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Gespieltes

Nachdem mir nichts kreativeres einfällt es auszudrücken, sage ich es frei heraus:
WoW-Trading Card Game macht Spass!

- BM out -


[Diese Meldung wurde nicht von Upperdeck oder Blizzard gesponsort]

Es ist soweit ... der erste Schritt zurück in die liebevolle Umarmung Azeroths ist getan. Ich hab mir heute - endlich, nach langem warten und ebenso mühvollem Suchen wo es überhaupt lagernd ist - das World of Warcraft TradingCardGame gekauft.
Es versteht sich von selbst, dass in meinem Starterkit nicht wie erhofft ein Shamy drin war, sondern ein schw...ächlicher Alli-Schurke. Aber dank der Boosterpacks habe ich schon einige Schamanen-Items und Fähigkeiten.

Dem Herrn Cinematographen habe ich auch gleich so ein Packet mitnehmen dürfen, jetzt hab ich natürlich die Hoffnung, dass bei ihm mein... ähm, ein Schamanen-Held dabei ist und er mit mir tauscht.
Ansonsten werde ich wohl als Ork-Warlock loslegen. Oder mir mehr Boosterpacks kaufen müssen.

Hm..ok, ich glaub ich sollte mir mal die Regeln auch durchlesen, nur Kartensammeln reicht ja leider auch nicht :)

- BM out -

Wie ich ja immer wieder mit Stolz verkünde, bin ich Clean was WoW betrifft. Seit über einem halben Jahr. Keine Einstichstellen von Gametime-Cards in meinen Armbeugen (gut, ich hab meine Monatsgebühr immer mit Kreditkarte gezahlt gehabt, hatte sowas also nie).

Als ich Anfang des Jahres mit WoW aufgehört habe, war das ja nicht das erste Mal, dass ich mit WoW Schluss gemacht hatte. Aber diesesmal habe ich es ernst gemeint und habe den Entschluss nie bereut. Mir war immer klar, dass wenn die Erweiterung "Burning Crusade" rauskommt, ich wohl in Versuchung geraten würde, wohl auch wieder kurzfristig spielen würde ...aber es würde nix daran ändern, dass ich von dem harten Stoff weg war.

Wie schwach meine Gemütslage betreffend Azeroth und seiner Kreaturen wirklich war, wurde mir bewusst, als ich völlig euphorisch begonnen habe alle Infos zum WoW-Tradingcardgame (das Ende es Monats in Europa erhältlich sein sollte) aufzusaugen und mich auf das Spiel vorzubereiten.

Und dann kam eben eine Mail von Blizzard bei mir an. Das Fact-Sheet zur "Burning Crusade"-Collectors Edition. Und bei mir brennt nicht der Kreuzzug sondern alle Sicherungen durch. Ich MUSS das haben.
Nicht etwa weil ich schon von WoW die Collectors-Edition für 80 Euro gekauft habe. Nein ...einfach weil die Goodies drin so genial sind. Einfach weil ich BC unbedingt spielen muss.

Ja...ich will Juwelier sein! Will durch das dunkle Portal marschieren. Die Schlacht am Mount Hyjal nachspielen. Eine sexy Blutelfe starten.
*schluchz*
Oh ihr Götter, gnadet meiner armen Seele, lasst mich frei vom Fluch von WoW!

- BM out -

Nunja, das klingt als Titel ja schon arg niederschmetternd. Aber es ist nunmal das Motto, des Games von dem ich heute berichten möchte, und somit komme ich leider um diese elementare Wahrheit nicht rum. Tut leid.

Natürlich mag man sich nun Fragen, welches Spiel denn so ein Motto mit sich rumschleppt. Der Titel " Defcon " verrät dabei schon mal den thematischen Hintergrund: Thermonuklearer Krieg. Das Ganze orientiert sich dabei an dem 80er-Jahre Film "Wargames".
Ich warte bereits seit April auf die Erscheinung dieses genialen Computergames, jetzt ist es endlich so weit ...und im November erscheint dann auch endlich die MAC-Fassung.

Defcon ist von der paranoiden Stimmung geprägt, dass alle anderen einem hinterrücks eine paar Atomraketen übers Haupt ziehen wollen, denn
zu Beginn wählt man eine Großmacht, und positioniert seine Einheiten vom Radar und Uboot, zur Bomberstaffel und dem Raketensilo, die meist sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar sind. Man geht Allianzen mit anderen Spielern ein, und versucht das Territorium der anderen auszukundschaften während sich die globale Verteidigungsstufe (Defcon) langsam, von Stufe 5 bis Stufe 1, in immer kritischere Bereiche schraubt.

Bis der Punkt erreicht ist, an dem gilt: "Wenn der thermonukleare Krieg ausbricht gewinnt keiner, aber vielleicht kann man ja am wenigsten verlieren." Und dann wird sich zeigen auf welcher Seite die vermeintlichen Alliierten stehen und ob man seine Einheiten strategisch günstig positioniert hat. Ob man feindliche Raketenabschüsse rechtzeitig feststellen kann, Gegenschläge oder gar Erstschläge erreicht.

Die Präsentation beschränkt sich dabei auf das notwendigste, und gibt einem dadurch umso mehr das Gefühl in einem unterirdischen Kommandobunker zu sitzen, wo es einem wohl ziemlich leicht fällt, Milliarden Leben zu opfern.

Ich bin schon sehr gespannt ob Defcon meine Erwartungen erfüllen kann, aber als Zyniker vergebe ich dem Spiel jetzt schon ein paar Vorschusslorbeeren. Bisher haben mich die Entwickler von Introversion noch nie enttäuscht. Also: "Next Stop: Armaggeddon"

- BM out -

Willkommen bei meinem Dead Rising Erfahrungs- Überlebensbericht

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, das jeder weiß, das "Dead Rising" Capcoms System-Seller für die Xbox360 ist. Ein Spiel auf das viele sehr lange gewartet haben. Seit gestern ist es in Europa (bis auf Deutschland, die es für Jugendgefährdend halten) erhältlich, ich konnte zum Glück schon seit einer Woche Erfahrungen damit sammeln.

Das Wesentliche zuerst:
Willamete, Colorado, USA. Ein verschlafenes Nest mit knapp 55.000 Einwohnern. Das aufregendste dort ist die Mall, das Einkaufszentrum. Warum also, laufen wir dort nun als Frank West, ein unabhängiger Foto-Reporter, durch die Gegend? Richtig ... wir wittern eine Story, und man kann davon ausgehend, das die Tausenden von Zombies, die durch die Mall wanken, irgendwas damit zu tun haben.

Frank hat 72 Stunden um rauszufinden was genau hier vor sich geht und ein paar knallige Fotos davon zu schiessen. Dann kommt ein Hubscharuber und trägt ihn zu Weltruhm, Ehre, Pulitzer-Preis, Geld, Frauen ... naja, ihr wisst schon, was einen zu so einer Idee bewegt.
72 Stunden in einem zombieverseuchten Einkauftszentrum sind kein Spaziergang, jetzt weniger weil die Zombies im Weg stehen. Die schafft man schon beiseite, aber dazu später mehr. Herauszufinden warum überhaupt die gesamte Bevölkerung von Willamete sich der fröhlichen Fraktion der Untoten angeschlossen hat, ist der wesentlich nervenaufreibendere und stressigere Teil.
Man folgt einigen aufeinander folgenden Aufgaben, die innerhalb einer gewissen Zeit erledigt werden müssen. Wenn man es nicht schafft innerhalb des jeweils gegebenen Zeitrahmens am richtigen Ort zu erscheinen, verpasst man die Chance mehr über die Hintergrundereignisse zu erfahren. Für immer. Außer man lädt den vorigen Speicherstand. Aber das kann einen manchmal um Spielstunden zurückwerfen, wenn man nicht aufpasst. Weiterspielen und auf den Hubschrauber hoffen kann man aber immer noch.

Was es so schwierig macht sich an den Zeitplan der Hauptgeschichte zu halten sind die ganzen anderen Überlebenden, die sich in der Mall verstecken. Sie alle wollen vor gierigen Zombiemägen gerettet werden, doch das zu bewerkstelligen ist eine sehr schwierige Aufgabe.
Laufend wird man über das Walkie-Talkie darüber informiert, wenn jemand auf den Monitoren in der Sicherheitszentrale des Shoppingzentrums auftaucht. Wenn man Glück hat liegt dieser Einsatz am Weg zu einer Story-Mission, oder man hat noch genug Zeit bei dem Überlebenden vorbei zu schauen. Manchmal sind die sogar recht nützlich und lassen sich mit Waffen ausstatten. Öfter aber muss man sie an der Hand nehmen, weil sie zu verängstigt, oder tragen, weil sie zu verletzt sind, um die eigene Haut zu retten. Ich denke mittlerweile, das Überlebende ein höheres Risiko auf Franks Leben darstellen als die Zombies, denn wenn man versucht sie zu retten, versenken die wandelnden Leichen nur zu gerne ihre Krallen und Zähne im Fleisch des Foto-Reporters.

Doch es gibt nicht nur hilfsbedürftige Überlebende und hiebbedürftige Untote in der Willamete Parkview Mall. Immer wieder führen einen die Streifzüge durch die Shops und Plazas zu Begegnugen mit sogenannten Psychopathen . Und selten zuvor hat sich jemand diese Bezeichnung so verdient wie diese Gruppierung. Ob ein durchgeknallter Kinderclown mit Kettensäge, ein etwas sehr angespannter Supermarkt-Leiter, oder eine 3-köpfige-Familie die einen mit Scharfschützengewehren jagt, weil es ihr "gottverdammtes Recht als Amerikaner" ist. Diese Psychopathen halten einiges aus und benötigen auch etwas Taktik um ihren Wundenpunkt auszunutzen, belohnen einen aber wiederum auch immer mit speziellen Waffen.

Apropos Waffen ..kommen wir nun zum wesentlichen Punkt von Dead Rising. 250 Waffen bietet das Spiel, denn hier beschränkt man sich nicht auf Pistolen, Messer oder Baseballschläger. So ein Einkaufszentrum hat doch wesentlich mehr zu bieten.
Wie wäre es mit dieser netten Sitzbank oder dem Blumentopf daneben? Schon mal ein Zombie mit einer Pfanne verdroschen? Wenn ja, wie wärs wenn Du die Pfanne in der Cafeteria auf den Herd stellst, und das Ding heißglühend machst, und dann den Pfannenboden in freundlich strahlende Untotengesichter drückst? CD's machen sich hervorragend als Wurfgeschosse, und so eine Gitarre hat einen herrlichen Klang wenn sie auf das faulige Fleisch der nicht sterbenwollenden Kreaturen trifft. Die Vielzahl ist auch notwendig, denn immerhin zerfallen die Dinge nach ausreichend Gebrauch in ihre Einzelteile.
Bevor ich nun ewig so weitermache und alle 250 waffentauglichen Gegenstände aufzähle, hier zu meinen aktuellen Favourites:

Der Werkzeugkasten. Im Nahkampf absolut verherrend, reicht oft ein Schlag schon aus, um einen Zombieschädel einzuschlagen. Wenn so ein Werkzeugkasten seine Brauchbarkeit verliert, fallen Sägeblätter heraus. Die ideale Wurfwaffe um so einen Untoten um die schwere Last seines Kopfes zu erleichtern.

Der Vorschlagshammer ist ebenfalls ein unverzichtbarer Begleiter. Sein Rundumschwung fällt ganze Zombietrupps, und mit einem Kopfüberschwung kann man den nun am Boden kriechenden Horden den Rest geben.

Speiseöl. Unscheinbar aber praktisch. Einfach am Boden verschütten und schon geraten die Zombies ins rutschen. Es ist einfach nur süss, wenn sie wie tollpatschige kleine Kinder am Boden rumkugeln.

Tollpatschige rumkugelnde Zombies sind auch schon ein gutes Stichwort für einen weiteren Aspekt von Dead Rising. Frank ist Foto-Reporter und als solcher macht er - Überraschung! - Fotos. Also hat man immer seine Kamera dabei und ist auf der Suche nach spektakulären Motiven.
Eine gewaltige Meute Zombies? *klick* Ein altes Ehepaar das sich in der gesicherten Zentrale wieder in die Arme fällt? *klick* Ein Überlebender der um Hilfe ruft? *klick* Eine fette Polizistin die mit einem Taser in der Hand auf dich zustürmt, während hinter ihr 4 Frauen gefesselt am Boden liegen? *klick*
Die Art und Weise wie Dead Rising einen für gelungene Fotografien belohnt und einem klar macht, was es Wert ist abgelichtet zu werden ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bei mir hat es die Art und Weise verändert, wie ich große Menschenmengen wahrnehme ... als ich mir gestern beim Billa ein Mittagessen holen wollte, habe ich instinktiv den linken Trigger gezogen, weil das ein 1.000 Punkte-Foto geworden wäre.

Zombies zu töten, Überlebende retten, der Story folgen, Psychopathen neutralisieren, gute Fotos schiessen ...all das bringt Prestigepunkte (PP). Genügend Prestigepunkte vorrausgesetzt steigt Frank im Level auf, und bekommt neue Fähigkeiten oder baut seine Attribute aus. Auf deutsch: er wird immer überlebenfähiger. Das ist aber auch bitter notwendig, tauchen doch immer mehr Zombies auf.

Die Willamete Parkview Mall bietet aber noch etwas, neben Zombies und Waffen um diese wieder los zu werden. Es gibt in den Shops mehr zu finden als bloß verängstigte Überlebende oder ängstigende Psychopathen. Klamotten.
Selbstverständlich sind in dieser Mall unzählige Fetzengeschäfte. Von der Sportbekleidung, bis zum Kinderparadies, dem Outlet für Business Women, oder eben reiner Casual Wear. Hier findet man alles was man braucht. Und auch wenn es absolut sinnfrei ist und auf das Spiel keinerlei Auswirkung hat was Frank gerade an hat, ist es unglaublich lustig von Laden zu Laden zu hirschen und die verschiedenen Outfits auszuprobieren.
Mein Frank läuft zur Zeit zum Beispiel in einem trägerlosen Kleid mit rosa/violettem Blümchenmuster herum. Dazu trägt er weiße Tennisschuhe mit knielangen weißen Sportsocken und eine rot-getönte Sonnenbrille. Seine breiten Schultern kommen erst duch das Kleid so richtig zu Geltung, finde ich.

Man sieht also, dass "Dead Rising" viel zu bieten hat. Auch wenn der Zeitdruck stressig werden kann und es manchmal frustrierend ist, wenn ein Überlebender den man mühsam durch die Mall geleitet hat, kurz vorm Ziel stirbt, und es definitiv nervig ist, das dauernd das blöde Walkie-Talkie surrt während grad 200 Zombies gleichzeitig sich auf einen drauf stürzen. All diese Kleinigkeiten vergisst man, wenn man erstmal wieder in der Parkview Mall steht sich überlegt ob man den Fussball aus dem Inventar schmeisst um lieber doch die Hantel mit zunehmen, während rund um einen nur noch das hohle Gestöhne der Untoten zu hören ist.

Jeder, dem nicht gleich bei dem Gedanken an Blut und Untote schlecht wird, und die Xbox360 daheim stehen hat, sollte sich das Game unbedingt anschauen. Und wem zwar nicht schlecht wird, aber der keine 360 hat, der sollte sich eben gleich beides auf einmal kaufen. Denn aufregender und stylischer wird kein Videogame in der der nächsten Zeit sein.

- BM out -

Auf Gamespot gibt es zur Zeit ein nettes Feature zum Thema "5 Spiele für die einsame Insel" ... ein absolut zeitloses Thema, auch wenn es gerade in die Urlaubszeit passt.

Das wäre jetzt nicht erwähenswert, wäre nicht der allgemein Konsens der einzelnen Redakteure, dass sie zwar völlig alleine mit ihrem Laptop / PC Robinsongleich auf einer Insel gestrandet sind und dort viel, viel Zeit verbringen werden ..aber das auf alle Fälle Breitband-Internetanbindung vorhanden ist.

Schliesslich wollen ja Spiele wie "World of Warcraft", "Battlefield 2" und "Counter Strike" gespielt werden. Wobei Matt Rorie einräumt, dass WoW sogar Spass machen würde, wenn er völlig allein auf dem Server wäre und alle Instanzen alleine machen muss.

Ich persönlich finde die Idee grundlegend faszinierend, dass man zwar eine kleine Ewigkeit auf einer abgelegenen Insel mit Internetzugang verbringen kann und sich stundenlang bei WoW im Chat unterhalten kann, ohne dabei zu erwähnen, dass man irgendwie fest sitzt und Hilfe braucht.
Andererseits ...wenn man mal mit WoW oder BF2 begonnen hat, will man wahrscheinlich gar nicht mehr gerettet werden. Und das WoW-Spieler Hilfe brauchen ist hinlänglich bekannt... ;)
Zugegeben, ich gehe hier schon wieder zu direkt mit Logik ans Werk.

Meine "Top 5 für die Insel"-Liste habe ich bis jetzt nicht wirklich kompiliert ... ich kann mich einfach nicht entscheiden. Aber Civ4 und Heroes of M&M 5 sind sicherlich dabei. Oder ich nehm einfach meine 360 mit ...mit den Arcadegames dort habe ich auch genug zu tun.

Also - wer hat schon den Koffer für seine Insel gepackt? Welche Games sind drin?

- BM out -

Leute wie ich, also eingefleischte Gamer, die Gaming-Magazine lesen, regelmässig verschiedene Gaming-News-Sites frequentieren, Trailer und Videos von neuen Spielen anschauen und noch dazu eben selber spielen ... die kann eigentlich, wenn ein neues Spiel raus kommt, wenig wirklich überaschen.

Der allgemeine Handlungsstrang ist uns bekannt, die Spielmechanik kennen wir auch bereits. Gegner, Waffen, Einheiten, Texturen, Maps .. wir haben es bereits studiert. Man fühlt sich daheim, ein Ort den man bereits gut kennt, ohne jemals dagewesen zu sein. Es ist nicht die Suche nach einer wirklichen Überaschung, die uns in diese Spielewelt treibt, wir wollen uns an ihr messen, die Spielmechanik überlisten und so weiter.

So ist das normalerweise. Und dann kommen Games wie "Prey".

In Prey ist man ein nativer Amerikaner namens Tommy, lebt unglücklich in einem Reservat hat eine Freundin namens Jen und einen Großvater namens ..Großvater. Egal.
Plötzlich wird das Indianer-Casino der Freundin mitsamt aller Leute - Jen, Tommy und Großvater von Außerirdischen entführt. Es folgt ein geskripteter Horrortrip durch die halb organisch/mechanischen Eingeweide des Raumschiffs, erlebt wie andere entführte gefoltert und getötet werden, bis man sich befreit. Und dann gehts daran Jen und die restliche Menschheit vor der bösen Alieninvasion zu retten.

So weit so flach und eindimensional. Doch das wars schon mit der platten Oberfläche, in die das restliche Game gebunden ist, denn nun kommts ganz dick.
Dieses Spiel hat nicht einfach eine 3D-Engine, wie es mittlerweile bei Shootern üblich ist. Nein, Prey geht weiter. Denn Prey nützt seine dreidimensionale Welt vollkommen aus.
Rampen führen den Boden entlang, plötzlich die Wand hoch, und an der Decke weiter ...und wenn man so eine Rampe entlang marschiert, wird eben der Boden zur Decke und umgekehrt. Bis einem das Gehirn das abnimmt hat man sich schon den Hals verrenkt, weil man versucht das Bild vor sich wieder gerade zu rücken ;)
Das Gegner durchaus einem mal auf der Decke entgegen kommen ist nach einiger Zeit völlig normal.

Schlimmer noch wird es später, wenn man per Aktivierung eines Schalters jede beliebige Wand im Raum zum Boden macht und sich das ganze Szenario rundherum plötzlich umdreht. Tommy kommentiert das beim ersten Mal ganz richtig mit einem "Oh Gott, ich glaub ich muss kotzen". Dabei handelt es sich aber um ein Element, das schwer notwendig ist um Hindernisse zu umgehen oder sich überhaupt seinen Weg durch das Raumschiff zu bannen.

Und das waren nur die beiden Beispiele die während der Demo am häufigsten vorgekommen sind. Prey spielt mit der menschlichen Vorstellung von Dreidimensionalität und das es ein oben und unten geben muss, wie es schon lange kein Spiel mehr gemacht hat. Das letzte Mal, dass ich so verwirrt war, war als ich das erste Mal "Descent" gespielt habe ...und das ist nun 10 Jahre her.

"Schlimmer" wird das ganze dann im Multiplayer-Modus, der das Oben-Unten-Schemata unserer Welt endgültig auf den Kopf stellt. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Dieses MP-Map, die ich gestern getestet habe, würde selbst einen M.C. Escher gleichzeitig in die Verzweiflung treiben und glücklich aufjauchzen lassen. Wobei ich nicht mal sicher bin, ob Escher nicht an den Karten für Prey mitgearbeitet hat - denn das solche Räume technisch möglich sind, halte ich für fast ausgeschlossen.
Wenn man plötzlich erkennt, das ein ehemaliger Seitengang plötzlich ein Loch im Boden ist, und man später irgendwann durch eben jenes Loch in der Decke in den Raum zurück stürzt... dann merkt man, das man sich besser einfach darauf konzentriert seine Gegner zu jagen statt zu versuchen das Konzept hinter der Map zu verstehen :)

Den Controller dann aus der Hand zu legen, aufzustehen und geradeaus den Weg durchs Wohnzimmer zu finden, ist eine Herausforderung für sich. Die klaren Verhältnisse unserer Welt, mit ihrem starren Oben/Unten wirken verglichen mit Prey banal. Und gerade darin liegt der Reiz dieses Spiels.
Nicht die Grafikeffekte, die Waffenmodelle, die Gegnertexturen, die Handlungsstränge - so herausragend das alles auch miteinander verwoben ist, und so abwechslungsreich die Elemente der Spielmechanik sind - die Möglichkeit in diese Welt zu schlüpfen und eine Erfahrung wahren 3D's zu erleben, sind es warum Prey eine der großen Hoffnungen im Action-Genre ist. Meiner Meinung nach, völlig zurecht.

- BM out -

Ich spiel grad auf XBL UNO, als ich plötzlich aus der Partie fliege ... ich wurde von Xbox Live getrennt. "Bitte was?"
Ich will mich wieder mit XBL verbinden ...und es geht nicht. "Bitte WAS?!"
Ich lasse die 360 die Connection testen ...
LAN-Adapter. Ok
IP-Adresse. Ok
DNS. Ok
MTU. ...fehlgeschlagen? "Bitt...eh schon wissen nur halt noch aufgeregter"

Ich les mir die Fehlercode-Beschreibung durch, und die Xbox meint, mein ISP oder Router geben zu wenig MTU frei ... für die Uneingeweihten: MTU legt fest wie groß so ein einzelner Datenblock sein kann, wichtig fürs TCP/IP-Protokoll weil es in die einzelnen Header reinschreibt wie groß so ein Paket nun ist, und der Empfänger dann überprüft ob das übereinstimmt. Und wenn so ein Paket zu groß ist, nimmt er es nicht an ... im Netzwerk gibts kein Überporto :)
Ähm, ich schweife ab ... Faktum ist: meine Routereinstellungen bezüglich MTU passen - immerhin war ich ja bis gerade eben online.

Also sitze ich jetzt da ...die Router-Config am iBook offen, das XBL-Config auf der 360 offen ... und es geht nicht. Das es weder am LAN noch am WAN scheitert, beweist ja die Tatsache, dass ich hier bloggen kann :) Und ich hoffe das versteht jetzt keiner falsch, aber das bloggen tröstet mich grad auch kein bisschen ;)

Ich berufe mich einfach mal auf die beiden allgemeinen Lösungswege bei technischen Problemen.
1) Entweder man haut drauf/tritt dagegen und es geht wieder ..oder eben nie wieder.
2) Man lassts einfach stehen und es wird dann schon beim nächsten mal wieder funktionieren.

Als passionierter Warter lass ichs mal stehen, schlafe darüber und lasse die 360 selbst entscheiden. Ob sie wieder mit XBL connecten will...oder ich sie treten und schlagen soll...

- BM out -

Wache: "Wie heißen Sie?"
47: "Namen sind für Freunde, also brauche ich keinen."

Das Videogame "Hitman Bloodymoney" erscheint nächste Woche und zeitgerecht gibt es nun über Xbox Live eine entsprechende Demo dazu. Bloodmoney ist der bereits vierte Teil dieser Serie und ich habe die Demos zu den ersten beiden auch gespielt, aber nie das endgültige Spiel probiert, denn in Hitman ist man der eiskalter Auftragskiller "47".
Ha, natürlich waren es nicht die moralischen Bedenken, die mich davon abgehalten hätten Hitman zu spielen, sondern vielmehr die Tatsache, dass man, wenn man erstmal entdeckt wurde, sich immer irgendwie den Weg freischiessen musste, und in meiner Vorstellung arbeiten Auftragskiller anders.

Doch der Gedanke, mich mal wieder mit einer gespannten Klavierseite zwischen den Fäusten, jenen Bösen die es sich verdient haben, im Schleichgang zu nähern, hat gereicht mir die 360-Demo runterzuladen. Schliesslich habe ich ja im Vorfeld über genug interessante Neuerungen gelesen.

So bin ich also auf die Jagd nach dem Noch-Besitzer eines mittlerweile geschlossenen Freizeitparkes gegangen. Denn in dem hatte es einen Unfall gegeben, der viele unschuldige Leben gekostet hat. Der Angehöriger eines Opfers will Selbstjustiz üben lassen, da die staatliche Justiz in seinen Augen versagt hat. Und nachdem ich ein paar Wachen umschlichen oder erschossen oder Brüstungen hinunter geschubst hatte, stand ich dann endlich vor dem Freizeitparkbesitzer. Kaltblütig jagt ihm Nr 47 auf meinen Befehl hin eine Giftinjektion in den Nacken und macht sich vom Acker ...

"Hm, nettes Game. Aber für einmal durchspielen lohnt sich die Demo nicht..", denke ich mir noch als eine der Neuerungen von "Bloodmoney" ins Spiel kommt. Ein Zeitungsbericht.
Je nachdem wie man die einzelnen Level abschliesst, bekommt man Schlagzeilen auf der Titelseite oder einen kleinen Nebenartikel. Die Reporter schreiben dann natürlich auch ob es ein mysteriöser Unfall, wenn nur die Zielperson stirbt, oder ein blutiges Massaker war ...wie in meinem Fall. Ich habe immerhin über 30 Personen ein Fährticket über den Styx bescherrt... Aber moment?! Was heisst hier, das ein Täter mit limitierten Schuss-Fähigkeiten am Werk war? Frechheit! Euch Zeitungsfritzen werd ichs zeigen!

Also starte ich die Demo nochmal. Lass mich diesmal nicht von den Wachen in meiner Verkleidung erwischen, schleiche mich an den Leuten vorbei, schlage sie von hinten mit meiner Waffe nieder, stosse sie in den Tod...
"Lean Killer murders 17 people" heisst es jetzt :) Laut der Polizei, bin ich ein gut trainierter Schütze und sie seien entsetzt, dass 7 der Toten durch Schüsse in den Kopf hingerichtet worden seien. Bei 4 der Opfer sei man sich auch gar nicht sicher, ob ihr Tod nicht vielleicht ein Unfall war.

Zufrieden schalte ich meine 360 aus. Geht ja, denke ich mir ... und bei zwei mal spielen lohnt sich die Demo ja fast schon.

- BM out -

(Anm d. Red: "Hitman Bloodmoney" erscheint für PC, Xbox, PS2 und Xbox360 und sollte hierzulande eine Freigabe ab 16 Jahren haben)

Als ich während meines Urlaubs auf die Idee gekommen bin mir Nethack runterzuladen, immerhin gibts davon ja Mac-Versionen, war ich selbstverständlich sehr happy. Meine alte Liebe und ich wieder vereint :)

Nach unzähligen Abenteuern in den letzten Wochen, dämmert mir, warum ich nicht schon früher drauf gekommen bin. Ein Schutzmechanismus.
Auf der einen Seite natürlich schon deswegen, weil Nethack trotz seines einfachen Designs und seiner minimalistischen Grafik (egal ob ASCII oder graphisches Interface, es bleibt nunmal minimalistisch) will man einfach immer tiefer in den Dungeon und noch mehr Monster killen, Items finden usw.
Die andere Seite, ist aber nunmal auch, dass es einen manchmal ziemlich überraschend dahin raffen kann... und das ist eine unangenehme Seite.

Da meine ich jetzt gar nicht so Situationen wenn zB eine Wer-rate Verstärkung ruft und die Übermacht einen einkesselt. Wer sich einer Wer-rate (oder jedem anderem Wer-Ding) in den Weg stellt, muss mit diesem Schicksal rechnen.
Oder wenn man an einer verschlossenen Tür ankommt und sie aus purer Gewohnheit einfach eintritt ...und dahinter befindet sich einer der spärlich gesäten Shops und der Shopkeeper beginnt einen mit Magic-missiles zu trangsalieren.
Ja selbst so Unbill wie sich plötzlich von der Decke lösende Steine, die einem den Schädel einschlagen, weil man noch keinen Helm gefunden hat, nimmt man hin - das ist eben das Schicksal wenn man sich auf der Suche nach dem Amulett von Yendor macht.

Das jähe und tödliche Schicksal der anderen Seite das ich meine, hat mich soeben heimgesucht... oder besser meinen genialen Wizard, der es mit dem Goblin-König und seinen Schergen aufgenommen hatte und ein lustiges und flottes Leben hatte, dank Teleportationsring, der ihn einfach wild durch die Gegend gezapped hat (was nur noch von dem "cursed ring of polymorphing", den mal ein Tourist von mir gefunden hatte, getoppt wird). Von überraschendem Hunger übermannt, und die wenigen Rationen im Gepäck sparen wollend, macht er sich über einen soeben gefällten Hob-Goblin her ...und holt sich davon eine Lebensmittelvergiftung...und wenige Züge später ist er tot. Viel zu früh ist er von uns gegangen, schon auf Dungeon lvl 8 *schnüff* ...und das nur weil ich am falschen Eck sparen wollte...
Mögen die Götter seiner Seele gnädig sein.

- BM out -

 

twoday.net AGB

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