Ich zog scharf die Luft zwischen den Zähnen ein. Fuck, das tat weh. Jahrelange Übung, und das Wissen um meinen harten Schädel, hatten Sonja zu einer wahren Spezialistin für Kopfnüsse gemacht. Das bekam ich immer wieder mal zu spüren, aber diesmal hatte sie sich selbst übertroffen. Während ich mir also den schmerzenden Hinterkopf rieb, ergoß sich eine Tirade über mich, in der es hauptsächlich darüber ging, wie blöd ich eigentlich sein musste, dass ich soviel Glück gar nicht verdiente, und ob es überhaupt jemanden gab, der mir noch helfen konnte. Dazwischen berichtete sie mir, dass es völlig gleichgültig sei, ob ich etwas gestohlen hätte oder nicht, Einbruch sei Einbruch. Und so weiter. Nach etwa zehn Minuten lies sie sich ausgelaugt zurück in ihren Sessel fallen und schaute mich provozierend an.
Ja, Sonja war so etwas wie eine Mutter für uns alle. Eine wahre Glucke war sie, die immer versuchte ihre Freunde vor Schaden und Schmerz zu bewahren, und wenn doch mal was passierte Trost und Rat spendete, und einen mit einem "Ich habs Dir ja gesagt"-Blick bedachte, der Seinesgleichen suchte. Gerade deswegen, weil sie es wirklich immer gut meinte, und sie ja auch wirklich meistens recht hatte, empfand ich es als besonders schändlich und schlimm von mir, dass ich sie nun anlügen würde. Aber letztlich blieb mir keine andere Wahl. "Du hast recht, ich werde nicht mehr in fremde Wohnung gehen."
Richtiger wäre es wohl gewesen, hätte ich etwas gesagt wie, ich würde nicht mehr "fremde Wohnungstüren aufbrechen", aber so rhetorische Spitzfindigkeiten liegen mir nicht, oder nur wenn ich sie mir vorher bereitlegen kann. Doch für Sonja war die Sache damit erledigt, sie vertraute darauf, dass ich mein frisch entdecktes Hobby gleich wieder aufgeben würde. Ich für meinen Teil, musste nur einen anderen Weg finden, wie ich in die Wohnungen kommen konnte.
Die folgenden Tage verbrachte ich damit, dass ich erstmal versuchte nach anderen Möglichkeiten zu suchen, wie ich in die zu sammelnden Wohnungen kommen würde. Meine erste Idee war es eigentlich, dass ich versuchen könnte, mich zum Schlossknacker ausbilden zu lassen. Dass es dafür keinen WIFI-Kurs gab war mir schon klar, aber ich war davon überzeugt, dass ich schon irgendwie jemanden auftreiben konnte, der mir das beibringen würde. Letztlich kickte dann irgendwann doch noch der Verstand wieder bei mir ein. Türen aufzubrechen oder die Schlösser zu knacken war kein großer Unterschied, denn dass es so einfach sein sollte wie in Filmen, wo die Leute eine Kreditkarte oder eine Haarnadel verwendeten konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Also verwarf ich diesen Ansatz wieder.
Dann kam ich auf die glorreiche Idee, ich könnte doch einfach den Schlüsseldienst rufen und mir von denen die Tür öffnen lassen. Ich war nah dran das wirklich auszuprobieren, aber verwarf die Idee dann doch. Selbst mir war klar, dass so ein Schlüsseldienst irgendwie überprüfen musste, wem sie da das Schloss knackten. Und nur für den Test meine eigene Türe zu opfern, war mir nicht wert, wo man doch so oft davon hörte, dass diese Schlüsseldienste angeblich schwere Schäden anrichteten. Nein, das war wirklich keine Lösung.
Ich war nun seit einigen Tagen damit beschäftigt, dieses Problem zu umkreisen, und hatte begonnen mich schon dabei selbst im Kreis zu drehen. Nach Sonjas Kopfnuss-Attacke war mir klar, dass ich meine Freunde nicht wirklich zu Rate ziehen konnte. Vielleicht wollte ich sie auch vor ein gewissen Mitwisserschaft schützen, sollte mein Hobby tatsächlich dazu führen, dass ich erwischt werden würde. Da mir keine Idee kommen wollte, bei der ich nicht wieder mit meinem frisch erworbenen Brecheisen in der Hand einen Türrahmen zum Splittern brachte, versuchte ich es mit etwas, das mir im Hirn hängen geblieben war, als ich Sonja das Album gezeigt hatte.
Ich begann zu fragen.
- BM out -
Ja, Sonja war so etwas wie eine Mutter für uns alle. Eine wahre Glucke war sie, die immer versuchte ihre Freunde vor Schaden und Schmerz zu bewahren, und wenn doch mal was passierte Trost und Rat spendete, und einen mit einem "Ich habs Dir ja gesagt"-Blick bedachte, der Seinesgleichen suchte. Gerade deswegen, weil sie es wirklich immer gut meinte, und sie ja auch wirklich meistens recht hatte, empfand ich es als besonders schändlich und schlimm von mir, dass ich sie nun anlügen würde. Aber letztlich blieb mir keine andere Wahl. "Du hast recht, ich werde nicht mehr in fremde Wohnung gehen."
Richtiger wäre es wohl gewesen, hätte ich etwas gesagt wie, ich würde nicht mehr "fremde Wohnungstüren aufbrechen", aber so rhetorische Spitzfindigkeiten liegen mir nicht, oder nur wenn ich sie mir vorher bereitlegen kann. Doch für Sonja war die Sache damit erledigt, sie vertraute darauf, dass ich mein frisch entdecktes Hobby gleich wieder aufgeben würde. Ich für meinen Teil, musste nur einen anderen Weg finden, wie ich in die Wohnungen kommen konnte.
Die folgenden Tage verbrachte ich damit, dass ich erstmal versuchte nach anderen Möglichkeiten zu suchen, wie ich in die zu sammelnden Wohnungen kommen würde. Meine erste Idee war es eigentlich, dass ich versuchen könnte, mich zum Schlossknacker ausbilden zu lassen. Dass es dafür keinen WIFI-Kurs gab war mir schon klar, aber ich war davon überzeugt, dass ich schon irgendwie jemanden auftreiben konnte, der mir das beibringen würde. Letztlich kickte dann irgendwann doch noch der Verstand wieder bei mir ein. Türen aufzubrechen oder die Schlösser zu knacken war kein großer Unterschied, denn dass es so einfach sein sollte wie in Filmen, wo die Leute eine Kreditkarte oder eine Haarnadel verwendeten konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Also verwarf ich diesen Ansatz wieder.
Dann kam ich auf die glorreiche Idee, ich könnte doch einfach den Schlüsseldienst rufen und mir von denen die Tür öffnen lassen. Ich war nah dran das wirklich auszuprobieren, aber verwarf die Idee dann doch. Selbst mir war klar, dass so ein Schlüsseldienst irgendwie überprüfen musste, wem sie da das Schloss knackten. Und nur für den Test meine eigene Türe zu opfern, war mir nicht wert, wo man doch so oft davon hörte, dass diese Schlüsseldienste angeblich schwere Schäden anrichteten. Nein, das war wirklich keine Lösung.
Ich war nun seit einigen Tagen damit beschäftigt, dieses Problem zu umkreisen, und hatte begonnen mich schon dabei selbst im Kreis zu drehen. Nach Sonjas Kopfnuss-Attacke war mir klar, dass ich meine Freunde nicht wirklich zu Rate ziehen konnte. Vielleicht wollte ich sie auch vor ein gewissen Mitwisserschaft schützen, sollte mein Hobby tatsächlich dazu führen, dass ich erwischt werden würde. Da mir keine Idee kommen wollte, bei der ich nicht wieder mit meinem frisch erworbenen Brecheisen in der Hand einen Türrahmen zum Splittern brachte, versuchte ich es mit etwas, das mir im Hirn hängen geblieben war, als ich Sonja das Album gezeigt hatte.
Ich begann zu fragen.
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 10. Juni 2008, 10:00 - Rubrik: Geschriebenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Einer Volksweisheit nach, muss man nur sagen:
"I do believe in zombies. I do! I do!" und dabei zweimal in die Hände klatschen - und ein Zombie bekommt Flügel.
Ich finde das etwas seltsam. Ich würde es verstehen, wenn ein Zombie ein Hirn bekommt. Außerdem habe ich Angst vor einem Geschwader fliegender Zombies, denn damit verlieren wir ja jeden Vorteil ihnen gegenüber, wenn wir uns auf höher liegendes Gebiet zurück ziehen.
Also wehe, ich höre da wen von euch was murmeln und klatschen!
Musiktipp dazu:
Wagners 'Ritt der Walküren'
- BM out -
"I do believe in zombies. I do! I do!" und dabei zweimal in die Hände klatschen - und ein Zombie bekommt Flügel.
Ich finde das etwas seltsam. Ich würde es verstehen, wenn ein Zombie ein Hirn bekommt. Außerdem habe ich Angst vor einem Geschwader fliegender Zombies, denn damit verlieren wir ja jeden Vorteil ihnen gegenüber, wenn wir uns auf höher liegendes Gebiet zurück ziehen.
Also wehe, ich höre da wen von euch was murmeln und klatschen!
Musiktipp dazu:
Wagners 'Ritt der Walküren'
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 10. Juni 2008, 07:51 - Rubrik: das andere
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Als ich vor ca 3 Jahren von einem öffentlichen 'Capture the Flag'-Spiel in Toronto gehört hatte, war mein erster Gedanke "Genial, verrückte Leut' gibts".
Dann hab ich von einem öffentlichen Polsterschlacht dort gehört. Es folgte ein Zombie-Walk. Heuer gab es sogar einen Lichtschwert-Kampf. All diese Dinge sind immer für alle die Lust und Laune haben zugänglich.
Ich habe auch irgendwann ein Photoblog aus Toronto entdeckt, das immer wieder auch von diesen Veranstaltungen berichtet, auch von anderen Ereignissen aus dieser kanadischen Metropole. zB von einem Graffiti-Künstler, der einen Flyer entwickelt hat, der Leuten in der Straßenbahn zeigt, an welcher Station sie welches 'besondere' Graffiti sehen können. Deswegen war es für mich umso aufregender als ich letztes Jahr selbst in der Stadt war, und ein wenig von der Atmosphäre dort einatmen konnte.
Gestern gab es in Toronto wieder eine solche Veranstaltung, wieder bin ich von der Idee masslos begeistert. Auf einem öffentlichen Platz, wo zur Zeit eine Licht-Installation ausgestellt ist, fand eine Tanzparty statt. Aber eben eine spezielle. Jeder kam mit seinem MP3-Player, und hatte eine im Vorfeld bereitgestellte Playlist aufgespielt. Auf ein Signal hin starteten alle ihren MP3-Player ... so konnte jeder für sich, zur selben Musik wie die anderen Anwesenden, abshaken.
Okay, es mag jetzt nicht das aufregendste Ereignis sein ... aber etwas das meiner Meinung nach mehr Atmosphäre hat, als jede Fanmeile, die gerade in Mitteleuropa aufgezogen wurde. Keine Ahnung ob es ähnliche Veranstaltungen nicht eh in Wien auch gibt, und ich krieg es nur nicht mit. Aber wahrscheinlich ist die Mentalität hier, auch gar nicht für diese Art von Vergnügen gemacht.
- BM out -
Dann hab ich von einem öffentlichen Polsterschlacht dort gehört. Es folgte ein Zombie-Walk. Heuer gab es sogar einen Lichtschwert-Kampf. All diese Dinge sind immer für alle die Lust und Laune haben zugänglich.
Ich habe auch irgendwann ein Photoblog aus Toronto entdeckt, das immer wieder auch von diesen Veranstaltungen berichtet, auch von anderen Ereignissen aus dieser kanadischen Metropole. zB von einem Graffiti-Künstler, der einen Flyer entwickelt hat, der Leuten in der Straßenbahn zeigt, an welcher Station sie welches 'besondere' Graffiti sehen können. Deswegen war es für mich umso aufregender als ich letztes Jahr selbst in der Stadt war, und ein wenig von der Atmosphäre dort einatmen konnte.
Gestern gab es in Toronto wieder eine solche Veranstaltung, wieder bin ich von der Idee masslos begeistert. Auf einem öffentlichen Platz, wo zur Zeit eine Licht-Installation ausgestellt ist, fand eine Tanzparty statt. Aber eben eine spezielle. Jeder kam mit seinem MP3-Player, und hatte eine im Vorfeld bereitgestellte Playlist aufgespielt. Auf ein Signal hin starteten alle ihren MP3-Player ... so konnte jeder für sich, zur selben Musik wie die anderen Anwesenden, abshaken.
Okay, es mag jetzt nicht das aufregendste Ereignis sein ... aber etwas das meiner Meinung nach mehr Atmosphäre hat, als jede Fanmeile, die gerade in Mitteleuropa aufgezogen wurde. Keine Ahnung ob es ähnliche Veranstaltungen nicht eh in Wien auch gibt, und ich krieg es nur nicht mit. Aber wahrscheinlich ist die Mentalität hier, auch gar nicht für diese Art von Vergnügen gemacht.
- BM out -
Black_Mage - am Sonntag, 8. Juni 2008, 19:58
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Okay, scheinbar kann man auch zuviel US-Präsidentenwahl-Berichterstattung abkriegen. Zumindest dürfte ich es in den letzten Tagen übertrieben haben, weil ich mittlerweile Obamas Namen scheinbar überall lese.
Gerade eben hab ich auf orf.at folgenden Satz gelesen:
Belvedere: Baracks Sammlung im neuen Licht
Es versteht sich von selbst, dass die Rede von einer Barock-Sammlung war...
Keine Berichterstattung mehr für Dich, Herr Mage!
- BM out -
Gerade eben hab ich auf orf.at folgenden Satz gelesen:
Belvedere: Baracks Sammlung im neuen Licht
Es versteht sich von selbst, dass die Rede von einer Barock-Sammlung war...
Keine Berichterstattung mehr für Dich, Herr Mage!
- BM out -
Black_Mage - am Freitag, 6. Juni 2008, 17:24
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Hab gerade von einem großartigen Gerücht gehört.
Grundsätzlich geht es darum, das Apple bereits an einer neuen Betriebssystem-Version arbeitet (OS X 10.6) - gut, das ist weniger ein Gerücht als Fakt. Die Spekulation dreht sich um den Namen des Programms.
Die Mac OS X-Fassungen horchen ja auf Großkatzen-Namen (Cheeta, Puma, Jaguar, Panther, Tiger, Leopard *bg*). Somit ist es also naheliegend, dass auch die nächste Versionsnummer einen entsprechenden Namen bekommt.
Tja ...und das Gerücht, von dem ich gehört/gelesen habe, besagt nichts anderes, als dass Mac OSX 10.6 'lolcat' heißen wird :D
Okay, ja... das stimmt also mal nicht. Ist klar. Aber die Idee finde ich so genial ... Eine kleine Recherche hat ergeben, dass Apple sich wohl für "Schneeleopard" entschloßen hat. Hmpf. Langweiler.
- BM out -
Grundsätzlich geht es darum, das Apple bereits an einer neuen Betriebssystem-Version arbeitet (OS X 10.6) - gut, das ist weniger ein Gerücht als Fakt. Die Spekulation dreht sich um den Namen des Programms.
Die Mac OS X-Fassungen horchen ja auf Großkatzen-Namen (Cheeta, Puma, Jaguar, Panther, Tiger, Leopard *bg*). Somit ist es also naheliegend, dass auch die nächste Versionsnummer einen entsprechenden Namen bekommt.
Tja ...und das Gerücht, von dem ich gehört/gelesen habe, besagt nichts anderes, als dass Mac OSX 10.6 'lolcat' heißen wird :D
Okay, ja... das stimmt also mal nicht. Ist klar. Aber die Idee finde ich so genial ... Eine kleine Recherche hat ergeben, dass Apple sich wohl für "Schneeleopard" entschloßen hat. Hmpf. Langweiler.
- BM out -
Black_Mage - am Freitag, 6. Juni 2008, 14:52 - Rubrik: Gefundenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Sonja: "Na, von Dir habe ich ja jetzt einige Tage nichts gehört. Was hast Du denn so getrieben? Ich hab mir schon fast Sorgen um Dich gemacht."
Sie hatte recht, ich hatte es in den Tagen, in denen ich auf Clemens gewartet hatte, total verabsäumt mich mal bei ihr zu melden. Auf der anderen Seite, wollte sie ja mal ein wenig in Ruhe gelassen werden.
Es war nun 2 Tage her, dass ich in Clemens Wohnung gewesen war. Im Nachhinein war ich kurz der Panik verfallen, das mich jemand gesehen haben könnte, oder ich doch irgendwelche Spuren hinterlassen haben könnte, und hatte deswegen beschlossen einen Tag nicht außer Haus zu gehen. Ja, so klingt das, wenn ich versuche vernünftig zu sein.
"Ja, ich war recht beschäftigt. Aber ich habe mir ja ein Hobby gesucht, und das hat erst mal ein wenig Zeit in Anspruch genommen."
Sonja: "Oh, das ging ja flott. Und was machst Du jetzt? Bestimmt irgendein Mannschaftssport, oder?"
"Nein, ich habe begonnen zu sammeln."
"Sammeln? Du?", Sonja war zu Recht erstaunt. Ich galt im Kreise derer, die mich besser kannten, immerhin nicht gerade als jemand der geduldig auf etwas wartete. Oder sich eben einer Sache so verbissen verschreiben konnte, wie es wohl viele Sammlungen bedurften.
Ich zog deswegen einfach das Album, dass ich gebastelt hatte, hervor und drückte es ihr in die Hand. Sie schaute mich erst groß an, dann nahm sie es und setzte sich an ihren Arbeitstisch damit. Vorsichtig klappte sie es auf, wahrscheinlich dachte sie ich hätte da vielleicht Schmetterlinge und Käfer drin.
Mit wachsendem Erstaunen blätterte sie durch die Bilder die ich arrangiert hatte. Der Eingangsbereich, die Garderobe, Küche, Bad, WC, Wohnzimmer, Schlafzimmer. Abstellraum und Balkon. Nahaufnahmen der Tapette im Schlafzimmer, das Muster der Bettdecke, ein Lampenschirm, das Board mit den Kaffetassen. Ein Screenshot der Arbeitsoberfläche des Computers, ein Blick auf die kümmerliche DVD-Sammlung.
Sonja nahm sich Zeit, schaute sich jedes Bild genau an und sprach kein Wort. Es war offensichtlich, dass sie sich nicht wirklich einen Reim auf das Ganze machen konnte.
Sonja, mehr zu sich selbst: "Du hast Dir eine neue Wohnung gekauft? Nein, dazu ist die ganze Einrichtung nicht dein Stil. Hm, es geht um die Photographien. Dein neues Hobby ist Photographie, nicht?"
"Hm, nein. Es geht eigentlich wirklich mehr um die Wohnung selbst."
Sie warf noch einen Blick auf die aufgeschlagene Seite, dann blickte sie nochmal mich an. "Ich glaube nicht, dass ich drauf komme. Wessen Wohnung ist das?"
"Sein Name ist Clemens, ich habe ihn beim Kaffee trinken getroffen."
"Und dann hat er dich dazu eingeladen seine Wohnung zu fotografieren.", in ihrer Stimme lag soviel Zweifel, dass es klar war, dass sie diesen Satz lieber als Frage ausgesprochen hätte, aber sie wahrscheinlich spürte, dass ihr die Antwort darauf nicht gefallen würde.
"Nein, ich habe am nächsten Tag, als er in der Arbeit war, die Tür aufgebrochen und habe mir alles in Ruhe angeschaut und fotografiert.", vielleicht wenn ich einen Hauch von Sarkasmus in meine Stimme gelegt hätte, wäre eine geringe Chance bestanden, dass ich das kommende Unheil, das Sonja nun über mich bringen würde, hätte abwenden können. Ich hätte so tun können, als würde ich darüber spotten, dass sie mir sowas zu traut. Aber wen hätte ich hinters Licht führen wollen? Sonja kannte mich seit mehr als 15 Jahren und wusste wozu ich fähig war.
Sonja sprang von ihrem Stuhl auf: "Du bist eingebrochen? Tom, sag mal, bist du WAHNSINNIG?!", und damit stürzte sie sich auf mich, und gab mir eine ordentliche Kopfnuss.
Sie hatte recht, ich hatte es in den Tagen, in denen ich auf Clemens gewartet hatte, total verabsäumt mich mal bei ihr zu melden. Auf der anderen Seite, wollte sie ja mal ein wenig in Ruhe gelassen werden.
Es war nun 2 Tage her, dass ich in Clemens Wohnung gewesen war. Im Nachhinein war ich kurz der Panik verfallen, das mich jemand gesehen haben könnte, oder ich doch irgendwelche Spuren hinterlassen haben könnte, und hatte deswegen beschlossen einen Tag nicht außer Haus zu gehen. Ja, so klingt das, wenn ich versuche vernünftig zu sein.
"Ja, ich war recht beschäftigt. Aber ich habe mir ja ein Hobby gesucht, und das hat erst mal ein wenig Zeit in Anspruch genommen."
Sonja: "Oh, das ging ja flott. Und was machst Du jetzt? Bestimmt irgendein Mannschaftssport, oder?"
"Nein, ich habe begonnen zu sammeln."
"Sammeln? Du?", Sonja war zu Recht erstaunt. Ich galt im Kreise derer, die mich besser kannten, immerhin nicht gerade als jemand der geduldig auf etwas wartete. Oder sich eben einer Sache so verbissen verschreiben konnte, wie es wohl viele Sammlungen bedurften.
Ich zog deswegen einfach das Album, dass ich gebastelt hatte, hervor und drückte es ihr in die Hand. Sie schaute mich erst groß an, dann nahm sie es und setzte sich an ihren Arbeitstisch damit. Vorsichtig klappte sie es auf, wahrscheinlich dachte sie ich hätte da vielleicht Schmetterlinge und Käfer drin.
Mit wachsendem Erstaunen blätterte sie durch die Bilder die ich arrangiert hatte. Der Eingangsbereich, die Garderobe, Küche, Bad, WC, Wohnzimmer, Schlafzimmer. Abstellraum und Balkon. Nahaufnahmen der Tapette im Schlafzimmer, das Muster der Bettdecke, ein Lampenschirm, das Board mit den Kaffetassen. Ein Screenshot der Arbeitsoberfläche des Computers, ein Blick auf die kümmerliche DVD-Sammlung.
Sonja nahm sich Zeit, schaute sich jedes Bild genau an und sprach kein Wort. Es war offensichtlich, dass sie sich nicht wirklich einen Reim auf das Ganze machen konnte.
Sonja, mehr zu sich selbst: "Du hast Dir eine neue Wohnung gekauft? Nein, dazu ist die ganze Einrichtung nicht dein Stil. Hm, es geht um die Photographien. Dein neues Hobby ist Photographie, nicht?"
"Hm, nein. Es geht eigentlich wirklich mehr um die Wohnung selbst."
Sie warf noch einen Blick auf die aufgeschlagene Seite, dann blickte sie nochmal mich an. "Ich glaube nicht, dass ich drauf komme. Wessen Wohnung ist das?"
"Sein Name ist Clemens, ich habe ihn beim Kaffee trinken getroffen."
"Und dann hat er dich dazu eingeladen seine Wohnung zu fotografieren.", in ihrer Stimme lag soviel Zweifel, dass es klar war, dass sie diesen Satz lieber als Frage ausgesprochen hätte, aber sie wahrscheinlich spürte, dass ihr die Antwort darauf nicht gefallen würde.
"Nein, ich habe am nächsten Tag, als er in der Arbeit war, die Tür aufgebrochen und habe mir alles in Ruhe angeschaut und fotografiert.", vielleicht wenn ich einen Hauch von Sarkasmus in meine Stimme gelegt hätte, wäre eine geringe Chance bestanden, dass ich das kommende Unheil, das Sonja nun über mich bringen würde, hätte abwenden können. Ich hätte so tun können, als würde ich darüber spotten, dass sie mir sowas zu traut. Aber wen hätte ich hinters Licht führen wollen? Sonja kannte mich seit mehr als 15 Jahren und wusste wozu ich fähig war.
Sonja sprang von ihrem Stuhl auf: "Du bist eingebrochen? Tom, sag mal, bist du WAHNSINNIG?!", und damit stürzte sie sich auf mich, und gab mir eine ordentliche Kopfnuss.
Black_Mage - am Freitag, 6. Juni 2008, 10:00 - Rubrik: Geschriebenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Ich präsentiere den großen Volksführer, unser aller Vorsitzender -

Dieses und ähnliche Motive gibts auf T-Shirts, Poster, Taschen usw: hier
- BM out -

Dieses und ähnliche Motive gibts auf T-Shirts, Poster, Taschen usw: hier
- BM out -
Black_Mage - am Freitag, 6. Juni 2008, 09:35 - Rubrik: Gefundenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren