das andere
Fiktion
Gearbeitetes
Gebautes
Geduschtes
Gefundenes
Gehörtes
Gekochtes
Gelesenes
Gelistetes
Gequotetes
Geschriebenes
Gesehenes
Gespieltes
Gestandenes
im Suff
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
icon

 

Gestandenes

Bin eben zum zweiten Mal mit dem Lift zur U2 Station Schottenring runtergefahren. Das andere Mal ist eine Weile her, aber da war es auch sehr warm. Es war definitv später und ich hatte mehr getrunken als heute. Heute war ich aber alleine und es stand mir kein schmerzlicher Abschied am Bahnsteig bevor.
Das letzte Mal war trotzdem besser.

-BM out -

Ich gehöre ja zu der Kategorie Leute, die Schokolade und Co als „Seelentröster“ bezeichnen. Besonders während des Winters, den ich meist eher schlecht verkrafte, sind sie kaum wegzudenken.
Der Winter vor 2 Jahren (also 2015 auf 2016) war da besonders schlimm. Da hatte ich im Grunde von Dezember bis April täglich Süßigkeiten am Speiseplan. Wobei da dann auch schon die Gewohnheit neben der Abhängigkeit auf das Schoki-High eine (ge)wichtige* Rolle gespielt hat.
Gepaart mit dem Radunfall im Frühjahr, der mich meine (üblicherweise einzige) sportliche Betätigung gekostet hat, hat sich das schon ordentlich ausgewirkt. Also eine Kleidergröße rauf.

Ich lasse mal außen vor, dass ich seit 3 Jahren monatlich die Mitgliedschaft eines Fitnesscenter zahle, das ich schon fast genauso lange nicht mehr von innen gesehen habe.

Als die letzte Wintersaison angerollt gekommen ist, war mir klar, dass die Seelentröster-Hardcore-Variante nicht nochmal geht. Und so habe ich ganz bewusst einen großen Bogen um Schokolade gemacht und später auch dem Kuchen zum sonntäglichen Kaffeehaus-Besuch (meist) eine Abfuhr erteilt.
Manche waren der Meinung, dass wir einen milden Winter hatten …das kann ich nicht bestätigen.

Am Samstag habe ich erstmal eine Jean angehabt, die ich vor 2 ½ - 3 Jahren gekauft und, in dem blinden Vertrauen, dass ich schon irgendwann wieder reinpassen werde (zB weil ich doch mal die Innenausstattung des Fitnesscenter prüfe, wenn ich sie schon finanziere), im Kasten behalten habe.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass das mit einem Schoki-High mithalten kann. Es ist aber fein, dass es sich in dem Sinn bezahlt gemacht hat, dass ich es mir habe schlecht gehen lassen. Und in der Jean kann ich zumindest im Moment kurz vergessen, dass die Zeit ohne Trostspender nicht vorbei ist, wenn ich sie anbehalten will.

- BM out -

*Sorry, wenigstens einer musste sein.

Als Kind und Jugendlicher hatte ich panische Angst vor Spinnen. Ich habe Ihnen nicht nur hohe Intelligenz sondern auch Rudelverhalten unterstellt. Wild Dinge in ihre Richtung zu werfen und kreischend davon zu laufen, war meine Standard-Reaktion, wenn ich eine Spinne gesehen habe. …in einem Einfamilienhaus am Stadtrand also ca. 2 Mal täglich.

Mit 17, 18 ist es mir dann zu blöd geworden und ich habe mich den Spinnen gestellt. Statt zu kreischen habe ich die Luft angehalten. Statt wegzulaufen bin ich stehen geblieben. …und siehe da: sie haben sich nicht von den Wänden abgestoßen um auf mich zu springen.

Ich will nicht behaupten, dass ich von heute auf morgen diese Arachnophobie abgeworfen habe. Irgendwann war es aber nicht mehr nur so, dass ich keine Angst vor ihnen hatte, sondern ich auch kein Problem damit habe sie anzufassen, zB um sie ins Freie zu setzen.
Wenn ich jetzt eine Spinne in meiner Wohnung sehe, verstehe ich das sogar und setze sie nicht aus. Selbst in meiner ungeheizten Wohnung ist es zur Zeit angenehmer als am Fensterbrett.

Das war es dann eigentlich mit der Angst bei mir.
…für die nächsten 10-15 Jahre.

Denn in den letzten Jahren hat sich ein Set an Ängsten entwickelt, das eigentlich ins Kinderzimmer gehört. Ich glaube, dass sie ‚ironisch‘ begonnen und sich dann ernsthaft manifestiert haben.

Im Besonderen die Erwartungshaltung, dass jemand unter meinem Bett liegt und nach mir greift, wenn ich zu Bett gehen will.
Wenn ich das Leintuch wechsle und dafür die Matratze hebe, bin ich stets darauf vorbereitet, dass jemand drunter liegt und mich anstarrt (ich habe keine Ahnung wie ich reagieren würde, wenn es tatsächlich mal eintritt).

Auch sehr spannend ist, dass ich immer darauf vorbereitet bin, dass jemand im Keller auf mich lauert, wenn ich nachts in die Waschküche gehe. (Die beste Zeit um die Wäsche zu waschen ist offenbar nach 21h, wenn niemand deine Hilfeschreie im Keller hört). Vor allem wenn ich die Wäsche aus der Waschmaschine räume und in den Wäschekorb (der bei mir eine IKEA-Tasche ist) lege, und somit der Tür für mehrere Minuten den Rücken zukehre, rechne ich damit, dass jemand dort steht, wenn ich mich umdrehe. Keine Ahnung wie ich reagieren würde, wenn das wirklich passiert.

Das sind Ängste die so irrational sind, dass ich über sie lachen muss. Außerdem vertreibt Lachen natürlich die Furcht.

Anders verhält es sich aber mit der Form von Klaustrophobie die ich scheinbar habe, seit ich vor einigen Jahren für einen MR-Scan in diese Röhre geschoben wurde.
Nicht bloß, dass in der Röhre nur wenige Abstand zu meinen Schultern war, hatte ich einen „Käfig“ um den Kopf damit dieser sich während des Scans nicht bewegt. Ich hätte also nicht mal aus der Röhre kriechen können.
Die aufkommende Panikattacke im MR-Gerät habe ich damals dank Atmungskontrolle gut in den Griff bekommen. Man hat da zwar einen Drücker in der Hand, mit dem man signalisieren kann, dass man raus möchte – aber mir waren in dem Moment 2 Dinge klar:
1) wenn ich den Knopf drücke und nichts passiert, raste ich da drinnen komplett aus.
2) wenn ich den Knopf drücke und die mich rausholen, muss ich später wieder rein und das Ganze beginnt von vorne.

Seither ist die Vorstellung von solchen Situationen für mich furchtbar. Wenn sich jemand in Filmen durch enge Schluchten oder ähnliches schiebt oder schlimmer noch in eine dunkle Höhle kriecht, beginnt mein Herz zu rasen. An den Film „Buried“ wo Ryan Reynolds lebendig begraben wird, darf ich gar nicht denken.
Als die Protagonistin des Buchs das ich gerade lese, durch eine Röhre kriecht (und dann auch noch an irgendwas hängen bleibt), musste ich das Buch aus der Hand legen und habe ernsthaft überlegt die nächsten Seiten zu überspringen.

Ich bin nicht sicher, ob ich davor großer Fan von dunklen und engen Plätzen war. In Neuseeland habe ich jedenfalls freiwillig und mit Freude eine Höhlenwanderung gemacht, bei der wir auch durch niedrige und dunkle Tunnel kriechen mussten. Das sagt mir, dass ich das Problem mit Mitte 20 noch nicht hatte, denn heute müsste ich mich zu sowas wohl überwinden.

Darüber würde ich gerne lachen können. Vielleicht würde das helfen.

- BM out -

Mein Geburtstag kürzlich hat natürlich dazu geführt, dass mir die altbekannte Frage gestellt wurde, wie man sich nun, so um ein Jahr älter, fühlt.
Üblicherweise nicht so anders als am Tag davor. Richtig?

Bereits vor zwei Monaten wurde mir, bei der Geburstagsfeier meines Vaters, von einer Tante mit höhnischem Lachen erklärt „Jetzt gehst dann auf die 40 zu.“.
An der Faktenlage gabs da nix zu meckern, und auch sonst war es mir egal.

Erst als im Zeiterfassungssystem im Büro mein Geburtstag mit (35) angekündigt wurde, ist mir das befremdlich vorgekommen. (35) wie in der Schlagzeile einer Tageszeitung. Irgendwas erwähnenswertes muss da offenbar geschehen.
Der Geburtstag kam und ging und nix außergewöhnliches hat sich da getan.

Bis ich dann letzte Woche mit einem Freund (33) zusammen saß, der eben die Frage stellte „Wie fühlt man sich mit 35?“. Die Frage war nicht mit dem heiteren und es ins lächerlich ziehenden Ton gestellt, wie man es gewohnt ist. Tatsächlich eine Frage auf die es eine Antwort gibt.
Im darauf folgenden Gespräch habe ich dann laut ausgesprochen, was ich mir schon lange gedacht habe.

Denn rückblickend auf die letzten 5 Jahre, muss ich schon sagen, dass sich in meinem Leben nicht sehr viel geändert hat. Schwerwiegender ist jedoch, dass ich das Gefühl habe, dass ich mir das gleiche denken werde, wenn ich dann mit 40 auf die letzten (also noch kommenden) 5 Jahre zurück blicke. In Wirklichkeit lebe ich zur Zeit sogar großteils das gleiche Leben wie mit Mitte 20. Klar, die Wohnung ist größer, ebenso der Kontostand und der Bauchumfang und der Reisepass hat mehr Einträge …aber mein Lebenswandel ist im allgemeinen nicht so unterschiedlich.

Das lamentiere ich hier nicht. Denn ich bin ja damit zufrieden. Ich führe dieses Leben nicht, weil mir ein anderes verwehrt ist oder mir nix anderes einfällt. Es wäre auch seltsam mir zu wünschen, dass ich unzufrieden wäre …aber diese stille Akzeptanz, dass das so passt wie es ist, bedeutet halt auch einen gewissen Stillstand, den ich nicht so toll finde.
Mir mangelt es zugegeben oft am Antrieb, und ich reagiere lieber unter Druck und aus der Not heraus. Doch ich wüsste auch gar nicht, was ich denn groß ändern soll. Klar, ich finde meinen aktuellen Job nicht soooo aufregend, aber es ist auch nicht so, dass ich mir denke, dass ein anderer viel besser wäre. Geschweige denn, welche Richtung das dann wäre, in die ich mich dafür orientieren soll.
Ja, ab und an fände sogar ich es toll nicht alleine zu sein. Es ist mir aber „nicht so wichtig“, als dass ich da jetzt alle Möglichkeiten ausnutzen würde um eine passende Frau zu finden. Es passt ja, so wie es ist.

Am besten sieht man diese Haltung wohl tatsächlich an meiner Wohnung. Ich wohne dort seit 5 Jahren und habe keinen Luster hängen. Die sind eigentlich alle gekauft und stehen im Keller …aber ich kann mir mittlerweile nicht mal mehr vorstellen, meine Russenluster gegen richtige Leuchtkörper zu tauschen. Wie mein Vorzimmer aussehen würde, wenn die Kleiderablage montiert und der Spiegel aus der Plastikfolie entpackt wäre? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. (Alleine weil es inzwischen ein running gag ist.)

Somit werde ich mit 40 wohl immer noch in einer Wohnung ohne Luster sitzen, Filme schauen und Videospiele spielen und mich mit Freunden treffen, deren Probleme ich immer weniger nachvollziehen kann, weil sich ihre Lebenswelt weiterentwickelt hat. Dabei werde ich damit zufrieden sein, was ich habe.

Zum Glück haben wir im österreichischen das Wort „eh“. Dieses „Ja, aber nicht wirklich.“ bildet eine wunderbare Klammer über alles was ich zu sagen habe und wurde für Typen wie mich geschaffen.

- BM out -

Aus irgendwelchen Gründen muss ich gerade an diesen faux-chinesischen Fluch denken „May you live in interesting times“…

Damien Hirst Tigerhai*

1
Vorletzte Woche hat mich eine Arbeitskollegin um meine Meinung gefragt, da ihr Flug nach Miami über Istanbul gehen wird. Kurz nach dem türkischen Putschversuch und dem Anschlag in Nizza war sie wegen ihrer Sicherheit besorgt. Ihre Frage war, ob sie die Möglichkeit zur Umbuchung des Flugs über München oder Frankfurt nutzen sollte.
Meine Antwort war, dass es sie überall erwischen kann und bei dem Aufgebot an Polizei und Militär, das Erdogan in den Städten patroullieren lässt, Istanbul wohl gerade sicherer als Deutschland wäre.

2
In der heutigen Presse am Sonntag war ein Artikel zu Angst ("Wir fürchten vieles - nur meist das falsche"), vor allem der Angst vor einem Terror-Anschlag. In Worten und Grafiken erläutert er, dass die Wahrscheinlichkeit durch ein Attentat zu sterben verschwindend gering ist. Die Angst davor jedoch weitverbreitet.
Neben den großen Todesursachen Herz-Kreislauf (35k) und Krebs (20k) sind selbst die 400 Verkehrsttote im Jahr im Vergleich gewaltig. Jährlich ertinken ca 40 Leute in Österreich - was umgerechnet mehr Tote verursacht als die 200 Tote durch Terror in Europa 2015 gesamt.
Kaum jemand ändert sein Alltagsverhalten gegenüber schwimmen und Autofahren. Währenddessen steckt die Terror-Angst in den Knochen vieler. Sie meiden öffentliche Plätze, Veranstaltungen und beäugen die Mitmenschen kritisch.

3
Letzten November hat Napalm Death in der Simm City gespielt. Nur wenige Tage nach dem Anschlag in Paris waren die Sicherheitskontrollen am Eingang rigoros. Wenn jemand wegen der Garderobenpflicht gemault hat, wurde nur "Denk an Paris." gesagt und jeder Widerstand war gebrochen.
Diesen Montag war Napalm Death wieder in Wien, diesmal in der Arena. Wieder war wenige Tage vorher ein Anschlag auf ein Konzert verursacht worden.
Üblicherweise wird man in der Arena beim Eingang abgeklopft und Taschen werden kontrolliert. Ich hatte daher nicht mit strengeren Kontrollen gerechnet und wurde überrascht. Ich wurde trotz Rucksack gar nicht kontrolliert.
Das ist mir jedoch erst gar nicht aufgefallen.

Erst als ein Typ mit mittel-östlichen Zügen und Kinnbart in der Menge neben mir aufgetaucht ist. Für wenige Sekunden war der Gedanke in meinem Kopf: Moslem - Konzert - keine Kontrollen am Eingang - ...!
Es war lächerlich und ich habe mich auch sofort geschämt.
Sein Bart war nicht viel länger als meiner. Sein schwarzes Shirt genauso einer Metal-Band gewidmet wie meines. In seinen Shorts konnte er noch weniger eine Waffe oder Bombe verstecken, als ich in meinen Jeans.

4
Den Presse-Artikel habe ich dennoch mit einem gewissen Amusement gelesen.
Wenn man mich in dem Moment, im Kaffeehaus sitzend, zu dem Thema gefragt hätte, wäre meine Antwort ganz klar gewesen, dass ich keine Angst vor einem Terror-Anschlag habe. Die bloße Idee. Werde ich mein Verhalten und meine Gewohnheiten ändern? Natürlich nicht. Dann hätten die Terroristen ja bereits gewonnen.

Frag mich aber nicht in dem Moment, wo ein potentieller, radikalisierter Moslem mit Rucksack neben mir in der Ubahn sitzt...
Traurig aber wahr.

- BM out -

* Das Bild war am Cover der Presse. Es zeigt "The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living" von Damien Hirst, wie es in der London Tate Gallery ausgestellt wird. Ein echter, in Formaldehyd schwimmender Tigerhai.

Mit ca 14, 15 war ich (wie fast jeden Tag) bei meinem damals besten Freund, bis ich mitten im Spiel aufgestanden bin und ihm einige Schimpfwörter an den Kopf geworfen habe. Dann habe ich ihm erklärt, dass er sich gar nicht mehr bei mir melden braucht und bin gegangen.
Das klingt hart, aber ich hatte guten Grund dazu: wenn wir zu zweit waren, war alles großartig. Sobald jemand anderes dazu gekommen ist, fand er es nötig, sich auf meine Kosten zu profilieren. So auch an jenem Tag. Und da wir schon öfters darüber gesprochen hatten, dass mir das gar nicht passt, habe ich ohne Reue die Konsequenz gezogen.

Im Laufe der nächsten knapp 20 Jahre habe ich mehrere Freundschaften einschlafen lassen. Da gehören Zwei dazu, das ist nicht so verwerflich. Vor allem dann, wenn ich der aktivere Part der Freundschaft war und es somit an mir lag sich um Treffen und Telefonate zu kümmern, ist das vorgekommen. Wenige Male habe ich auch ganz bewusst nicht mehr auf die Person reagiert, gerade bei jenen, die ich als Energiesauger bezeichne. Ohne schlechtem Gewissen.

Andere Leute habe ich verloren, einfach weil man sich doch mit der Zeit (gerade in den frühen 20ern) auseinander lebt. Das findet man vielleicht im nachhinein Schade, weiß aber auch, dass es ein natürlicher Prozess ist.

Anders jetzt, wo ich eine Freundschaft nicht sanft entschlafen lasse, oder sie mit einem Polster im Gesicht dem entschlafen sanft nähere. Nein, jetzt habe ich (und meines Wissens nach zum ersten Mal) ganz bewusst und brutal eine Freundschaft getötet. Auf sie eingetreten bis sie sich jetzt nicht mehr rührt und wo auch alle Reue der Welt nichts mehr bringt.

Und es macht mich traurig. Unendlich traurig.
Es macht mich auch traurig, dass ich keinen anderen Weg gesehen habe. Einen in dem die Freundschaft eine Chance bekommen hätte sich zu beweisen und weiterzuentwickeln. Manchmal ist es echt schwer erwachsen zu sein, und nicht mehr an Wunder glauben zu können.


Um nochmals auf den Jugendfreund aus der Einleitung zurückzukommen.
Er ist ein paar Jahre später doch wieder aufgetaucht und hat sich entschuldigt. Und er hat Besserung versprochen, die er bis heute hält.

- BM out -

...and it's done.
Wenn ihr mich jetzt kurz entschuldigt.

- BM out -

In wenigen Tagen habe ich Geburtstag. *tröt*

Zuvor dachte ich, dass es ein nichtssagender und langweiliger Geburtstag ist, da er so komplett dazwischen liegt. In der letzten Woche ist mir aber aufgefallen, dass die einstellige Altersanzeige die zweistellige überholt. ...und das gibt dem Ganzen den Eindruck von Geschwindigkeit und Beschleunigung.

Anyway, das ist gar nicht worüber ich schreiben will. Worum es geht ist der Mann der Alles hat.
Hatte ich schon letztes Jahr keinen Wunsch, den ich mir zum Geburstag erfüllen konnte, so ist es heuer noch schlimmer. Ich kann nicht mir Mal eine sowieso anstehende Anschaffung schenken.
Es gibt bestimmt Schlimmeres als mit dem zufrieden zu sein, das man hat. ...aber so ein wenig Sehnsucht wäre auch nicht schlecht.

Von meinem Bruder habe ich so Klacker-Dinger fürs Fahrrad bekommen.
Aus Nostalgiegründen, nicht weil er denkt, dass ich mir damit was anzufangen weiß.
(Da ich sie mir sicherlich nicht aufs eigene Rad draufgeben werde, habe ich nun den Plan sie heimlich auf den Rädern meiner Kollegen zu platzieren. ...ich freue mich dann schon darauf, wenn sie sich wundern was da los ist :D)

Ich kaufe gerne ab und an Blödsinn (zuletzt sowas), aber ich kann ja nicht jede Dummheit meinem Geburtstag widmen.
Als Mann der Alles hat, hat man es echt nicht leicht.

- BM out -

Kennt noch jemand den Begriff? Wird der noch verwendet? Nicht? ...bin ich alt und out und so, wenn ich ihn einsetze?

Anyway. Als ich letztens noch spät nachts im CSS des Blogs gewütet habe, bin ich irgendwann versehentlich auf twoday.net gelandet. Es ist EWIG her, dass ich auf dieser Seite war - und wie alles hier, hat sie sich kein bisschen verändert.

Ich habe dann einfach mal 5, 6 Tabs mit den den aktuellsten Einträgen aufgemacht und mich umgeschaut. Einfach mal um zu sehen, worüber und wie die Leute so schreiben. ...und ich muss sagen, dass da absolut nichts für mich dabei war.
Ein Schrebergärtner, eine religiöse Militante, eine konfuse Poetin, ...lediglich ein langzeitsarbeitloser 50-jähriger Berliner hat mich dazu verleitet eine Weile zu stöbern. Wobei es wahrscheinlich auch an der Artikel-Kategorie "Dicke Titten" lag, die definitiv Markenschummel ist!

Bevor ich 2008 dem Blog meinen Rücken gekehrt habe, hatte ich eine Vielzahl an Blogs verfolgt. Meist Leute die man in den Kommentaren anderer Blogs gefunden hatte. Wo Themen- und Interessensverwandschaften zu sehen waren. Oder die auch einfach nur sympathisch schienen.

Wahrscheinlich gibt es immer noch Blogs zu finden, die diesen Kategorien entsprechen.
Ich weiß aber, dass in meinem aktuellen Lebenswandel eine intensive Blogger-Gemeinschaft gar keinen Platz hat. Meine Zeit wende ich mittlerweile ganz anders auf.
...und dennoch hat das Blog-Stöbern diese Woche meiner Blogoseifenblase einen kleinen Stich versetzt.

- BM out -

Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, sondern es festhalten. So kann ich später zurückblicken und mit dem Finger auf den genauen Zeitpunkt zeigen.
Wenn ihr mich nun entschuldigt, ich muss meinen Fokus wieder aufs Kopf schütteln legen.

- BM out -

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma