das andere
Fiktion
Gearbeitetes
Gebautes
Geduschtes
Gefundenes
Gehörtes
Gekochtes
Gelesenes
Gelistetes
Gequotetes
Geschriebenes
Gesehenes
Gespieltes
Gestandenes
im Suff
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
icon

 
Wie ich ja immer wieder mit Stolz verkünde, bin ich Clean was WoW betrifft. Seit über einem halben Jahr. Keine Einstichstellen von Gametime-Cards in meinen Armbeugen (gut, ich hab meine Monatsgebühr immer mit Kreditkarte gezahlt gehabt, hatte sowas also nie).

Als ich Anfang des Jahres mit WoW aufgehört habe, war das ja nicht das erste Mal, dass ich mit WoW Schluss gemacht hatte. Aber diesesmal habe ich es ernst gemeint und habe den Entschluss nie bereut. Mir war immer klar, dass wenn die Erweiterung "Burning Crusade" rauskommt, ich wohl in Versuchung geraten würde, wohl auch wieder kurzfristig spielen würde ...aber es würde nix daran ändern, dass ich von dem harten Stoff weg war.

Wie schwach meine Gemütslage betreffend Azeroth und seiner Kreaturen wirklich war, wurde mir bewusst, als ich völlig euphorisch begonnen habe alle Infos zum WoW-Tradingcardgame (das Ende es Monats in Europa erhältlich sein sollte) aufzusaugen und mich auf das Spiel vorzubereiten.

Und dann kam eben eine Mail von Blizzard bei mir an. Das Fact-Sheet zur "Burning Crusade"-Collectors Edition. Und bei mir brennt nicht der Kreuzzug sondern alle Sicherungen durch. Ich MUSS das haben.
Nicht etwa weil ich schon von WoW die Collectors-Edition für 80 Euro gekauft habe. Nein ...einfach weil die Goodies drin so genial sind. Einfach weil ich BC unbedingt spielen muss.

Ja...ich will Juwelier sein! Will durch das dunkle Portal marschieren. Die Schlacht am Mount Hyjal nachspielen. Eine sexy Blutelfe starten.
*schluchz*
Oh ihr Götter, gnadet meiner armen Seele, lasst mich frei vom Fluch von WoW!

- BM out -

Gestern war für mich der Startschuss in die heurige Viennale-Saison mit Aki Kaurismäkis "Lichter der Vorstadt". Es handelt sich dabei um den abschliessenden Teil seiner sogenannten "Loser"-Trilogie. Der Film selbst ist natürlich wieder sehr gut erzählt und noch ein Stück trostloser als die vorherigen Teile.

Die Handlung folgt dem Wachmann Koistinen, ein typischer Einzelgänger, der, von seinen Kollegen ausgegrenzt, davon träumt seine eigene Überwachunsgfirma zu gründen. Eines Tages spricht ihn Mirja an und fordert ihn auf, sie auf ein Date einzuladen. Doch Mirja ist lediglich die Femme Fatale die ein fieser Geschäftsmann auf Koistinen angesetzt hat, in einem Spiel, in dem es um mehr als bloß einen Juwelenraub geht...

Mit diesem Film Noir-Hintergrund und den dazu gehörigen Versatzstücken sowie der Alltagstristesse von Koistinens Leben ergibt sich eine traurige Komposition, deren Eindruck durch die im Hintergrund erklingende finnische Volksmusik nur noch verstärkt wird. Man baut eine geradezu positivistische Einstellung zur eigenen Existenz auf, wenn man Koistinen dabei zusehen kann, wie er lethargisch, mit leerem Blick und hängenden Schultern dabei zu sieht, wie sein Leben den Bach runtergeht.

Kurzum, ein gelunger Film. Ein perfekter Einstand in die heurige Viennale. Und dann war da noch die an den Film anschliessende Fragesession mit Maria Järvenhelmi, der Hauptdarstellerin in "Laitakaupungin valot", wie der finnische Originaltitel lautet.

Während die Mirja im Film ziemlich ruhig und verschlossen, meist mit starrem Blick nach vorne, gute Miene zum bösen Spiel mit Koistinen machte, bildete Maria Järvenhelmi im Gartenbaukino einen völligen Kontrast. Da den Zuschauer, noch völlig in Gedanken dem Film nachhängend, erst keine Fragen eingefallen sind, hat sie einfach locker drauf losgeplaudert. Und schon nach wenigen Sätzen kommt die Frage auf: "Was zahlt das finnische Tourismusamt dieser Frau?" Die Antwort liegt einem auf der Zunge: "Zu wenig!"

Frau Järvenhelmi erzählt ganz offen, dass die Aki Kaurismäki-Filme eigentlich die wahre Seele Finnlands sehr genau trifft, weil die Finnen alle sehr einsame und ruhige Typen sind. Wirklich gesprächig wäre ein Finne erst nach 10 Bier.
Außerhalb der drei Sommermonate wäre es in Finnland sowieso nur öde, und es lohnt sich gar nicht wirklich nach Finnland zu kommen. Auf die Frage warum im Ausland eigentlich außer Aki Kaurismäki kein finnischer Regiseur bekannt sei, war ihre Antwort einfach nur, dass die meisten finnischen Filme einfach schlecht seien und es kaum kreative Regisseure in Finnland gäbe.
Es versteht sich von selbst, dass soviel Offenheit mit viel Gelächter und Applaus vergütet wurde. Dieses Q&A mit Maria Järvenhelmi hat das Film-Erlebnis um "Licht der Vorstadt" wunderbar abgerundet, dafür muss man den Viennale-Organisatoren wirklich gratulieren!

So..und ich werde mal meinen Helsinki-Aufenthalt auf unbekannte Zeit verschieben.. ;)

- BM out -

Glaubt hier jemand an Zufälle? Also ich tue es, solange sie mir nicht passieren. Oder wie lässt sich das sonst erklären, dass gerade in dem Moment, in dem ich gutgelaunt beginne die ca 70 Stufen zu meiner Wohnung zu erklimmen, mein MP3-Player sich entscheidet "Around the World" von Daft Punk zu spielen?

Dieses Lied ist sowas wie Kryptonit für mich. Meines freien Willens beraubt muss ich mich also zum stetig wechselnden Rhythmus des Liedes bewegen ... was auf deutsch soviel heißt wie, dass ich wieder ein paar Stiegen rückwärtsgehen muss, oder mich auf der Stufe bewege.
Wenn das Lied länger wäre, würde ich jetzt immer noch zwischen zweitem und drittem Stock festhängen ;)

Und das alles nur wegen der genialen Choreographie, im zum Lied gehörenden Video, die Regisseur Michel Gondry entworfen hat. Und genau von dem habe ich heute "Dave Chapelle's Block Party" bei der Viennale gesehen.
Zufall?!?

Ich glaube nicht.
...hm..ich wittere eine Verschwörung...

- BM out -

Wow, heute habens die Kunden mal wieder drauf...
Einer nach dem anderen, und sie versuchen sich mal wieder zu übertreffen.
Aktuellestes (und noch nicht mal skurilstes) Beispiel:

Kunde: Ich such nach XYZ.

BM: Das ist vor 2000 erschienen, das gibts schon lang nimmer.

Kunde: Na geh, ich hätte das jetzt aber so gern.


Na gut, wenn er es aber so gern hätte... Ich werde mal meine Kontakte in der Industrie anrufen, da findet sich sicherlich wer, der es ihm nochmal programmiert.

- BM out -

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma