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das andere

Im November habe ich mir ein neues Hemd gekauft. Im Zuge des „weniger blau, weniger Karo“-Programms wurde es ein einfärbig Weinrotes. Das erste Mal hatte ich es zufällig an einem Donnerstag an und bei einer Firmengeschichte am folgenden Donnerstag ganz bewusst. Als ich dann in der nächsten Woche unbedacht am Mittwoch das rote Hemd angezogen habe, ist mir die großartige Idee gekommen, das weinrote Hemd nur mehr Donnerstags zu tragen und habe sofort das Hemd gewechselt. Wahrscheinlich auf blau karrierrt.

Als nach ein paar Wochen niemand kommentiert hatte, dass ich jeden Donnerstag das rote Hemd anhabe, war mir klar, dass ich genauso gut jeden Tag das gleiche Hemd tragen könnte und es würde niemandem auffallen. So wurde das rote Hemd mein persönlicher kleiner Insider.
4 Monate lang.

Denn gestern hätte ich Wäsche waschen sollen und dann darauf vergessen. Heute Morgen habe ich entsetzt festgestellt, dass mein weinrotes Hemd im Wäschekorb ist. Beziehungsweise am Boden in der Nähe des Wäschekorbs. Der Wäschekorb ist ein rotes Baumax-Sackerl, ähnlich den IKEA-Taschen. Egal, ich schweife ab.

Jedenfalls habe ich heute ein blaues Hemd an. Ohne Karos.
…und wieder kommentiert es niemand.

Vielleicht werde ich mir jetzt einen ausgeklügelten Wäschewasch-Plan erstellen, damit es sich ausgeht, dass ich das gleiche Hemd mal eine ganze Woche lang tragen kann ohne nach Mottenkiste zu riechen. ..oder als würde ich in der Nähe des Wäschekorb liegen.

- BM out -

Vor einigen Jahren war es die große Mode einen Zombie-Plan zu haben. Also im Fall eines Aufstands der Untoten zu wissen, was man tut. Wo man sich verbarrikadiert, wie man davon kommt, wo man seine Überlebensmittel herbekommt, etc.

Da gab es 2 Arten von Plänen und Leuten.
Die einen haben es sich von den Filmen abgeschaut. Die hatten plötzlich alle Katanas und Pistolen griffbereit und würden mit einem gepanzerten Wagen von Einkaufszentrum zu Einkaufszentrum brettern.

Die anderen wussten, dass man die Zombieapokalypse nur mit einem Fahrrad überleben würde. Das man eine Art Hellebarde brauchte – also einen langen Stecken mit einer Klinge und einem Dorn an einem Ende. Wie man am besten Gemüse am Balkon und Regenwasser am Dach sammelt, nachdem man nach Möglichkeit mindestens einen Stockwerk an Stiegen unbrauchbar gemacht hat.
Es versteht sich von selbst, dass ich zur vernünftigen Gruppe 2 gehört habe.

Nachdem es mir für meine aktuelle Wohnung nie gelungen ist einen vernünftigen Zombieplan zu erstellen (es beunruhigt mich ehrlich gesagt nur mehr selten, dass diese Wohnung weniger Schutz bietet als die Alte), wurde er durch „Dann fahre ich zu Mama.“ ersetzt. Mama weiß es vielleicht im Zombiefall nicht besser, aber immerhin bin ich damit aus der großen Stadt raus.

In den letzten 1 ½ Jahren hat sich eine völlig andere Gruppe an Leuten (also Nicht-Zombie-Nerds) begonnen Gedanken und Mühen zu machen, um sich vorzubereiten. In dem Fall auf einen wirtschaftlichen Total-Absturz, der vielleicht weniger tödlich als die Zombie-Apokalypse wirkt, aber zumindest um geschätzte 99% wahrscheinlicher.
Da werden Brunnen gegraben und Solaranlagen auf Dächer geklatscht. Hochbeete angelegt, Gartenhütten winterfest gemacht und Kachelöffen installiert. Außerdem werden finanzielle Reserven in Gold und Silber umgewandelt, dass jeder Alchemist neidisch wird.

Auch in diesem Fall besteht mein Notfallsplan: „Dann fahr ich zu Mama.“ In dem Fall dürfte sie es besser wissen, immerhin hat sie ein Hochbeet im Garten und neuerdings eine Solaranlage am Dach und einen Ofen im Haus.

Das klingt so, als würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Das stimmt natürlich nicht.
Ich habe mir dieser Tage einen absolut soliden Plan überlegt was ich mache, wenn jemand an meine Tür klopft und sagt „Du musst in 10 Minuten bei der Tür draußen sein. Gib mir deine Bankomat und Kreditkarte und dein Telefon. Du bekommst von mir 100€. In 30 Tagen darfst du zurück.“
Da in dem Szenario die Klausel aktiv ist, dass ich niemanden kontaktieren darf der mich kennt (und mir Unterschlupf und finanzielle Mittel bieten würde), hilft mir der Standardplan eben gar nix.

Ich will nicht zu viel verraten, aber der Plan beinhaltet ein Hallenbad und nach einiger Überlegung keinen einzigen Becher Ramen-Nudeln!
Ich bin also vorbereitet, aber habe eine Bitte an das Szenario: Nicht jetzt bei dem schlechten Wetter. Mai klingt gut.

- BM out -

Als ich einem Freund dieser Tage eine Arbeitsanekdote erzählt habe, deren Punchline es war, dass ich mal wieder viel länger in der Arbeit war, als ich eigentlich wollte, war seine Antwort „Dein Arbeitsalltag erinnert mich an ‚täglich grüßt das Murmeltier‘.“ (TGDM)
Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll.

Ich gehöre ja zu den Leuten, denen 90 Jahre Lebensspanne viel zu lang erscheinen und für die Unsterblichkeit jeglicher Form (im Besonderen nach dem Tod, aber das ist eine andere Geschichte) ein absoluter Horror wäre. Bill Murrays Charakter in TGDM soll 10 Jahre in der Endlosschleife des Murmeltiertages fest gehangen sein (das ergibt sich daraus wie lange er zB geübt haben muss, um so Klavierspielen zu können, etc). Wohl gemerkt ohne zu wissen, ob das jemals aufhören wird. In der Anime-Serie ‚Die Melancholie der Haruhi Suzumiya‘ befinden sich die Charaktere sogar 595 Jahre in einer 14-tägigen Endlosschleife (also über 15.500 Wiederholungen), wobei dies dem Hauptcharakter nicht so ganz bewusst ist. Schlimmer trifft es eigentlich noch Tom Cruise in „Edge of tomorrow“ – dort kommt es immer zu einem Reset wenn er stirbt. Da er sich mitten im Kriegsgebiet mit Außerirdischen befindet, also täglich. Die Anzahl der Wiederholungen wissen wir zwar nicht, aber man wird nicht von heute auf morgen (wenn es denn eines gibt) zum Supersoldaten.

Kurz gesagt: Wenn uns Film und Fernsehen eines gezeigt hat, dann das so Murmeltier-Situationen ziemlich mühsam sind.
Nichts was man tut hat Konsequenzen und ist somit belanglos. Wenn sich ein schlechter Tag wiederholt, dann bleibt er auch ein schlechter Tag. Außerdem hat man keine Kontrolle darüber wie lange das so geht, dh sich nur daneben aufführen ist auch schlecht, wenn es sich denn dann um die letzte Wiederholung handelt…

Auf der anderen Seite, hat man natürlich den Vorteil, dass nichts was man tut Konsequenzen hat.
Sich krank melden und nicht in die Arbeit gehen? Auf alle Fälle (ernsthaft, es wäre dumm am Murmeltiertag in die Arbeit zu gehen).
Den ganzen Tag nur Schokolade essen und Cider trinken? Ohne schlechtem Gewissen!
In aller Ruhe jeden Film anschauen den ich sehen will.
Den ganzen Tag Videospiele spielen? Es lassen sich vielleicht nicht alle Spiele in 16 Stunden durchzocken, aber das soll nicht heißen, dass man es nicht probieren kann.
Man kommt in den paar Stunden vielleicht nicht überall hin, aber wenn ich gleich in der Früh zum Hauptbahnhof oder Flughafen fahre, kann ich einiges abdecken.
Ich könnte sogar mein ganzes Geld auf der Straße verschenken und mich über die strahlenden Gesichter freuen, ohne Sorge zu haben, dass ich mein Erspartes für schlechte Tage dabei verliere. (Wenn das die letzte Schleife ist, würde ich wahrscheinlich sogar noch drüber lachen, weil es ziemlich offensichtlich ist.)

Ja. Ich würde sicherlich auch eine Sprache lernen. Vielleicht auch ein Musikinstrument. Ich würde vielleicht sogar einfach mal von einem Hochhaus springen, weil es mich interessiert wie das ist. (Wenn das die letzte Schleife ist, könnte ich es nicht Mal bereuen.). Wahrscheinlich kommen einem mit der Zeit Ideen, an die man vorher nicht mal gedacht hat.
Je länger ich über die Möglichkeit eines Murmeltiertages nachdenke, umso besser gefällt mir die Idee.

Ich habe nur eine Einschränkung: bitte nicht jetzt bei diesem miesen Wetter.

- BM out -

Der Trend zur Community Selbstverwaltung hat ja vor nicht so langer Zeit dazu geführt, dass Uber es auch bis zu uns geschafft hat. Weg mit den teuren Taxis, her mit der Gratis-App über die man Privatleute, die sich gerade in der Nähe aufhalten, herbei zitiert, damit sie einen heimbringen.

Seit Dezember gibt es auch Uber eats. Dann sucht man sich eines der teilnehmenden Restaurants in der App aus, bestellt sein Essen und lässt es sich von einem Uber-Fahrer bringen, der jeden Foodora-Radler im Feinstaub hinter sich lässt.

Heute habe ich beim Mittagessen meinen Kollegen einen weiteren Service vorgeschlagen, der meiner Meinung nach fehlt. Sich jemanden bestellen, der mit dir ein Brettspiel spielt, essen geht oder sich Universum anschaut.
Der Kollege zu meiner Rechten am Mittagstisch hat vorgeschlagen, dass ich mir dafür ein Callgirl kommen lassen kann. Was weder dem entspricht wofür ich mir wen kommen lassen will, noch preislich hinkommt.
Meine Chefin hat hinterfragt, ob ich diesen Service vielleicht möchte, damit ich mich dann für ein paar Euro die Stunde verkaufen kann (was gar keine schlechte Idee ist!). Insgesamt war die Ressonanz verhalten.
Was mich aber wirklich irritiert hat ist, dass niemand auf meinen Vorschlag reagiert hat, wie der Service heißen soll. Uber People.

Macht nix. Dann grinse ich halt alleine über meinen unglaublichen Witz. Die Leute hier zahle ich sicherlich nicht dafür.

-BM out -

So ziemlich jeder lernt irgendwann zwischen 16 und 19 die StVO wenn er seinen Führerschein macht. Es haben nicht alle in meinem Umfeld ein eigenes Auto und noch weniger haben tatsächliche Fahrpraxis - aber immerhin ist die StVO grundsätzlich bekannt.
Ich kenne, neben mir, nur 2 weitere Leute die den Führerschein nie gemacht habe. Einer davon ist mein Bruder, ist also ein bissl ein Familiending.
Vor vielen Jahren habe ich mir mal die Fahrprüfungsvorbereitungstests-CD von jemandem ausgeborgt und diesen Test gemacht, ohne mich vorher durch das Lehrbuch zu arbeiten oder den tollen Kurs zu besuchen …und dennoch 70% erreicht.
Das ist meiner Erfahrung nach mehr, als die meisten direkt nach der Fahrprüfung noch wissen. Ich schweife ab.

Was die wenigsten kennen ist die GstVO. Ich sehe es ihnen zum Teil nach, denn die habe ich quasi im Alleingang verfasst und bisher auch nicht breitenwirksam veröffentlich. Zeit das zu ändern.

Gehsteig Verkehrsordnung (GstVO)

§1: Am Gehsteig gilt Rechtsverkehr.
§1b: Die Rolltreppe gilt im Sinne der GstVo als Gehsteig.
§1c: Wer ausschließlich die Mitte des Gehsteiges benutzt ist selber Schuld wenn er angerempelt wird und darf sich nicht beschweren.

§2: Die Maximalgeschwindigkeit entsprechend der GstVO ist erreicht, wenn man läuft.
§2b: Wenn sich der Schatten schneller bewegt als man geht, unterschreitet man die Mindestgeschwindigkeit entsprechend der GstVO und muss den Gehsteig unverzüglich verlassen um andere Nutzer nicht zu gefährden.

§3: Das Überholen anderer, langsamerer Gehsteignutzer ist gestattet.
§3b: Wenn ein Überholmanöver festgestellt wird, ist die eigene Gehgeschwindigkeit zu reduzieren.
§3c: Der Überholende hat das Recht sich mit lautem Räuspern bemerkbar zu machen.

§4: Mehrspurige Benutzung des Gehsteiges in einer 2-er Reihe ist gestattet.
§4b: Bei mehrspuriger Benutzung ist auf überholende Gehsteignutzer Rücksicht zu nehmen, und für die Dauer der Überholung auf einspurige Nutzung zu wechseln.
§4b: Bei mehrspuriger Benutzung sind Kollisionen mit mehrspurigen Nutzern der Gegengehban zu vermeiden in dem für die Dauer der Passage auf einspurige Nutzung gewechselt wird.
§4c: Eine Benutzung der vollen Gehsteigbreite ist nur auf Gehsteigen ohne weiter Nutzer gestattet, wenn der/die Nutzer
< Sturz betrunkenn ist
< das Gespräch wirklich so interessant ist, dass man nicht hintereinander gehen kann.

§5: Das Führen von Hunden und kleinen Kindern muss an einer kurzen Leine stattfinden.
§5b: Hunde und Kinder die als Stolperfallen die Gehsteignutzung gefährden sind mit leichten Tritten in die Rippen Richtung Fahrbahn aus dem Weg zu schaffen, um den Weg für andere Gehsteignutzer wieder zu sichern.

§6: Bei bevorstehender Kollision mit einem anderen Gehsteig-Nutzer ist ein Schritt nach rechts zu machen.
§6b: Rumgetänzel, Blickkontakt und breites Lächeln ist in diesem Fall nur mit attraktiven Mitgliedern des bevorzugten Geschlechts zulänglich und fällt in den Bereich Balzverhalten.

§7: Es ist auf Sicht zu gehen.
$7b: Das Lesen von Büchern und Zeitungen im Gehen, sowie das ins Mobiltelefon starren ist zu unterlassen.


Ich finde es wäre echt nicht zu viel verlangt, wenn sich alle daran halten. ...und wenn es nur §1 und §6 sind.

- BM out -

Wie Rammstein es so schön sagt: Mir ist kalt!

Ich erwähne es nur, weil ich es nicht wirklich gewohnt bin, dass mir kalt ist. Ich bin vor 2 Tagen noch mit offenem Mantel gegangen, und habe mich gefragt, was die Leute die bereits total vermummt und eingepackt waren, machen werden, wenn es dann wirklich kalt ist.
Solange ich einen Schal umhabe und es mir nicht in den Nacken und auf die Schultern ziehen kann, ist alles okay.

Klar, mir war auch nicht warm. Ich fand es, vor allem als der Wind rumgepeitscht hat, auch sehr unangenehm. Im Allgemeinen bemühe ich mich aber immer, mich von den herrschenden* Temperaturen nicht beeindrucken zu lassen. (Egal ob warm oder kalt.)

Üblicherweise laufe ich daheim sockenlos und in T-Shirt rum. Üblicherweise bei zumindest zeitweise gekipptem Fenster. Allgemein beschwert sich mein Besuch darüber, dass es zu kalt ist (nur im Sommer nicht, da ist es ihnen zu heiß...).

Seit gestern taue ich aber überhaupt nicht auf. Alle Heizkörper sind auf Anschlag aufgedreht. Ich trage einen Kapuzensweater und Wollsocken. Ich habe eine Decke mit mir auf der Couch liegen.
Selbst die Suppe zu Mittag hat mich nur für ca 10 Minuten warm gehalten.

...und das ist in der Wohnung. Ich kann gar nicht beschreiben wie es mir gerade am Heimweg vom Kaffeehaus gegangen ist.
Okay, ich kann: Mir war soooo (ich habe das tippen kurz unterbrochen, und die Hände weit auseinander gestreckt um zu verbildlichen wie sehr) kalt.

24 Stunden frieren sind genug. Ich will warmes Wetter!

- BM out -

*Herrschendes Wetter entspricht diesem Szenario.

In der kurzen Zeit zwischen Weihnachten und Silvester findet eine wunderbare Transformation statt. Die Christkindlmarkt-Standeln verwandeln sich in Tische mit Glücksbringern. Hex-hex.

Von Kleeblättern weiß man es ja das ganze Jahr über, zum Jahreswechsel gilt es auch aus irgendwelchen Gründen für Hufeisen.
Schweinchen bringen ganz offensichtlich viel Glück. Außerdem Schnitzel.
Marienkäfer sind schon seit immer für ihren Segen bekannt. Nur Ameisen sind kein Fan.
Mit Pilzen macht man auch jeden froh. No-na.

Mir völlig neu, aber heute auf bei so einem Glücksbringer-Standl gesehen, sind auch Igel als Überbringer guter Nachricht im Einsatz.
Wenn ich aus der Dokumentation über Hase und Igel eines gelernt habe, dann das der Igel als Glücksbringer bitte nur Leuten geschenkt wird, die es erst in der 2. Jahreshälfte wirklich brauchen.

- BM out -

Weihnachtfreude überall?
Nicht wenn man meiner Arbeitskollegin zuhört, die kürzlich aus der Ubahn aussteigen musste, weil es ihr zu viel geworden ist.
Nicht nur die Menschenmasse an sich, sondern der kollektive Stress den sie alle ausgestrahlt haben. Alle vollbepackt mit zig Taschen, beladen mit dutzenden Geschenken die hastig anderen Leuten aus den Händen gerissen wurden, den Wahnsinn in den Augen …und ja, das sind jetzt meine Worte.

Zurück zur Kollegin, die für Weihnachten noch weniger übrig hat als ich. Ich würde sie ja verstehen, wenn da nicht folgendes Detail wäre, von dem sie mir heute erzählt hat. Man möge sich ein schockiertes Lufteinsaugen vorstellen:
Die hat in ihrer Kindheit keine Briefe ans Christkind geschrieben!
Sie wusste quasi schon immer, dass die Geschenke von den Leuten aus ihrem Umfeld kamen. Das sich hier Eltern, Onkeln und Co Gedanken und Mühe gemacht hatten (oder eben auch nicht).

Meiner Meinung nach ist das Christkind noch das Beste an dem ganzen Brimborium der Weihnachtszeit.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich sogar noch Briefe ans Christkind aufs Fensterbrett gelegt habe, nachdem ich darüber aufgeklärt wurde, dass es keine übernatürliche Packerlschubse gibt. Mein Papa hat noch eine Weile hinter verschlossener Tür mit dem Glöckchen zur Bescherung geklingelt und ist bei der Terrasse rausgehüpft um heimlich wieder bei der Haustür reingekommen, und gemeinsam mit uns den leuchtenden Baum zu bestaunen.

Sich heute vor den schwelenden Christbaum zu stellen, „Oh Tannenbaum“ zu krächzen und sich dann gegenseitig Pakete in die Hand drücken obwohl ausgemacht war, dass man sich nicht schenkt …da fehlt jeder Zauber.
Ein Zauber von dem ich gehört habe, dass ihn auch Leute meiner Generation wieder mit ihren kleinen Kindern aufleben lassen. Teilweise auch solche, die es gar nicht selbst erlebt haben. Womit die ach so besinnliche Vorweihnachtszeit, zumindest am Weihnachtsabend nicht bloß mit Geschenkspapier-Rascheln ausklingt.

Ich hätte ja versuchen können, die Kollegin zu überreden, einen späten Brief ans Christkind zu schreiben. Ich fürchte nur, da ist Lebkuchen und Anis verloren. Zum Weihnachsfreund lässt sie sich von einem Missionar wie mir nicht mehr bekehren.

- BM out -

Man sagt, dass man keine Drohungen aussprechen soll, die man dann nicht auch bereit ist durchzuziehen.
Nachvollziehbar.

Wie ich am Sonntag festgestellt habe, ist es auch schwierig mit seinen Drohungen Erfolg zu haben, wenn es der Bedrohte nicht wirklich mitbekommt.
Nicht erreichte Zielgruppe in diesem Fall: eine 9-jährige.

Ich: "An deiner Stelle wäre ich vorsichtig. Ich weiß wo du wohnst."
Sie, mit einem 'wie blöd bist du eigentlich'-Blick: "Ja, du bist grad bei uns."

Ehrlich gesagt habe ich aber auch eher den Eindruck, dass ihr meine Drohung egal gewesen wäre, wenn sie angekommen wäre.
Kinder.

- BM out -

Spar gibt ja regelmäßig seine tollen Gutscheinhefte aus. Dann bekommt man für einen Haushalt überdurchschnittliche Mengen an Waschmittel, Kornspitz und Schokolade (okay, hier gibt’s nur Menge und keine Übermenge) und natürlich einen 700g Käseziegel. Was sie da aber auch immer haben sind 3 Packungen á 10 Rollen Eigenmarke-Toilettenpapier. Lovely. Die Eigenmarke. Das Angebot auch.
Ich nutze diese Aktion dann immer gerne und türme dann die TP-Rollen hübsch über dem Spülkasten auf.

Diesen Sommer ist mir dann aufgefallen, dass mir das TP ausgeht. OMG, wie konnte das geschehen? Wo blieb das Gutscheinheft?
Ich will nicht sagen, dass mich Panik überkommen hat, aber die Vorstellung dann komplett ohne Toilettenpapier daheim zu sitzen und den ungelesenen Immobilienteil der Sonntagspresse in handliche Streifen zu reißen…, ich schweife ab.

Nach dem ersten Schock habe ich mal die genaue Menge an vorrätigen Toilettenpapierrollen abgezählt und meinen durchschnittlichen Verbrauch herangezogen und dann am Abakus rumgespielt (kein Euphemismus) und festgestellt, dass ich noch mindestens bis Jahresende auskomme. Ein Ein-Mann-Haushalt halt. Denn so wenige Rollen waren es gar nicht, es war nur ein vergleichsweise kleiner Turm.

Jetzt kam endlich wieder so ein tolles Gutscheinheft und ich habe zu den Bestehenden wieder 30 Rollen dazu gestapelt. Jetzt fühle ich mich wieder sicher …und brauche für die nächsten 3 Jahre kein Spar-Gutscheinheft.
Wobei der 700g Käseblock schon verlockend wirkt.

- BM out -

 

twoday.net AGB

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