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Es gibt so eine Aura des mysthisch, unerklärbaren das allen Frauen anhaftet. An manchen Tagen, wenn das Wetter klar ist, kann man das sogar richtig in der Luft riechen. Sehr sonder.. ähm wunderbare Wesen, diese Frauen.

Doch diese Rätselhaftigkeit ist keine Domäne die den Frauen alleine gehört. Es gibt da einen Bereich, wo ich mich dann doch auch sehr über meine Geschlechtsgenossen wundern muss. Ich will damit nicht sagen, dass das auch nur ansatzweise so interessant duftet, wie der Mystizismus der Frauen. Schliesslich spielt sich diese große Fragwürdigkeit im Sanitärbereich ab.

Die männliche Mitleserschaft kennt diesen Bereich ja aus eigener Erfahrung, der weiblichen Mitleserschaft will ich nun einen kurzen Überblick darüber geben, auch wenn ich sicher bin, dass sie aus irgendwelchen Gründen den Aufbau männlicher Toiletten im öffentlichen; zugänglichen Bereich, kennen.

Zum einen gibt es da die üblichen Einzelzellen mit Standard-Toilettenmuscheln, wie sie auch in Damen-Toiletten oder jedem Haushalt zum Einsatz kommen.
Da die männliche Physiognomie das Wasserlassen im stehen erlaubt, gibt es aber auch noch das Pissoir.
Grundsätzlich denke ich mir, haben somit beide Auffangbecken klar definierte Aufgabenbereiche. Das sollte ja wohl jeder Kerl kapieren. Denkt man.

Ok, das Mysterium, dass nie zwei Kerle am Pissior nebeneinander stehen, sondern immer eines freilassen und gewillt sind zu warten bis eines frei wird, statt sich zwischen zwei Typen zu stellen und sein Geschäft zu verrichten, ist auch ein Thema, dass sehr fragwürdig ist. Aber auf das will ich jetzt gar nicht raus. Die Tiefen männlicher Psyche und ihre eigenartigen Ängste sind zu komplex für dieses Blog.

Es ist auch noch nicht die Tatsache, dass viele Männer lieber hinter den verschlossenen Türen der Einzelkabinen pinkeln. Es geht doch nichts über Privatsphäre wenn man sich entspannen möchte.

Wo ich einfach nicht mehr mitkomme, ist der Fakt, dass sie dann immer noch im Stehen pissen. Mit runtergeklappter Klobrille. Damit der Nächste auch noch was davon hat.
Das mag jetzt so klingen, wie das Gewäsch, mit dem jede Mitbewohnerin (egal ob Mutter, Freundin, Frau, etc) die Männer im Haushalt zum Sitzpinkler erziehen will, aber das ist doch wirklich nicht zuviel verlangt, oder?
Schliesslich haben wir mit dem Pissior eh die Möglichkeit die größte Freiheit der Männer zu nutzen.

Wer also so gerne das halbe Klo vollpisst, soll das bitte daheim machen, aber verdammt noch mal nicht in der Arbeit! Argh... was habe ich hier bloß für Kollegen?

- BM out -

Ich komme gerade aus "Vibrator", meinem fünften Viennale Film heuer. Mein einziger japanischer Film heuer, und ich bin natürlich sehr begeistert. Bisher haben mir alle Viennale-Filme extrem gut gefallen, was schon erstaunlich ist. 5 Filme, 5 Treffer.

Der Film selbst handelt im Prinzip von einer 31-jährigen, die sich nach außen hin eigentlich ziemlich abgrenzt und ihrer eigenen Welt lebt. Sie schläft schlecht, weil ihre Gedanken nie ruhig sind, und immer mit ihr sprechen. Im Combini trifft sie auf einen 28-jährigen Trucker, und beschliesst einfach mit ihm mitzufahren.
Das Ganze beruht auf dem gleichnamigen Roman von Mari Akasaka.

Der Film, seine Erzählweise und Inszenierung, die Stimmung die er verbreitet. All diese Faktoren sind eines, warum mich der Film begeistert hat. Aber es sind soviele kleine Details, wie der Combini, verschiedene Schilder, die Getränkeautomaten, die Art wie die Leute schauen, wenn die beiden Essen gehen, etc die mich an meinen Japan-Urlaub erinnern und mir Fernweh verursachen.
Besonders extrem bei dem kurzen Anblick eines Santori-Getränkeautomaten, wo man so richtig schön den "Boss" sehen kann. Denn "Santori-Boss is Boss of them all". Es ist witzig wie sehr so eine Kleinigkeit einen so sehr berühren kann.

Ja, ich weiß ...ich bin noch _SO_ jung und kann noch soviel erleben, und noch an soviele Orte reisen. Und verdammt, das werde ich auch ...
Nächstes Jahr ja schon. Um meine, in letzter Zeit oft zitierte, Begründung für alles zu nennen: "Scheiß an!"
Bin schon gespannt, wie ich dann auf die Anblicke aus anderen Ländern reagiere die ich dann besucht habe. Wenn in einem Film ein Greyhound-Bus vorbei fährt, oder jemand eine tunesische Stadt besucht.

Um nochmal auf den Film zurück zu kommen. Der Regisseur Ryuichi Hiroki war auch vor Ort und hat für 30 Minuten ein wenig über die Entstehung des Filmes geplaudert und ein paar eigenartige Publikumsfragen beantwortet. Zum Schluss hat er sich neben den Ausgang gestellt, und jedem der vorbei gekommen ist die Handgeschüttelt und "Thank you" gesagt.
So sollte das bei jedem Kinobesuch sein!

- BM out -

Update:
Nach kurzem Überlegen und ein paar Minuten mit LiveQuartz rumspielen präsentiere ich erstmal auf diesen Seiten ein Bild, auf dem ich, euer BM zu sehen ist.

Mein Arbeitskollege, Codename: "Marionibrater", hat mir gerade mit unwiderlegbaren Argumenten erklärt, dass er mehr Freiheit hat als ich, weil er im Hotel Mama residiert.
Während ich so blöd bin und alleine lebe, mir selbst das Essen koche und meine Wäsche wasche.
Das Endergebnis?
ER kann viel mehr Zeit in WoW verbringen als ich ...

..manchmal ist das Leben einfach nicht fair.
Wenigstens weiß ich jetzt, warum ihm die Mädels zu Füssen liegen, wenn er sagt "Yeah Baby, ich wohn noch bei Mama..."

- BM out -

Edit: Der Fairness halber muss ich hier anmerken, dass mir die Mädels auch nicht nachrennen, wenn ich sage, "Ich spiele kein WoW."

 

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