Frage: Stell Dir vor, Du marschierst durch die Wüste und siehst plötzlich vor Dir eine Schlange. Was machst Du?
Antwort: Ich stell mich hinten an.
Es schaut fast so aus, als ob ich mich ganz an dem schlechten Witz da oben orientiere. Denn heute war Erstverkaufstag der heurigen Viennale-Tickets, und der Andrang war wie immer immens.
Da das Ticket Office ab 10 Uhr öffnen sollte, war ich bereits um 9 Uhr 45 dort, falls ich nicht der Erste sein sollte. Ich war auch nicht der Erste. Als ich hingekommen bin, hatte die Schlange bereits den Zebrastreifen über die Wollzeile erreicht. In den 3 Minuten, die ich am Bankomaten verbracht habe, sind nochmal genug Leute dazu geströmt, dass die Schlange einen Knick, die Wollzeile raufgemacht hatte.
Als dann das Ticket Office endlich seine Pforten für die kinogeilen Massen öffnete, gab es einen schönen großen Ruck in der Schlange ...und das war es dann auch schon für die nächste Zeit.
Um das spannende Thema zu beschleunigen, hier ein Kurzabriss:
Als der Herr Cinematograph (der normalerer Weise für die Viennale Tickets verantwortlich ist) um 12:15 angerufen hat, war ich schon auf Höhe des roten Viennale V in der Auslage. Als er 40 Minuten später vor Ort eingetroffen war, schon einen halben Meter weiter.
Um 14:30 sind wir dann mit unseren Tickets in der Hand endlich aus dem Ticket-Office rausgekommen.
Mehr als 4 1/2 Stunden wartend auf der Straße rumstehen ... jeder braucht ein Hobby. Der Anfang wurde ja noch durch Frühstückssackerln von A1, ein Croissant und ein kleines Packerl Schokomilch, versüsst. Am Anfang war es auch noch angenehm in der Sonne zu stehen. Irgendwann ist aber der nette Anfang vergessen. Dafür setzt eine Art Verbrüderung mit den Umstehenden ein, die am Handy Verabredungen absagen müssen oder Leute zur psychischen Unterstützung oder als Ersatz-Warter herbei rufen.
Der Mühe Lohn: Bis auf "Bobby" der nur ein einziges Mal läuft, und dementsprechend nach über 4 Stunden ausverkauft war, haben wir alle Wunschtickets bekommen. Somit darf ich heuer 9 Mal in die Viennale Kinos pilgern. Eine persönliche Rekordzahl, denn bisher haben wir die Karten nie am ersten Tag gekauft, und so viele Filme versäumt.
Nächstes Jahr darf sich aber wieder der Herr Cinematograph anstellen. Da Fahrt die Ubahn drunter, ich tu mir das bestimmt nicht mehr an :)
Und jetzt bastle ich mir ein Tshirt: "I survived Viennale 06 Erstverkaufstag"
- BM out -
Antwort: Ich stell mich hinten an.
Es schaut fast so aus, als ob ich mich ganz an dem schlechten Witz da oben orientiere. Denn heute war Erstverkaufstag der heurigen Viennale-Tickets, und der Andrang war wie immer immens.
Da das Ticket Office ab 10 Uhr öffnen sollte, war ich bereits um 9 Uhr 45 dort, falls ich nicht der Erste sein sollte. Ich war auch nicht der Erste. Als ich hingekommen bin, hatte die Schlange bereits den Zebrastreifen über die Wollzeile erreicht. In den 3 Minuten, die ich am Bankomaten verbracht habe, sind nochmal genug Leute dazu geströmt, dass die Schlange einen Knick, die Wollzeile raufgemacht hatte.
Als dann das Ticket Office endlich seine Pforten für die kinogeilen Massen öffnete, gab es einen schönen großen Ruck in der Schlange ...und das war es dann auch schon für die nächste Zeit.
Um das spannende Thema zu beschleunigen, hier ein Kurzabriss:
Als der Herr Cinematograph (der normalerer Weise für die Viennale Tickets verantwortlich ist) um 12:15 angerufen hat, war ich schon auf Höhe des roten Viennale V in der Auslage. Als er 40 Minuten später vor Ort eingetroffen war, schon einen halben Meter weiter.
Um 14:30 sind wir dann mit unseren Tickets in der Hand endlich aus dem Ticket-Office rausgekommen.
Mehr als 4 1/2 Stunden wartend auf der Straße rumstehen ... jeder braucht ein Hobby. Der Anfang wurde ja noch durch Frühstückssackerln von A1, ein Croissant und ein kleines Packerl Schokomilch, versüsst. Am Anfang war es auch noch angenehm in der Sonne zu stehen. Irgendwann ist aber der nette Anfang vergessen. Dafür setzt eine Art Verbrüderung mit den Umstehenden ein, die am Handy Verabredungen absagen müssen oder Leute zur psychischen Unterstützung oder als Ersatz-Warter herbei rufen.
Der Mühe Lohn: Bis auf "Bobby" der nur ein einziges Mal läuft, und dementsprechend nach über 4 Stunden ausverkauft war, haben wir alle Wunschtickets bekommen. Somit darf ich heuer 9 Mal in die Viennale Kinos pilgern. Eine persönliche Rekordzahl, denn bisher haben wir die Karten nie am ersten Tag gekauft, und so viele Filme versäumt.
Nächstes Jahr darf sich aber wieder der Herr Cinematograph anstellen. Da Fahrt die Ubahn drunter, ich tu mir das bestimmt nicht mehr an :)
Und jetzt bastle ich mir ein Tshirt: "I survived Viennale 06 Erstverkaufstag"
- BM out -
Black_Mage - am Samstag, 30. September 2006, 16:47 - Rubrik: Gesehenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Nunja, das klingt als Titel ja schon arg niederschmetternd. Aber es ist nunmal das Motto, des Games von dem ich heute berichten möchte, und somit komme ich leider um diese elementare Wahrheit nicht rum. Tut leid.
Natürlich mag man sich nun Fragen, welches Spiel denn so ein Motto mit sich rumschleppt. Der Titel " Defcon " verrät dabei schon mal den thematischen Hintergrund: Thermonuklearer Krieg. Das Ganze orientiert sich dabei an dem 80er-Jahre Film "Wargames".
Ich warte bereits seit April auf die Erscheinung dieses genialen Computergames, jetzt ist es endlich so weit ...und im November erscheint dann auch endlich die MAC-Fassung.
Defcon ist von der paranoiden Stimmung geprägt, dass alle anderen einem hinterrücks eine paar Atomraketen übers Haupt ziehen wollen, denn
zu Beginn wählt man eine Großmacht, und positioniert seine Einheiten vom Radar und Uboot, zur Bomberstaffel und dem Raketensilo, die meist sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar sind. Man geht Allianzen mit anderen Spielern ein, und versucht das Territorium der anderen auszukundschaften während sich die globale Verteidigungsstufe (Defcon) langsam, von Stufe 5 bis Stufe 1, in immer kritischere Bereiche schraubt.
Bis der Punkt erreicht ist, an dem gilt: "Wenn der thermonukleare Krieg ausbricht gewinnt keiner, aber vielleicht kann man ja am wenigsten verlieren." Und dann wird sich zeigen auf welcher Seite die vermeintlichen Alliierten stehen und ob man seine Einheiten strategisch günstig positioniert hat. Ob man feindliche Raketenabschüsse rechtzeitig feststellen kann, Gegenschläge oder gar Erstschläge erreicht.
Die Präsentation beschränkt sich dabei auf das notwendigste, und gibt einem dadurch umso mehr das Gefühl in einem unterirdischen Kommandobunker zu sitzen, wo es einem wohl ziemlich leicht fällt, Milliarden Leben zu opfern.
Ich bin schon sehr gespannt ob Defcon meine Erwartungen erfüllen kann, aber als Zyniker vergebe ich dem Spiel jetzt schon ein paar Vorschusslorbeeren. Bisher haben mich die Entwickler von Introversion noch nie enttäuscht. Also: "Next Stop: Armaggeddon"
- BM out -
Natürlich mag man sich nun Fragen, welches Spiel denn so ein Motto mit sich rumschleppt. Der Titel " Defcon " verrät dabei schon mal den thematischen Hintergrund: Thermonuklearer Krieg. Das Ganze orientiert sich dabei an dem 80er-Jahre Film "Wargames".
Ich warte bereits seit April auf die Erscheinung dieses genialen Computergames, jetzt ist es endlich so weit ...und im November erscheint dann auch endlich die MAC-Fassung.
Defcon ist von der paranoiden Stimmung geprägt, dass alle anderen einem hinterrücks eine paar Atomraketen übers Haupt ziehen wollen, denn
zu Beginn wählt man eine Großmacht, und positioniert seine Einheiten vom Radar und Uboot, zur Bomberstaffel und dem Raketensilo, die meist sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar sind. Man geht Allianzen mit anderen Spielern ein, und versucht das Territorium der anderen auszukundschaften während sich die globale Verteidigungsstufe (Defcon) langsam, von Stufe 5 bis Stufe 1, in immer kritischere Bereiche schraubt.
Bis der Punkt erreicht ist, an dem gilt: "Wenn der thermonukleare Krieg ausbricht gewinnt keiner, aber vielleicht kann man ja am wenigsten verlieren." Und dann wird sich zeigen auf welcher Seite die vermeintlichen Alliierten stehen und ob man seine Einheiten strategisch günstig positioniert hat. Ob man feindliche Raketenabschüsse rechtzeitig feststellen kann, Gegenschläge oder gar Erstschläge erreicht.
Die Präsentation beschränkt sich dabei auf das notwendigste, und gibt einem dadurch umso mehr das Gefühl in einem unterirdischen Kommandobunker zu sitzen, wo es einem wohl ziemlich leicht fällt, Milliarden Leben zu opfern.
Ich bin schon sehr gespannt ob Defcon meine Erwartungen erfüllen kann, aber als Zyniker vergebe ich dem Spiel jetzt schon ein paar Vorschusslorbeeren. Bisher haben mich die Entwickler von Introversion noch nie enttäuscht. Also: "Next Stop: Armaggeddon"
- BM out -
Black_Mage - am Mittwoch, 27. September 2006, 00:22 - Rubrik: Gespieltes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
An alten Wunden soll man nicht rühren. Sagt man. Andere beherzigen solche Sinnsprüche. Ich habe wiederum scheinbar eine Vorliebe dafür, diese alten Wunden immer wieder aufzureissen, um bloß keine Ruhe zu finden.
Diese Einleitung hat eine ziemlich allgemeine Gültigkeit, aber einen sehr speziellen Anlass. Sag ich jetzt nur, damit hier keiner glaubt, ich würde mich mit meinen "alten Wunden" nur auf den kommenden Text beziehen.
Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich mir selbst eine Art Schreibverbot auferlegt. Die Jahre zuvor habe ich nämlich gerne meine Ideen zu Papier gebracht, meist in Form von Kurzgeschichten und Essays. Diese Texte habe ich dann auf einer eigens dafür gestalteten Homepage online gestellt und durchaus positivie Kritiken dafür bekommen.
Mit der Zeit gaben mir die Kurzgeschichten aber zu wenig Freiraum, oder wurden meine Ideen und kreativen Schübe einfach zu umfangreich, und ich begann mit den Versuchen einen richtigen Roman auf die Beine zu stellen.
Viele dieser Texte waren einfach nur Konstrukte um mit verschiedenen Erzählmethoden zu experimentieren, und habe ich schon allein deswegen nicht zu Ende geführt. Die meisten jedoch hatten durchaus das Potential mehr zu werden, als ich ihnen geben konnte, da ich mich nie aureichend lange mit dem Schreiben an sich auseinander setzen konnte. Die äußeren Ereignisse, und auch die Pausen zwischen den einzelnen Schreibsessions, hatten einen zu starken stimmungsveränderten Einfluss, als das ich da mithalten konnte.
Als die Liste an offenen Projekten und die in der Not erstellte Liste an Geschichts-Ideen die ich noch ausarbeiten wollte, immer länger wurde musste ich die Notbremse ziehen. Schreibverbot.
Da ich sowieso nichts zu Ende geschrieben habe, und mich das nur unnötig belastet hat, war es für mich die logische Konsequenz es gleich ganz bleiben zu lassen. Schliesslich hatte ich ja noch das Weblog hier, in dem ich meinen Fingern die Möglichkeit geben konnte sich immer wieder mal auszutoben. Die letzten eineinhalb Jahre hatte ich eigentlich nie ein Gefühl der Reue deswegen, und habe an die alten Texte auch gar nicht mehr gedacht.
Tja, bis ich mich vor ein paar Tagen am Heimweg mit einer Arbeitskollegin unterhalten habe, und sie mir den "Frauenversteher" unterjubeln wollte. Dagegen musste ich natürlich sofort protestieren, und habe ihr am nächsten Tag eine meiner Kurzgeschichten ausgedruckt. Ein Text den ich irgendwann 2002 verfasst habe, zu einer Zeit als ich noch Teil einer 'glücklichen' Beziehung war. 3 Jahre Junggesellentum können mein Frauenverständnis nicht erweitert haben ;)
Aber dieser Akt des "alte Erinnerung" hervor kramen, die alten Texte wieder sehen, und sich der früheren Begeisterung fürs kreative Schreiben wieder bewusst zu werden schmerzt. Es ist ein aufreißen alter Wunden und genüssliches Salz hinein streuen, in dem ich mir die Frage stelle, ob ich nicht mittlerweile die Zeit und den Fokus aufbringen würde, um endlich den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen.
An alte Wunden rührt man nicht ...außer natürlich, man glaubt es diesmal besser machen zu können...
- BM out -
Diese Einleitung hat eine ziemlich allgemeine Gültigkeit, aber einen sehr speziellen Anlass. Sag ich jetzt nur, damit hier keiner glaubt, ich würde mich mit meinen "alten Wunden" nur auf den kommenden Text beziehen.
Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich mir selbst eine Art Schreibverbot auferlegt. Die Jahre zuvor habe ich nämlich gerne meine Ideen zu Papier gebracht, meist in Form von Kurzgeschichten und Essays. Diese Texte habe ich dann auf einer eigens dafür gestalteten Homepage online gestellt und durchaus positivie Kritiken dafür bekommen.
Mit der Zeit gaben mir die Kurzgeschichten aber zu wenig Freiraum, oder wurden meine Ideen und kreativen Schübe einfach zu umfangreich, und ich begann mit den Versuchen einen richtigen Roman auf die Beine zu stellen.
Viele dieser Texte waren einfach nur Konstrukte um mit verschiedenen Erzählmethoden zu experimentieren, und habe ich schon allein deswegen nicht zu Ende geführt. Die meisten jedoch hatten durchaus das Potential mehr zu werden, als ich ihnen geben konnte, da ich mich nie aureichend lange mit dem Schreiben an sich auseinander setzen konnte. Die äußeren Ereignisse, und auch die Pausen zwischen den einzelnen Schreibsessions, hatten einen zu starken stimmungsveränderten Einfluss, als das ich da mithalten konnte.
Als die Liste an offenen Projekten und die in der Not erstellte Liste an Geschichts-Ideen die ich noch ausarbeiten wollte, immer länger wurde musste ich die Notbremse ziehen. Schreibverbot.
Da ich sowieso nichts zu Ende geschrieben habe, und mich das nur unnötig belastet hat, war es für mich die logische Konsequenz es gleich ganz bleiben zu lassen. Schliesslich hatte ich ja noch das Weblog hier, in dem ich meinen Fingern die Möglichkeit geben konnte sich immer wieder mal auszutoben. Die letzten eineinhalb Jahre hatte ich eigentlich nie ein Gefühl der Reue deswegen, und habe an die alten Texte auch gar nicht mehr gedacht.
Tja, bis ich mich vor ein paar Tagen am Heimweg mit einer Arbeitskollegin unterhalten habe, und sie mir den "Frauenversteher" unterjubeln wollte. Dagegen musste ich natürlich sofort protestieren, und habe ihr am nächsten Tag eine meiner Kurzgeschichten ausgedruckt. Ein Text den ich irgendwann 2002 verfasst habe, zu einer Zeit als ich noch Teil einer 'glücklichen' Beziehung war. 3 Jahre Junggesellentum können mein Frauenverständnis nicht erweitert haben ;)
Aber dieser Akt des "alte Erinnerung" hervor kramen, die alten Texte wieder sehen, und sich der früheren Begeisterung fürs kreative Schreiben wieder bewusst zu werden schmerzt. Es ist ein aufreißen alter Wunden und genüssliches Salz hinein streuen, in dem ich mir die Frage stelle, ob ich nicht mittlerweile die Zeit und den Fokus aufbringen würde, um endlich den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen.
An alte Wunden rührt man nicht ...außer natürlich, man glaubt es diesmal besser machen zu können...
- BM out -
Black_Mage - am Samstag, 23. September 2006, 14:10
Scheintod gewahrt - Schein wahren