der alten Arbeit, aber noch nicht in der Fadesse und dem Hunger nach der Neuen.

Nunja, Babyschritte. Heute konzentriere ich mich auf den Husten, und ab Montag wieder auf den geregelten Alltag.

- BM out -

(*immerhin bin ich nicht beim AMS gemeldet)

Im Frühjahr 1999 musste ich mich um eine Stelle für das Pflichtpraktium der Schule umschauen. Dabei hatte ich ein Gespräch bei einem Hotel auf der Wagramerstraße und wurde abgelehnt. Sie hatten bereits alle Praktikumsstellen vergeben. Das war nicht schlimm, schließlich bin ich stattdessen für 3 Monate nach England gegangen.

Seither habe ich noch nach jedem Vorstellungsgespräch eine Zusage bekommen. Nicht immer zu den von mir gewünschten Konditionen. Nicht jedes davon habe ich angenommen. Aber immerhin.

Am Montag hatte ich ein Vorstellungsgespräch (die bisher einzige positive Antwort aus 12 Bewerbungen). Eigentlich wollten sie sich übernächste Woche melden, aber ich habe bereits gestern eine eMail erhalten (bin ja zur Zeit in England und telefonisch nicht erreichbar), dass sie mich einstellen würden.

Meine Gehaltsvorstellung erreichen sie leider nicht. Die war schon unter dem angesetzt, was ich zuletzt verdient habe.
Es spielt wahrscheinlich keine Rolle, da ich früher mit etwa dem gleichen Gehalt ausgekommen bin.
Muss das, sobald ich daheim bin, mal mit den Kontobewegungen (exklusive der exzessiven Sonderkosten der letzten Monate ^^) vergleichen...

Aber immerhin. Die Erfolgsquote hält.

- BM out -

Es ist wahrscheinlich nicht der richtige Ort um das hier festzuhalten. Aber es ist mein letzer Arbeitstag und ich will diese Liste nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Ohne internes Ranking meine schlimmsten Projekte der letzten 3 Jahre:
  • cA Panobinostat
  • Hyperlipidämiemanagement
  • Infektiologiecoach (zugegeben meine Schuld)
  • prädiktive Biomarker
  • NOAKs in der Praxis
Auf das ich mir auch in 5 Jahren noch diese Liste ansehen und den Kopf schütteln kann :)

- BM out -

Wie ich ja schon erwähnt habe hat auch mein Chef bereits gekündigt. Genaugenommen Ex-Chef, da er am Montag seinen letzten Arbeitstag hatte.
...und nun steht er uns extern als Contractor zur Verfügung.
Was ich besonders spannend finde, da ich von ihm ein Projekt übernommen habe und er nun erst Recht vieles davon abwickelt, dass ich selbst nicht erledigen kann.

Und es hat was surreales, dass ich nun von ihm Angebote einhole und ihn dann damit beauftrage. Unser Umgang war nie wirklich streng hierarchisch, aber im Grunde bin ich jetzt als sein Auftraggeber doch über ihm angesiedelt und stelle die Forderungen.

Gewöhnungsbedürftig.

- BM out -

fruit flies like a banana."

Anyway. Die Zeit ist jetzt ziemlich husch-husch durch die Woche gallopiert. Ist mir bestimmt nur so vorgekommen, da ich Urlaub hatte und es - wie üblich - grad kaum glauben kann, dass ich morgen wieder ins Büro muss/darf/kann/soll...
Wo ist die Zeit hin?

Ich hatte keine massiven Pläne für die Woche.
Ein paar Punkte hatte ich, wofür die Extra-Zeit gut nutzbar gewesen wäre. ... bei der AK was nachfragen, durch Möbelhäuser gondeln, auf der alten Donau kajaken, in der Wohnung ein paar Arbeiten (nachweißen, Boden einlassen, etc) erledigen.
Ich habe natürlich nichts davon gemacht. :D

Ich habe nicht mal den Wecker für diese Woche um- oder gar ausgestellt, sprich ich bin jeden Tag ganz normal aufgestanden. ...aber ich kann echt nicht sagen, was ich gemacht habe. Ich habe zumindest mal nicht das Buch ausgelesen, das ich mir bereitgelegt hatte. Ich habe keine Extrazeit mit Videospielen verbracht (bin abends eigentlich beim zocken immer schnell eingeschlafen ^^). Ich war zwar auch untertags viel müde, aber ich habe die Urlaubsstunden definitiv nicht verpennt.

Ich schätze Mal, dass von euch auch keiner weiß, womit ich tatsächlich diesen Urlaub verbracht habe?

- BM out -

Einige der interessantesten Stellenangebote die ich zuletzt gefunden habe, sind auf englisch verfasst und erwarten sich dementsprechend auch die Bewerbungsunterlagen auf englisch. Etwas das mir bislang gefehlt hat.
Heute hab ich mich hingesetzt und diese Unterlagen erstellt.
Den CV zu übersetzen war ja keine große Hexerei.
Aber mein Lebenslauf umfasst auch einen Sideletter der meinen beruflichen Werdegang darstellt. Da der nicht soooo linear ist und vermeintliche Lücken enthält, ist es mir wichtig hier die Zusammenhänge darzustellen.

Für diesen Sideletter habe ich jetzt etwas mehr Zeit gebraucht, da ich ihn nicht einfach 1:1 übersetzen wollte. Ich habe ihn auch etwas umgeschrieben und da die kürzere Satzstruktur mir auch etwas zusätzlichen Platz geboten hat, entsprechend ausformuliert oder ergänzt.

Mir gefällt die englische Fassung also um einiges besser als die deutsche. Vor allem da ich ein wenig Humor rein bringen konnte, was mir in den deutschsprachigen Unterlagen abgeht.

Hm ... deutscher CV und engl. Sideletter als Mix? Gleich immer nur die engl. Unterlagen verschicken? Den deutschen Sideletter komplett neu verfassen?
Das sind ja gleich 3 Neins auf einmal. Das geht nun wirklich nicht...

- BM out -

Ab auf die Karriereleiter - Geld muss sich vermehrn.
Ich war Ende letzten Jahres sehr unzufrieden in der Arbeit, da ich den Eindruck hatte, dass ich einfach nicht gut genug bin. Egal wie viel Zeit und Energie ich hineingesteckt habe, meine Projekte wurden nicht fertig, mein Arbeitsvolumen nicht weniger und die Erfolgsmomente blieben aus.
Ich war bereit zu kündigen, wollte aber mein Team - denn das war das einzige was mich noch hielt - nicht einfach ohne Vorwarnung im Stich lassen. Hätte ich Ende Dezember gekündigt, wäre ich mit Resturlaub und Plusstunden im Jänner ungefähr 3 Tage ins Büro gegangen.

Also habe ich Anfang Dezember das Gespräch mit meinem Chef gesucht, um es anzukündigen und dem Unternehmen einen Vorsprung zu geben, sich jemanden Neuen zu suchen. (Die Firma ist meiner Meinung nach nicht sehr flott in dem Punkt.)

Es folgten 3 Gespräche im Dezember und 2 weitere Anfang des Jahres. In den ersten Gesprächen ging es gar nicht so sehr darum mich vom gehen abzuhalten. Es waren im Grunde private Gespräche, die beidseitig aus dem sogenannten Nähkästchen geführt wurden.
Die Kernaussage meines Chefs war: Man kann nicht vor sich selbst weglaufen, und ich würde mich mit dem Gefühl des "es reicht nicht" wohl wieder treffen - egal wo ich hinginge.
Ich stimme der Aussage im Bezug auf mich weiterhin nicht komplett zu, aber die Botschaft war nicht unwichtig und so bin ich geblieben. Es gab Ideen zur Weiterentwicklung, sowohl von mir als auch der Abteilung und die wollte ich mir ansehen.

Stress ist schlecht - jetzt mal in echt.
Bei den beiden Gesprächen 2015, von meinem Chef initiert, ging es darum, dass ich etwas finde, dass mir die Energie zurück gibt, die ich in die Arbeit steckte. Ihm war klar, dass ich mich so nur 'ausbrennen' würde und die Lust an der Arbeit komplett verlieren würde.

Mein Ausweg war letztlich einfach weniger Energie in die Arbeit zu stecken. In dem ich aufhörte Überstunden zu machen, nicht mehr abends oder gar am Wochenende von daheim aus zu arbeiten.
Interessanterweise stellte ich bald fest, dass im übertragenen Sinn nicht mehr oder weniger Arbeit liegen blieb. Arbeit bleibt liegen, weil mehr zu tun ist als Zeit dafür da ist. Punkt. Nur dass ich nun nicht mehr das Gefühl hatte, dass ich zu wenig tat, da ich einfach genau soviel Zeit und Energie hinein gesteckt habe, wie vorgesehen war.

Diese "Whatever"-Haltung war unglaublich erleichternd. Seit Februar habe ich über 40 Plusstunden abgebaut.

Lage peilen - und dann mal sehn.
Dennoch war mir klar, dass ich so nicht 'ewig' weiter arbeiten wollte. Besonders die Gespräche mit meiner Arbeitskollegin, die aus anderen und "besseren" Gründen unzufrieden war, haben meinen Entschluss zu gehen gefestigt. Ziel: Herbst 2015 umschauen und gehen, um 2016 nicht mehr dabei zu sein.

Alleine schon weil mir klar war, dass spätestens wenn sie weg war, die aktuelle Gruppendynamik nicht mehr vorhanden sein würde, und das großartige Team für mich weiterhin eine Motivationsquelle war.

Und dann kamen die letzten Wochen.
Während meines Urlaubs hat mein Sitznachbar gekündigt. Für mich unerwartet, da ihn eigentlich nie die strukturellen und organisatorischen Mängel direkt betroffen hatten und er auch nie was in die Richtung gesagt hat. Aber ein Kunde hatte ihm ein tolles Angebot gemacht, und (wie ich behaupte) eine Scheibtruhe voll Geld hingestellt ;)
Er ist noch bis Ende September im Unternehmen (wobei ich ihn dank Resturlaub und Zeitausgleich wohl im September nicht oft sehen werde).

Mein Abgang im Herbst war damit für mich klar. Meine Kollegin ging sogar so weit zu sagen "Selbst wenn ich dann nix Neues habe, schleich' ich mich."

Und jetzt: BÄMM!
Mein Chef hat vor 2 Wochen seinem Vorgesetzten einen Vorschlag für die organisatorische Weiterentwicklung gemacht und auch Bedingungen unter denen er weitermacht. In meinen Augen sind seine Vorschläge sinnvoll und zielführend und würden wieder ein spannendes Arbeitsumfeld generieren.
Der "Gegenvorschlag" den ihm unser Resort-Leiter letzte Woche vorgestellt hat war im Prinzip das genaue Gegenteil und auch ein Szenario unter dem ich es mir nicht mal vorstellen könnte weiterzuarbeiten, wenn die Situation nicht so wäre, wie sie gerade ist.

Mein Chef ist kein Freund "leerer Drohungen" und hat nun gekündigt. Er ist im August 3 Wochen auf Urlaub und kommt pünktlich für seinen letzten Arbeitstag zurück ins Büro.

Stress ist schlecht - jetzt mal in echt.
Damit ist für mich das Thema abgehakt. Ich kündige nun am 10. August (da kommt unser Resort-Leiter aus seinem Urlaub zurück) und bin somit ebenfalls Ende September bei der Tür raus.

Nicht nur, dass mit dem bereits fixierte Abgang der Beiden das Team komplett dahin ist, würde sich die Arbeitslast des 4. Quartals großflächig auf meine Schultern verteilen. Gepaart mit der geplanten organisatorischen Rückentwicklung käme ein Bleiben einem körperlichen wie mentalen verheizen gleich.

Die nächsten Wochen werden wohl so und so ein ziemlicher Horror. Nicht nur, weil ich bis Mitte August die Rund-um Urlaubsvertretung für fast alle Kollegen bin und bei mir sehr viele Fäden zusammenlaufen. Ich habe 3 Sonderprojekte die im September fertig sein müssen. Mal abgesehen davon, dass ich meinen Bereich so sauber wie möglich übergeben möchte (was unter den Umständen eine lächerliche Aussage ist.)

Die Welt wird sich trotzdem noch drehen.
Die Stimmung im (Rumpf-)Team ist dafür gerade großartig. Galgenhumor.

Noch weiß niemand außerhalb der Abteilung das Ausmaß der aktuellen Entwicklungen. Daher bekommen wir laufend Projekte, Termine und Aufgaben für den Herbst rein und schauen uns dann nur an und lachen laut. Keinen von uns interessiert es wirklich.
Wir haben keine Ahnung was es für die Abteilung (/den Geschäftsbereich) bedeutet, wenn es mit einem Schlag fast komplett verschwindet. Es ist auch nicht wirklich unser Problem, aber es ist kaum vorstellbar was die Auswirkungen sind..

Nicht ganz so lustig ist das Ganze für unseren verbleibenden Kollegen. Mit Familie, neugekauftem Haus und knapp 10 Jahren im Unternehmen ist er nicht so flexibel. Er witzelt zwar drüber, aber es ist eine echt unangenehme Situation. Vielleicht kann er ja aus dem was rausholen und sich wenigstens von der Firma seine Treue in Gold aufwiegen lassen...

Denn auch wenn ich die konkreten Pläne meiner Kollegin (die gerade in Kanada urlaubt) nicht weiß, gehe ich davon aus, dass sie ebenfalls so schnell wie möglich kündigt. Über die Situation habe ich sie zumindest informiert.

Ruhig angehn!
Mein Entschluss so kurzfristig zu kündigen ist mir natürlich nicht leicht gefallen. Die Entscheidung am Wochenende ging auch sofort damit einher, dass ich meinen Lebenslauf und den Sideletter aktualisiert habe. Ich war beim Fotografen für ein aktuelles Foto (bei dem ich bei genauerer Betrachtung nicht in die Kamera schaue...) und habe 15 Lesezeichen auf karriere.at markiert.

Doch jetzt nach etwas durchschnaufen habe ich festgestellt, dass ich keine Hektik an den Tag legen brauche. Da ich im Oktober 4 Mal nach England fliege und somit dauernd lange Wochenenden oder auch dazwischen Urlaubstage brauche, kann ich gar nicht vor dem 1. November eine neue Stelle antreten.

Nach den beiden kommenden Monaten (und wenn sie auch nur halb so schlimm werden, wie ich es mir gerade vorstelle), werde ich sowieso eine Pause brauchen.
Beim letzten Wechsel bin ich am Samstag beim alten Arbeitgeber raus und am Montag beim Neuen rein. Ich durfte nicht mal meinen Resturlaub konsumieren, konnte meinen Kopf gar nicht für den neuen Job frei machen. Das möchte ich gar nicht nochmals so handhaben.

Tja, und da ich wohl sowieso keine Zusage für eine Stelle bekomme, die ich erst in einem viertel Jahr (klingt dramatisch!) antreten kann, werrde ich nun die Jobsuche ...ähm... ruhig angehen.

- BM out -

PS: wenn jemand von einer passenden Stelle hört: Ich bin jung* und brauch das Geld.
(*in Erdzeitaltern gemessen)

 

twoday.net AGB

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