das andere
Fiktion
Gearbeitetes
Gebautes
Geduschtes
Gefundenes
Gehörtes
Gekochtes
Gelesenes
Gelistetes
Gequotetes
Geschriebenes
Gesehenes
Gespieltes
Gestandenes
im Suff
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
icon

 
Die folgenden Videos sind irrsinnig komisch. Es gibt nur 2 Faktoren, die einem da dazwischen funken können, darüber zu lachen: a) die Clips sind auf englisch und/oder b) man hat einfach keinen Sinn für Humor :)

Folgende Sketches sind aus einer BBC2-Comedy-Show, präsentieren einen Blick auf die modernen TV-Shows. Oder so.



Und hier ein paar weiterführende Links, mit noch mehr Numberwang!

Numberwang Episode 2
Numberwang Episode 3
Nümberwang - Numberwang auf deutsch, mit Umlauten auf den Zahlen ;)
History of Numberwang
Numberwang Boardgame Werbung für das Brettspiel zur Erfolgsshow Numberwang!
Wordwang ..das Spinoff zu Numberwang

Besonders Nümberwang empfehle ich all jenen, die das Spielprinzip auf englisch nicht gleich durchschaut haben.

- BM out -

Es war nun fast ein Monat vergangen seit Sonja mich auf die Idee gebracht hatte, ich solle mir ein Hobby zu suchen. Zu Beginn hatte ich mit großem Eifer und viel Einsatz begonnen dieses neugefundene Hobby zu erforschen und zu betreiben. Schliesslich musste ich erstmal rausfinden, um was es sich dabei genau handelte, wie es genau funktionierte. Es war ja nicht gerade so, als ob es dafür eingetragene Vereine oder Wikipedia-Seiten zum Nachlesen gab. Ich hatte viel Pionierarbeit zu leisten.

Doch nach diesem ersten Monat saß ich nun also in meiner Wohnung auf der Couch und hatte die vier Alben, die ich erstellt hatte, vor mir liegen. Selbstverständlich durchfloss mich ein gewisser Stolz auf meine Arbeit, und ich spürte auch ein wenig Erschöpfung, da die letzten 3 Alben in sehr kurzer Zeit entstanden waren. In der Gewissheit dieses Hobby überhaupt erfunden zu haben, beschloss ich, dass man maximal 2 Wohnungen pro Monat seiner Sammlung hinzufügen durfte. Schließlich wollte ich ja nicht, meine Freunde vernachlässigen, und musste den wenigen Verpflichtungen die mir geblieben waren, nachgehen können. Außerdem sollte das ja ein Hobby sein, kein Vollzeit-Job. In gewisser Weise hatte ich Angst davor, ich könnte das Interesse an meinem Hobby verlieren, wenn ich es zu intensiv betrieb.

Während ich so da saß und die Statuten für dieses Hobby festlegte, und ich meine Alben betrachtete fiel mir aber etwas auf. Es war vielleicht nur eine Nuance, und einem Außenstehenden, jemandem der keine Wohnungen sammelte, wäre es bestimmt nicht aufgefallen. Und auch wenn ich selbst erst seit kurzem dieser Freizeitbeschäftigung nachging, hatte ich schon das Feingefühl entwickelt so etwas aufzuspüren. Es gab etwas, das Clemens von Heike, Harald und Elisabeth unterschied. Darauf zukommen was es genau war, dauerte schon etwas länger, aber schließlich musste ich mir eingestehen, dass es nur ein Ersatz war, die Leute zu fragen. Ohne ihr Wissen, ohne ihr Beisein die Wohnung zu sammeln ...das war die wahre Kunst bei diesem Hobby. Wenn ich kein Wald-und-Wiesen Wohnungssammler sein wollte, musste ich mir also doch einen anderen Weg einfallen lassen, um in diese Wohnungen zu kommen.

Diese Erkenntnis hatte nicht den niederwerfenden Effekt auf mich, wie ich im ersten Moment befürchtete. Nein, es spornte mich an. Es war eine Herausforderung, und ich war mehr als nur bereit mich ihr zu stellen. Und wieder einmal hatte ich Glück, denn schon am nächsten Tag stand in der Zeitung genau der Artikel, den ich in diesem Moment brauchte.

- BM out -

... dann kann er was erzählen.
Und bevor er weg geht, feiert er natürlich. In dem er den halben Abend Scottland Yard spielt und das Risiko-Brett entstaubt.

Chefkoch: viel Spaß auf deinem Eisbrecher. Wir sehen uns im Herbst, bei einer ähnlich aufregenden Willkommensfeier wieder :)

- BM out -

Tja. Schade ... bin gespannt wie es jetzt mit dem Plan B ausschaut, den es angeblich nicht gibt. Und ob es jemals ein geeintes Europa geben wird...

- BM out -

Da behaupte ich ganz groß, dass sobald ich sie mal wieder sehe, rede ich sie an und frag sie, ob sie sich mal mit mir trifft.
Und warte. Und warte. Und glaub schon gar nicht mehr dran, dass sie nochmal auftaucht.
Dann taucht sie auf, und sag ich was? Natürlich nicht.

Ts... feig.

- BM out -

Mir war zwar immer noch nicht klar, was es genau gewesen war, dass Clemens zu so etwas besonderem gemacht hatte, dass er mir zu meinem Hobby verholfen hatte, aber ich begann mich wieder auf die Lauer zu legen. Ich stellte mich darauf ein, dass es wieder einige Tage dauern würde, bis mir jemand über den Weg lief, der dieses 'je ne sais quoi' hatte.

Entweder hatte ich Glück, oder ich war wirklich gut in meinem Hobby, denn noch am selben Tag, an dem ich wieder losgezogen war, fand ich sie. Es fällt mir heute noch schwer, zu sagen, woran es lag, bei ihr und all den anderen. Doch in gewisser Weise, stand sie aus der Masse heraus. Als ob ein grelles Neonschild über ihr Hing mit der wildblinkenden Aufschrift "Ich hab es." Ich zweifelte jedoch keine Sekunde an diesem Gefühl, also sprach ich sie an, als sie an mir vorbei ging.

"Hallo, Entschuldigung, haben Sie einen Moment Zeit?"

Sie war etwa Ende 40, Anfang 50 und trug einen dunkelblauen Rock mit passendem Blazer. Sie taxierte mich mit einem kurzen Blick, entspannte sich aber, als sie feststellte, dass ich offensichtlich nicht auf eine Unterschrift oder schlimmer noch einer Spende für die Umwelt aus war. Auch das Fehlen eines Obdachlosen-Magazins in meinen Händen dürfte zu ihrer positiven Gesinnung beigetragen haben. Ich hatte schon den halben Tag durchgekaut, wie ich so ein Gespräch eröffnen könnte, wie ich versuchen könnte, mein Ansuchen seriös rüber zu bringen.

Ich nannte ihr meinen Namen, und bot ihr an, sie auf einen Kaffee einzuladen, damit ich mich mit ihr Ruhe unterhalten konnte. Offensichtlich dachte sie ich hätte einen ...Hintergedanken. Was ihr zwar zu schmeicheln schien, zumal ich doch ein ordentliches Stück jünger war als sie, aber sie lehnte sofort ab.

"Ich weiß, das klingt jetzt seltsam, und ich hoffe sie missverstehen mich nicht - aber ich würde gerne ihre Wohnung fotografieren."

Ihre Augen weiteten sich entsetzt. "Perverser!", gab sie schrill zurück und ging sofort weiter. Gut, sie hatte mich also doch missverstanden, und so beschloss ich, es mit etwas weniger Offenheit und Direktheit zu probieren. Zweifel an meiner Wahl hatte ich jedoch nicht ...tief in mir drin ich wusste, das ihre Wohnung gut zu meiner Sammlung gepasst hätte.

Es dauerte einige Anläufe, bis ich es endlich schaffte, jemanden davon zu überzeugen, dass ich kein gefährlicher Triebtäter war und auch sonst nicht irgendwie seltsam veranlagt. Ein Satz Visitenkarten, der meinen Namen und Telefonnummer mit der zugegebenermassen sehr gerissen gewählten Bezeichnung "Lifestyle-Photograph" in Verbindung brachte, wirkte da Wunder. Ich bot den Leuten ein Honorar von 200 Euro, wenn sie mich in ihre Wohnung lassen würden, damit ich diese fotografieren konnte. Die Bedingung, dass es sofort war, damit die Wohnung nicht extra aufgeräumt oder verändert werden konnte, lies dann doch einige einen erschrockenen Rückzieher machen.

So konnte ich innerhalb von etwas mehr als 2 Wochen drei weitere Alben anlegen.
Heike, eine 22-jährige deutsche Studentin, die in einer 2-Personen WG wohnte. Das Zimmer, das ihr gehörte, war recht klein und absolut überladen. Sie hatte haufenweise Krimskrams auf Borden und Regalen stehen, aber das Zimmer war, wie auch die restliche Wohnung die ich besichtigte tipptopp aufgeräumt. Das Zimmer des Mitbewohners lies ich außen vor da es ihm an dem fehlte, was ich wohl suchte.
Harald, war 57 und Frühpensionist nachdem ihm die Post ein tolles Abfertigungspaket geschnürt hatte. Wir haben uns im Votivpark kennen gelernt. Er wohnte mit seiner Frau in einer geräumigen Altbauwohnung, die in ziemlich dunklen Farben eingerichtet war. Seine Frau hatte eine Sammlung von orthodoxen Heiligenikonen, die das gesamte Wohnzimmer in Beschlag nahm. Sie war aber eine wirklich nette Frau, die darauf bestand, dass ich zum Essen blieb, wo ich doch so schwer arbeiten musste.
Elisabeth war Mitte 30, auf ein genaues Alter konnten wir uns nicht einigen. Alleinerziehend, Vollzeitjob, Teenager-Sohn. Die Wohnung war das reinste Schlachtfeld. Ich gehe davon aus, das viele Leute, die einen Rückzieher gemacht haben, eine ähnliche Wohnung hätten vorweisen können. Aber die Aussicht auf 200 Euro und eine gewisse Anonymität, schliesslich fotografierte ich die Bewohner nie, sondern nur deren Wohnungen, schienen die Schamgrenze komplett aufzuheben.

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma