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WOW, wir hatten heute Stress in der Arbeit.

Ich betone das ja nur deswegen so, weil es das erste Mal war, dass wir Stress hatten. Und damit meine ich tatsächlichen Stress, der langanhaltend war. Eineinhalb Stunden sind plötzlich mit einem Fingerschnippen vergangen gewesen, in denen ich einen Kunden nach dem anderen hatte..und teilweise eigentlich gleich mehrere.

Plötzlich war der Laden wieder leer und mein Kollege und ich haben uns nur noch angeschaut und laut gefragt "was war das jetzt?!". Dann habe ich 2 Becher Wasser runtergestürzt, weil ich die letzte Kundin schon mit kratziger Stimme angefertigt hatte.

Mein Kollege hat dann gemeint "Oh Gott, hoffentlich passiert sowas nicht bald wieder. Soviel Stress haltet man ja nicht aus." ..ich aber habe mir die Lippen geleckt. Ich habe Blut geschmeckt. Ja so soll es sein.
Ich will mehr. MEHR! MEEEEEEHR!!!

Aber ich bin dafür jetzt wie erschlagen ;)

- BM out -

Ich mache freiwillig bei einer Umfrage im Internet mit.

Zuerst werden die üblichen Bereiche abgeklärt: wie alt bin ich, welchem Geschlecht fühle ich mich angehörig, was verdiene ich mit welchem Bildungsstand.

Dann gehts ans Eingemachte. Und hätte ich gewusst, um was es in dieser Umfrage geht, hätte ich sie erst gar nicht begonnen. Es geht um berühmte Österreicher. In verschiedenen Kategorien werde ich erst nach Schauspielern, Sportlern, Musikern, High-Society Leuten gefragt und später danach wer aus dieser Kategorie sympathisch, witzig und nervig ist.

So blöd das klingt...um meine "Nennen sie mindestens 3"-Promis Felder zu füllen, habe ich jetzt sogar gegoogelt. Bei den Sportlern sind mir zum Glück der Krankl und der Prohaska eingefallen, bevor ich zur Suchmaschine greifen musste.

Ich sollte wohl wirklich mal das entsprechende Bildungsfernsehen von ATV und Co auf mich niedergehen lassen...

- BM out -

Ein Vertipper auf der einen Seite, ein Verleser auf der anderen. Und fertig ist ein neues Wort: Scenic-Fiction.

Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie sich das genau darstellt.
Geschichten in denen hübsche Gärten, Panorama-Ansichten, und außergewöhnliche Landschaften im Mittelpunkt stehen.
Vielleicht ein Gärtner in der Hauptrolle.

Vielleicht kann ich damit ein komplett neues Genre begründen. Wenn ich nur wüsste, um was es dabei gehen könnte? Bestimmte Stilelemente oder Handlungen die vorkommen würden.

Hat hier jemand einen konstruktiven Vorschlag, den ich stehlen darf?

- BM out -

Mein Kollege und ich tauschen uns über die Möglichkeiten der Gewalt an Kunden aus, und begründen es damit,dass das früher in den Schulen ja auch so passiert ist.

Darauf mein Kollege: "Da wo ich herkomm, ist das immer noch üblich. Richtig brutal gehts da in den Schulen zu."

Ich: "Wow, ich wusste nicht, dass es in Niederösterreich so schlimm ist."

Naja, er meinte eigentlich Albanien. Aber mal ganz im Ernst, wo ist da der große Unterschied?

- BM out -

Die Ausgangssituation: Ivan ist bei einem großen Telekommunikationsunternehmen angestellt, und die meisten Leute halten ihn für einen netten, bemühten und kompeteten Kerl. Wenige wissen, dass er glaubt er könne das Wetter kontrollieren, und dass das "Schnurren einer Kettensäge" zu seinen Lieblingsgeräuschen gehört. Patrick Bateman aus "American Psycho" gehört zu seinen Heroen, und somit sollte all jenen, die ihn nur als den netten Verkäufer kennen, eines klar sein: Wenn er dich feundlich anlächelt, stimmt was nicht.
Das Problem: Ivan ist nicht fiktional. Ivan ist derjenige, der mir "Der Siebte Tod" empfohlen hat.

"Der Siebte Tod" ist ein Thriller, der sich großartiger Kritiken rühmen kann. Obwohl ein Erstlingswerk wurde es mit Lob nur so überhäuft und mit Büchern wie "American Psycho" und "Das Schweigen der Lämmer" verglichen. Das sagt schon einiges aus. Die Richtung, die das Buch einschlägt, wird einem schon auf der Rückseite mit folgenden Worten klar gemacht:
"Mein Name ist Joe, ich bin eigentlich ein netter Kerl. Nur manchmal bringe ich Frauen um."
Ich will nichts verraten, aber so nett finde ich Joe eigentlich gar nicht. Aber dazu später mehr.

Zum Plot: "Der Siebte Tod" (die unglückliche Übersetzung zum Originaltitel: "The Cleaner") erzählt die Geschichte von Joe, dem 'Schlächter von Christchurch'. Ein Serienmörder der die Polizei und Medien in Atem hält, und die Frauen in Christchurch früh abends Ketten vor die Tür legen lässt. Was Joe zu Beginn des Buches ein wenig aufregt, ist die Tatsache, dass ihm ein Trittbrettfahrer einen Mord unterjubeln will. Und so beschliesst Joe diesen Typen zu finden und ihm auch gleich die eigenen Morde unterzuschieben - und Joe hat ziemlich gute Karten in der Hand. Denn wo, wie Joe es so schön ausdrückt, die Polizei auf der Suche nach dem Täter mit "Dartpfeilen auf das Telefonbuch wirft" hat Joe einen kleineren Kreis an Verdächtigen. Joe arbeitet nämlich als Putzhilfe am Polizeipräsidium, und da er sich für geistig zurückgeblieben ausgibt, stehen ihm dort alle Türen offen...

Gut, wir haben es hier also mit einem Thriller zu tun. Mit einem klassischen Katz und Maus-Spiel. Mörder und Polizei die sich umkreisen, und nie weiß man wessen Falle zuerst zuschnappt. Worin sich "Der siebte Tod" aber wesentlich unterscheided ist der Blickwinkel: Wir erleben die Geschichte aus der Ich-Perspektive eines Soziopathen und das ist auf eine gewisse Weise beängstigend.

Joe ist absolut kalt und skrupellos. Er weiß zwar dass es nicht richtig ist zu morden, aber nunja, jeder braucht ein Hobby und er kann es nunmal. Ein schlechtes Gewissen hat er deswegen aber nicht. Die ersten Kapitel hat man daher auf alle Fälle einen gewissen Ekel gegenüber Joe und seiner Welt, an den man sich aber dann doch gewöhnt. Wobei ich sagen muss, dass Joe mir zu keinem Zeitpunkt wirklich sympathisch geworden ist, ich aber durch spätere Ereignisse im Buch doch ein wenig mit ihm mitfühlen konnte.

Was dieses Buch aber trotz seines Blickwinkels und seiner Nähe zu der kranken Gedankenwelt eines Soziopathen so lesenswert macht ist nicht bloß die spannende Geschichte sondern vorallem, dass es sich der Autor erspart zu sehr ins Detail zu gehen. Auf der einen Seite überlässt er damit natürlich der eigenen Vorstellungskraft ein breites Feld, was oft noch schlimmer ist als eine detailierte Beschreibung. Es ist aber angenehm dass man nicht mit den Einzelheiten von Vergewaltigungen und Morden konfrontiert wird.

Ein zusätzliches Element, dass der Autor eingebaut hat, sind die immer wiederkehrenden Kapitel aus der Sicht von Sally, einer Arbeitskollegin von Joe. Denn Joe glaubt das Sally 'auch' geistigbehindert ist, und nimmt sie nie wirklich ernst und durchschaut bis zum Schluss nicht, dass er es mit einer 'normalen' Frau zu tun hat. Dieser Perspektivenwechsel ergänzt die Geschichte sehr gut, und gibt dem Buch eine zusätzliche Schicht von Authenzität, da Sally ein komplett eigenes Leben führt.

Für mich war das Buch noch aus einem weiteren Aspekt spannend, weil ich ja selbst erst letztes Jahr in Christchurch war, und dadurch einige der erwähnten Ort entweder selbst besucht habe, oder die Gegend zumindest vom Stadtplan kenne. Ein blutiges Wiedersehen also.

Ich kann diesen außergewöhnlich spannenden Thriller wirklich nur jedem empfehlen. Das Buch ist großartig geschrieben, hat einen dynamischen Fluss und bietet einige Elemente die anderen Thrillern eindeutig fehlen. Den australischen Autor sollte man im Auge behalten. Sowohl was weitere Bücher angeht, als auch ob sich in seiner Umgebung nicht die Morde häufen. Denn wer so einen Einblick in die Psyche eines Serienmörders liefert ...nunja, der Ivan ist ja auch ein ganz netter :)

- BM out -

Dieser Winter kostet mich mittlerweile zuviel. Es reicht!
Erst 1 einzelner Handschuh, dann gleich noch ein ganzes Paar und seit heute auch noch meine Haube (die ein Geschenk vom alten Mann war, ein Promo-Ding zu 'Lost Planet').

Am Samstag stellen wir auf Sommerzeit um, ich fordere das Wetter auf so erwachsen zu sein und sich entsprechend zu verhalten!

.oO(Abgesehen davon würde mir bei bleibendem kalten Wetter jetzt ohne Haube verdammt kalt am Kopf...)

- BM out -

Ich bin beeindruckt...

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- BM out -

 

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