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Ich fühle mich so leicht. Positiv und angenehm leicht. Unbeschwert.
Es ist mir nicht aufgefallen, bis mein Lehrling heute fragte "Warum grinsen sie so?" Ich wollte schon antworten, dass ich nicht grinse...aber ich grinste! Ohne Grund.
Das miese Wetter rührt mich nicht. Auch nicht die lange Supermarktschlange. Oder der furchtbare Stress heute in der Arbeit.

Angefangen muss das schon gestern haben, denn abends hatte ich plötzlich Lust (ja, so richtige Freude) meine Wohnung zu putzen. Ich hatte nur kein Putzmittel mehr für Bad und WC, aber die Küche habe ich poliert.

Selbst als mein Lehrling mich mit "Sie können ja französisch." (wie kommt der auf solche Ideen?!?), an einen Kunden verwiesen hat, hab ich ohne Sorge dem Kunden was auf französisch dahingestottert, bis er sein Problem gelöst hatte.

Irgendwann dann habe ich innerlich einen Schritt zurück gemacht und mich gefragt, warum ich so leicht bin. Und als ich das Gefühl genauer untersucht habe, habe ich festgestellt, dass es große Ähnlichkeit mit Verliebtheit hat. Da ist auch immer alles so ...positiv. leicht. unbeschwert.

Jetzt gibt es aber absolut keinen Grund für mich Verliebtheit zu empfinden (mögen jene, die mich als Narzisten wahrnehmen bitte schweigen *g*). Es stört mich aber auch gar nicht, wenn mein Hirn meint es müsse mich da biochemisch betäuben. Ich find das gut. und leicht.
Bitte mehr davon. Danke.

- BM out -

Als vor einigen Monaten die ÖVP die Neuwahlen vom Zaun gebrochen hat, nachdem diese mit einem Knüppel in der Hand in einer dunklen Ecke auf unschuldige Passanten gelauert haben, habe ich noch bekundet, dass es wenigstens ein kurzer und schmerzloser Wahlkampf werden könnte, und ein wenig Stimmung für ein schwarz-grünes-Konstrukt verbreitet.

Seither sind etwas mehr als 2 kurze Monate vergangen, die meisten Parteien haben bewiesen dass sie noch unmöglicher sind, als man dachte und eine Vielzahl an Gruppierungen hat sich ebenfalls ins Rennen geworfen. Unglaubliche 10 Parteien treten Bundesweit an, in Wien haben wir sogar die Wahl aus 13 Polit-Fraktionen. Es steht außer Frage, dass es die meisten nicht ins Parlament schaffen werden.

In der freien Marktwirtschaft fördert die Konkurrenz normalerweise für den Konsumenten förderliche Faktoren. Serviceleistungen oder den Preis zum Beispiel. In der Politik sieht das ganze leider anders aus. Viele Köche verderben den Brei - so lässt sich das leicht zusammen fassen, denn bei dem Hickhack und gegeneinander arbeiten, ist kaum ersichtlich was die Bürger davon haben sollen. Das merkt man dann schon zum Beispiel daran, wenn das BZÖ in einer Abstimmung gegen einen eigenen Vorschlag stimmt, einfach um zu versuchen der SPÖ einen Strich durch die Rechnung zu machen...

Doch halt... ich bin schon wieder zu weit rausgeritten. Zurück in die Wahlkabine mit mir..

Zu meinem Glück hat sich in dem Schwammerlgesprieße von Parteien auch für mich eine Randgruppe ergeben, der ich die Stimme geben kann. Und somit ist das Angebot der Wahlkabine, jener Seite die einem helfen will wieder den Wald hinter den Bäumen zu sehen, für mich eigentlich hinfällig. Aber da mir zwei Freundinnen bereits von ihren Ergebnissen dort erzählt haben, hat mich doch die Neugier gepackt...

Natürlich war mein politisches Lager sehr ausgeprägt in all den positiven Ergebnissen der Umfrage. Das die Partei, für die ich stimmen werde, nicht auf Platz eins gelistet wurde, irritiert mich aber auch kein bisschen. Sehr lustig, und eben erwähnenswert fand ich jedoch, die Ergebnisse des nationalen Lagers: FPÖ ca -150, BZÖ ca -130.

Ich bin also bereit, meine Entscheidung getroffen und mein Kommunisten-Leiberl frisch gewaschen: die Wahl kann kommen!

- BM out -

Mir war, als erwache ich aus einem Traum, in den ich nicht gefallen, sondern gestoßen worden war.

- BM out -

Ich habe ein Review zum X360-Titel "Too Human" geschrieben. Es ist auf englisch und findet sich hier, falls es jemanden interessiert. Ich würde das hier nicht erwähnen, wenn ich nicht so stolz auf den Titel meines Reviews wäre.

Da man in dem Spiel viel Beute sammelt, also Zeug dass die Gegner bei ihrem Ableben fallen lassen, und dieser Vorgang im englischen 'looten' genannt wird, habe ich mich zu dem Titel "Looters will be shot" (Plünderer werden erschossen) entschieden. Das ist von dem her einfach nochmals witzig, weil man ja wirklich konstant von den Gegnern attackiert wird...während man lootet :)

Nicht zu verwechseln mit solchen Situationen:


- BM out -

Was kostet ein Ticket nach Dubai um dort in der Wüste Golf zu spielen?
Sicher mehr als eine Fahrt ins obersteirische Gai ... die haben dort nämlichen ihren Rasen statt mit Dünger mit einem Vernichtungsmittel behandelt...
500.000 Euro Schaden, und eine frühes Saisonende.

Ich empfehle den ganzen Artikel zu lesen, die Aussage der Präsidentin ist Gold wert...

- BM out -

Das ist ein Beitrag den ich schon vor einigen Monaten schreiben wollte, aber dann aus irgendwelchen Gründen in den Hinterkopf verschoben habe. Aus aktuellem Anlass, krame ich das nun mal wieder hervor, und erweitere ihn um den neuen Content :)

Ein Torontoer Graffiti-Künstler hat in seiner Heimatstadt mal einen Guide entworfen, und in die lokale Straßenbahn gehängt, der Straßenbahnnutzern die Möglichkeit gab, die Werke entlang der Strecke zu bewundern. Dazu gab es nette Erklärungen über Stil und Bedeutung und vorallem auch darüber, wie schwierig zu machen es war.

Ich fand diesen Guide wirklich superspannend, und hat mich eine zeitlang auch in Wien mit anderen Augen das ganze anschauen lassen. Denn nicht alles was gesprayed wird ist Graffiti. Vieles ist einfach nur dummer Vandalismus, aber es gibt eben durchaus gutgemachtes zu sehen.

Vor eben jenigen Monaten, als ich schon darüber schreiben wollte, ist meine Schnellbahn in Floridsdorf ,auf der Brücke über die alte Donau, irgendwo auf Höhe des Wasserparks, für ein paar Minuten stehen geblieben. Das kommt schon öfters vor, aber ich hatte das Glück, dass ich beim aus dem Fenster schauen, etwas zu sehen bekommen habe, dass ich davor noch nie gesehen habe. Graffiti.

Zwischen all den Tags und Schmierereien stand in weißen Lettern "Wissen ist Nacht" Die Kernaussage von Professor Nachtigallers Forschungen! Leider ist es mir nicht gelungen ein Foto davon zu machen. Ist mir weiterhin auch nicht gelungen, aber sollte mal jemand die Strecke entlang fahren, und seine Bahn bleibt auf der richtigen Stelle stehen, schau rechts beim Fenster raus ...und freu Dich :)

An das habe ich mich nun wieder erinnert, weil ich wieder mit Verzierungen im öffentlichen Raum konfrontiert wurde. Der laufenden Wahlkampagne sei es gedankt. Denn nichts scheint die Leute mehr zu freuen, als Politikergesichter mit Stiften und Spraydosen aufzuwerten.

Ich rede jetzt nicht von den Zahnlücken und blauen Augen, die da gemalt werden. Auch nicht von Großbuchstabigen Verkündungen, wie "Hurenkind" quer über HC Straches Gesicht (gesehen: Landstrasse, wenn man aus dem Bahnhof kommt links). Nein, es gibt Leute, die einen wesentlich kreativeren Ansatz betreiben.

Auf der Landstraßer Haupstrasse, Busstation Weyrgasse, gibt es ein Plakat zu sehen, dass den SPÖ-Spitzenkandidaten aus unserer Parallelwelt zeigt. Bizzaro-Feymann. Klassisch mit Goatee und gezwirbeltem Oberlippenbart ... er wirkt charismatisch und wie jemand dem man eine Stimme geben kann.

Und heute in Floridsdorf, am Eingang zum Bahnhof, habe ich einen Feymann gesehen, der es offensichtlich lockerer angeht. Mit einer selbstgedrehten Zigarette im Mundwinkel, blickt er feymännisch von seinem Dreiecksaufsteller. Finde ich einen interessanten Ansatz, statt zur Farbe zugreifen, extra Objekte anzubringen.

Aber so ist das nunmal in der Kunst ...da muss man mit allen Mitteln arbeiten, die da sind, mit allem was hilft die eigene Kreativität auszuleben.

- BM out -

 

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