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Gekochtes

Zur besseren Anschauung hier die erwähnten Back-Herausforderungen in ihrer vollen Pracht und im Anschnitt.

Die Schokobombe:
Bombe
Bombeanschnitt

Die Mouse au chocolat Charlotte
charlotte
charlotteanschnitt


Die ...äh.. Nutellacreme-Zikkurat
Zikkurat
Zikkuratanschnitt

- BM out -

Backen ist nicht so mein Ding. (Referenz #1 "Erdbeer-Basilikum-Roulade")
In der Schule waren Desserts zwar auch am Lehrplan, aber halt mehr im Bereich von Parfaits, Tartelettes oder filetiertem Obst. Einfach einen Kuchenteig anrühren und ins Rohr schieben? Viel zu banal für eine HBLA.
Meine Freude am Kochen ist somit nie aufs Backen übertragen worden.

Rezepte sind für Anfänger
In meinem privaten Küchenleben hat das backen keinen Einzug erhalten, da ich nicht gerne wiege und messe und Rezepte studiere und befolge. Außerdem war es in meiner alten Wohnung gar nicht möglich: das Backrohr konnte keine konstante Temperatur halten (hat quasi "endlos" geheizt). Bei einem Auflauf oder Braten kein so großes Problem, aber Kuchen sind da scheinbar heikel.
Ich hatte auch sehr lange keinen Mixer. Der den ich jetzt besitze, ist eigentlich ein Geborgter, den ich nie zurückgegeben habe ;)

Außerdem gab es was das Stillen von Kuchen-Gusto anging halt auch andere Kandidaten, wie Großmütter, Mutter und Freundinnen. (Klischee, Klischee)
Gerade in der Zeit als ich mit der Frau Whitemage zusammen war, habe ich mich gerne um das 'richtige' Essen gekümmert und sie hat für Muffins, Brownies, etc gesorgt. Das einzige Dessert dass ich mir angeeignet hatte, war das Tiramisu. Das wiederum habe ich 'gemeistert' und kenne einige unterschiedliche Varianten davon.
Versuche etwas anderes zu erstellen waren immer eine mittlere Katastrophe. (Referenz #2 "Caramel-Cheesecake")

Mit der "neuen" Wohnung, der damit verbundenen neuen Küche und dem genauso neuen, darin stehenden Backrohr, bin ich zumindest um die Backrohr-Ausrede umgefallen. Was auch egal war, denn ich hatte ja eh kein großes Interesse daran zu backen.

Umgang mit zweifelhafter Gesellschaft
Im "neuen" Job wiederum gab es dann eine Kollegin die auch ohne Anlass mal Kuchen gebacken und mitgebracht hat. Das habe ich quasi als Inspiration dafür genommen, um einen Blechkuchen mit Rhabarber zu machen. Ich liebe Rhabarber-Kuchen ...aber eben 1 Stück nur für mich zu backen, war nie eine Option. Die Idee ein Blech zu machen, mir mein Stück zu sichern und den Rest unter den immer hungrigen Kollegen zu verteilen war ...eine Erleuchtung.
(Außerdem wollte ich da nicht so schmarotzerhaft immer Andreas Kuchen essen und nie was zurück geben.)

Es ist wahrscheinlich nicht nur beim Kochen so, aber wenn ich etwas probiere und das Ergebnis passt nicht zu meiner Vorstellung/Erwartung, dann wiederhole ich es. Und wiederhole ich es. Und wiederhole ich es ...bis ich das Gericht so hinbekomme wie ich will. Gulasch war so etwas, wo ich schon geglaubt habe ich kotze mich an, wenn ich noch ein Mal Gulasch essen "muss". Das habe ich über wenige Wochen hinweg alle paar Tage gekocht. ;)

Der erste Rhabarber-Kuchen war gut ...aber nicht so gut wie ich wollte. Und Rhabarber war noch über. Genug für 2 weitere Blech... Rhabarber-Kuchen als Einstiegs-Droge. Das hört man auch nicht oft.

Jedenfalls wurde ich von den Kollegen nun also aufgefordert öfter Kuchen mitzubringen. Als die backende Kollegin Anfang des Jahres das Unternehmen verlassen hat, wurde mir quasi der Kochlöffel als Staffel weitergereicht. Als Freund von Anerkennung, Lob und Dankesworten ist mir da nicht viel übrig geblieben, als diesem Wunsch nachzukommen.

Einem alten Hund bringt man keine neuen Tricks bei
Wie gesagt bin ich kein großer Rezept-Leser und mit inadäquatem Werkzeug ausgestattet. Einen Plastikbecher mit Markierungen für Liter-Angaben (und kryptische Oz's) habe ich zwar schon immer, und mittlerweile auch einen Teigspatel, aber die Küchenwaage verweigere ich standhaft.

Ich verwende Rezepte um die nötigen Zutaten und ungefähren Mengenverhältnisse zu erfahren und dann lege ich einfach los. Mittlerweile weiß ich ja auch, welche Konsistenz für welche Art von Kuchen ich brauche und bin mir sicher, dass meine Schätzungen wie viel Mehl noch in einem Päckchen ist, recht akkurat sind.

Unvermeidlich habe ich also mit meiner typischen "trial & error"-Methode doch noch das Backen gelernt.

Die sportliche Herausforderung
Und ebenfalls typisch für mich habe ich mich natürlich nicht mit Rhababer-Blechkuchen und einem Rührkuchen in der Kastenform zufrieden gegeben.
Mit einer der Mutter abgeluchsten Springform habe ich die Mohntorte erobert. Dann die Schokotorte unterworfen. Nachdem ich eine Schokobomben gezündet und eine Mouse au chocolat-Charlotte erklommen habe, war nun mein letzter Akt die Errichtung einer mit Nutella-Creme gefüllte Zikkurat* die meine Glorie für die Nachwelt festhalten sollte. (Okay, eine zweistufige Torte keine Zikkurat, muss aber als Monument reichen.)

Mein Problem ist halt nicht nur, dass ich eigentlich nicht gerne backe. Ich will auch nicht an mir selbst gemessen werden. Ich will nichts noch mal machen und dann hören "Das letzte mal war es besser.". Und nach all den aufwändigen Torten zum einfachen Rührkuchen zurück zu gehen, scheint mir vergebene Liebesmüh zu sein.

eigner Herd ist Goldes Wert
Als ich nun in der Arbeit verkündet habe, dass ich nun endgültig genug habe von der Backerei und ich mir selbst bewiesen habe, dass ich es kann, kam natürlich große Enttäuschung und Protest auf.

Ganz bin ich das Thema nun noch nicht los. Im November feiert eine Freundin (und begeisterte Mohntorten-Esserin) Sponsion und ich habe ihr im Wahn versprochen, sie bekommt eine Mohntorten-Schultüte zu backen (mehr eine Frage der Ingenieurskunst denn der Zuckerbäckerei). Außerdem hat die mir gegenübersitzende Kollegin mir Gewalt angedroht, wenn sie nicht zu ihrem 30er nächstes Jahr etwas Gebackenes bekommt.

Außerdem bedeutet es natürlich auch, dass ich nicht mehr einfach so einen Rhababer-Kuchen bekomme. Oder einen Schokokuchen. ...und ich hab da mal ein tolles Rezept für Schoko-Cookies bekommen.

Nunja, vielleicht brauche ich mal wieder das Lob. Besser ich halte mir das Backrohr warm...

- BM out -

Heute bin ich endlich dazu gekommen, den kleinen Hokkaido, den mir meine Mum vor 2 Wochenden geschenkt hat, zu verarbeiten. Selbstverständlich sollte daraus eine Kürbiscreme-Suppe werden. Leider habe ich nicht daran gedacht, ihn zu fotografieren, bevor ich mit der Arbeit losgelegt habe. Der Rest des Vorganges ist aber immerhin dokumentiert.

Meine Damen und Herren, ich präsentiere "BM macht Suppe."


Der ausgehöhlte Kürbis. Das ging wesentlich einfacher als ich dachte. Ich habe ihn mit einem Löffel ausgeschabt.


Der Kürbis weiß: nur die inneren Werte zählen.


Der BM wusste nicht: der Kürbis hat aber ganz schön viele Kerne. Das fasrige Fruchtfleisch von denen zu trennen war ne Futzelei.


Der Topf bei der Arbeit: schön ruhig dünsten :)


"So, ich habe das schon mal vorbereitet..." (viele Stunden später, pürriert und legiert)


Asche zu Asche, Staub zu Staub, Kürbissuppe zu Kürbis. Es wird angerichtet.


Es wird verziert: ein Stern aus Kürbiskernöl.


Und geröstete Weißbrotwürfel oben drauf. Da hätte ich mir eigentlich den Stern erspart...

Es war meine erste selbstgemachte Kürbiscreme-Suppe. Und ich bin sehr froh, dass das mit dem 'im Kürbis servieren' so super geklappt hat. Die Suppe war nur von der Konsistzen her nicht wirklich cremig genug, und auch geschmacklich nicht wirklich so kürbisig wie ich das gewohnt bin. Kann aber auch am Kürbis gelegen haben, der hat von Anfang an nicht nach Kürbiscreme-Suppe gerochen.
Lecker was dennoch :)

- BM out -

Soutieren, garen, dünsten, überbacken, anbraten, grillen ...ich koche gerne. Stundenlange vorher Zutaten schneiden. Kein Problem, das gehört dazu.
Überlegen welche Gewürze dazu passen, abschmecken, experimentieren ...ich stehe wirklich gerne in der Küche.

Mit einer Ausnahme.
Ich hasse backen.
Backen ist für ... ach, ich will niemanden beleidigen.

Meine Küche ist das absolute Schlachtfeld. Ein Chaos sondergleichen. Und wer meine Küche kennt, weiß dass das was heißt. Besonders ärgerlich daran ist, das ich für das Backen die Küche vorher extra in einen tipp-topp-Zustand versetzt habe.

Was habe ich davon? Der Biskuit ist zu dick, die Füllung nicht fest, und ich habe eine fette Verbrennung am rechten Wadel. Überall (keine Übertreibung, leider...) ist Staubzucker (den ich auch noch extra gekauft habe). Die Dreckssauce hab ich auf Arbeitsfläche, Boden, fast jeden Drum Geschirr und auf und im Kühlschrank picken.

Will wer das Rezept?

- BM out -

Wenn Brot aus Getreide gemacht wird ...warum ist meines dann pelzig? :- /

- BM out -

Sicherlich ganz nett bei diesem Wetter:
ein heißer Ofen


Eindeutig nicht so toll bei diesem Wetter:
ein heißer Ofen


Warum koche ich überhaupt was bei der Hitze? Da ist ja sogar ein frischer Salat ne warme Mahlzeit...

- BM out -

Die letzten knapp 10 Tage hatte ich immense Probleme damit zu meiner gewohnten Zeit aufzustehen. Was ein interessanter Kontrast war, zu den 2 Wochen davor, wo ich immer schon ne Viertelstunde vorm Weckerläuten wach geworden bin.

Die letzte Woche wiederum, hab ich mich wirklich immer nur aus dem Bett gequält, mich durch Sirup bewegt, bin nicht mehr zum Frühstücken gekommen, mir auch ein Mittagessen herrichten schon gar nicht. Es war alles furchtbar anstrengend. Wahrscheinlich hängt das auch mit der Tatsache zusammen, dass ich meine Mittelohrentzündung mit mir rumschleppe.

Gestern, kurz vorm Schlafen gehen, fällt mir plötzlich ein, dass ich zwar extra einkaufen war, um mir ein Mittagessen vorzukochen ...aber komplett darauf vergessen habe. Die einzige praktikable Lösung (wenn ich das eingekaufte nicht im Mistkübel versenken wollte) war es nun also, heute bereits früher aufzustehen. Mutig hab ich den Wecker auf 6:30 gestellt.

Und habe es tatsächlich um 6:40 geschafft im Halbschlaf in die Küche zu wanken, und das Tagewerk zu beginnen.
Das ich nun, eine Stunde später, gemütlich vorm Laptop sitzen kann, zeigt also, dass die Aktion ein Erfolg war.

1) Habe ich ein fertiges Mittag essen,
2) bin ich fertig gewaschen und angezogen
3) habe ich jetzt noch Zeit, zum ersten Mal seit über einer Woche, gemütlich daheim zu frühstücken.

Vielleicht sollte ich meinen Morgen allgemein um diese halbe Stunde nach vorne verlegen. Kann ja sein, das mein Biorhythmus auf das anspricht. Immerhin bin ich, trotz des bescheidenen Wetters, recht gut gelaunt.

Achja, gekocht habe ich etwas, dass sich "Karottenfleisch" nennt. Davon habe ich letzte Woche im TV-Programm meiner Oma gelesen. Ich habe zwar total vergessen, wie das Rezept nun wirklich gelautet hat, aber ich improvisiere in der Küche ja eh viel lieber. Mein Karottenfleisch schmeckt großartig ... wer weiß, wie das aus der Fernsehzeitung geworden wäre..

- BM out -

Bevor es wieder zu Missverständnissen kommt, oder jemand meint ich würde nicht genug über meine Küchengerätschaften sprechen:
Ich habe eine neue Pfanne. 3fach beschichtet, 28cm Durchmesser, beim Hofer für 19.99 €.
Ihr seht, ich habe keine Geheimnisse!

- BM out -

PS: Nein, Rememberme ..schlag mich nicht! ;)

Tja, da denkt man, dass man eh schon sein gesamtes Leben vor der versammelten Internet-Userschaft ausbreitet, und dann gibt es immer noch WICHTIGE INFOS die nicht kommuniziert werden.

Da ich gestern dafür gerügt wurde, hier nun ein WICHTIGES (und scheinbar überfälliges) Update:

Ich habe seit Monaten wieder einen Topf zum Reis Kochen. Günstig beim IKEA gekauft, falls es wer genau wissen will.

Aber ne neue Pfanne wäre toll, falls sich jemand nun neue Gedanken machen möchte. Die entsprechende Person weiß schon, dass sie angesprochen ist ;)

- BM out -

Für alle die sich kulinarisch vom Leben verabschieden wollen empfehle ich folgendes:

Reis kochen. Karotte kochen dann in kleine Stückchen schneiden. Hühnerfleisch in kleine Stücke schneiden dann kochen. Alles zu einem Brei vermengen und wenig(!) salzen.

Es ist doch unglaublich wie fad und langweilig Essen schmecken kann. Wie nichts sagend sowas sein kann. Klar, wenn man so ein Stück Karotte genüsslich zerkaut, dann schmeckt man schon ein gewissen Karotten-Aroma. Und gekochtes Huhn schmeckt schon irgendwie ..huhniger. Aber das ganze ist einfach ein Trauerspiel.

Das großartige dran ist ja, das ich gestern nur Reis mit gekochter Karotte gegessen habe, und darauf beschlossen habe, lieber hungrig zu bleiben als mehr zu essen. Und heute wollte ich das ganze mit dem schongegarten Huhn ..aufpeppen - und es wird schlimmer.

Ich glaube diesem Rezept kann man in der selben Manier endlos Zutaten hinzufügen. Die Masse wird nur mehr. Sie wird nicht geschmackvoller, interessanter, abwechslungsreicher. Sie wird lediglich gleichmässiger, unvertilgbarer, uninteressanter. Natürlich supergesund und leicht zu verdauen, der perfekte Nährschleim für das Leben.

Vor zig Millionen Jahren muss das Leben in so etwas ähnlichem begonnen haben, wie meinem heutiges Mittagessen. Oh warts nur ab, du vermaledeiter Verdauungstrakt ... dir werd ich zeigen, wie man bei uns kocht!

- BM out -

 

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