Ergaenzend zum vorigen Eintrag, den ich 1:1 aus meinem Block geblogt habe, hier nun etwas, das auf der Rueckseite der Blockseite steht, von der ich abgeschrieben habe:
Ich koennte natuerlich auch ueber die Brueste der Schwedin schreiben, die drei Meter von mir, mit blossem Oberkoerper, auf ihrem Handtuch sitzt. Doch sowas ist schwer zu beschreiben, schwer zu ergreifen.
Besonders, weil die Schwedin bestimmt keine Freude daran haette, wenn ich jetzt zu ihr ruebergehe, und ihre Brueste ergreife.
- BM out -
Ich koennte natuerlich auch ueber die Brueste der Schwedin schreiben, die drei Meter von mir, mit blossem Oberkoerper, auf ihrem Handtuch sitzt. Doch sowas ist schwer zu beschreiben, schwer zu ergreifen.
Besonders, weil die Schwedin bestimmt keine Freude daran haette, wenn ich jetzt zu ihr ruebergehe, und ihre Brueste ergreife.
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 15. Mai 2007, 20:15 - Rubrik: Weltreise
Ich sitze hier am Strand von Miami. Der Wind weht stark, das Meer brandet voller Eifer an den Strand, die Sonne glueht sich durch Wolkenfronten.
Ich sitze also hier, am Strand von Miami, um mich toben die Gezeiten, und in mir brodelt etwas, das geschrieben werden moechte.
Es sagt mir aber nicht, was es ist. Es ist keine Geschichte, nicht neu, nicht alt. Es ist kein Gefuehl, das sich durch die Umgebung in mir aufgebaut hat, keine Empfindung als Reaktion auf Erlebtes. Kein Reisebericht, kein Tatbestand. Keine Sorge, keine Hoffnung. Es sitzt nur da und wartet darauf geschrieben zu werden, macht keine weitere Regung.
Also schreibe ich. Ich schreibe drauf los, denn wenn die Worte aus mir rausfliessen, wird sich ja auch dieses etwas mitreissen lassen. Sich von mir loesen, durch die Hand in den Kuli, vom Kuli in die Tinte und sich so auf Papier bringen lassen.
Jedoch regt sich nichts. Nach einer halben Seite, will sich das "etwas" noch immer nicht zu erkennen geben. Bleibt hartnaeckig in mir drin, laesst sich nicht von so billigen Tricks locken oder reinlegen.
Zum ersten Mal seit Minuten, seit ich zu kritzeln begonnen habe, halte ich still. Ich lege den Kuli weg, nehme einen grossen Schluck aus der Wasserflasche, die im Sand neben mir steht.
Wer nicht will, der hat schon. Ich schreibe doch nicht, bis ich vor Erschoepfung umfalle, wenn das zu Schreibende so unkooperativ ist. Pech fuer Dich, unbekannter Text! Du vergehst von alleine, ich kenne Dich und Deines Gleichen. Ihr vergeht alle, und werdet nie geschrieben, egal wieviel ihr tobt und brodelt.
Ich lege jetzt den Kuli weg.
Ich sitze also hier, am Strand von Miami, um mich toben die Gezeiten, und in mir brodelt etwas, das geschrieben werden moechte.
Es sagt mir aber nicht, was es ist. Es ist keine Geschichte, nicht neu, nicht alt. Es ist kein Gefuehl, das sich durch die Umgebung in mir aufgebaut hat, keine Empfindung als Reaktion auf Erlebtes. Kein Reisebericht, kein Tatbestand. Keine Sorge, keine Hoffnung. Es sitzt nur da und wartet darauf geschrieben zu werden, macht keine weitere Regung.
Also schreibe ich. Ich schreibe drauf los, denn wenn die Worte aus mir rausfliessen, wird sich ja auch dieses etwas mitreissen lassen. Sich von mir loesen, durch die Hand in den Kuli, vom Kuli in die Tinte und sich so auf Papier bringen lassen.
Jedoch regt sich nichts. Nach einer halben Seite, will sich das "etwas" noch immer nicht zu erkennen geben. Bleibt hartnaeckig in mir drin, laesst sich nicht von so billigen Tricks locken oder reinlegen.
Zum ersten Mal seit Minuten, seit ich zu kritzeln begonnen habe, halte ich still. Ich lege den Kuli weg, nehme einen grossen Schluck aus der Wasserflasche, die im Sand neben mir steht.
Wer nicht will, der hat schon. Ich schreibe doch nicht, bis ich vor Erschoepfung umfalle, wenn das zu Schreibende so unkooperativ ist. Pech fuer Dich, unbekannter Text! Du vergehst von alleine, ich kenne Dich und Deines Gleichen. Ihr vergeht alle, und werdet nie geschrieben, egal wieviel ihr tobt und brodelt.
Ich lege jetzt den Kuli weg.
Black_Mage - am Dienstag, 15. Mai 2007, 20:06 - Rubrik: Geschriebenes
Wie ich ja bereits kurz erwaehnt habe, befinde ich mich mittlerweile in Florida. Normalerweise wuerden hier nun Berichte ueber meine Erkundungstouren stehen, aber dafuer ist es hier einfach viel zu heiss, und meist auch zu schnell. Was macht man nun also, wenn einen die Hitze bei so einem Spaziergang zu Boden wirft? Richtig, man bleibt einfach am Boden liegen. Und zwar am Strand.
Ich haette mir selbst nicht gedacht, das einmal von mir zu sagen, aber ich habe tatsaechlich Gefallen daran gefunden am Strand rumzuliegen. Natuerlich liege ich dabei nicht voellig untaetig herum, sondern muss Sandmassen rumschieben. Graeben ausheben. Berge auftuermen. Und so weiter. Und wenn mich das auch nicht mehr am Boden haelt, dann schmeisse ich mich einfach ins Wasser, denn der Atlantik ist hervorragend temperiert.
Hier kommen auch gleich die groessten Unterschiede zu Tage, zwischen dem Ozean und der anderen Wassermasse in der ich mich zuletzt ausgetobt habe. Die Therme Bad Tatzmannsdorf.
Der Atlantik hat keine Blubbel! Das ist eine grosse Enttaeuschung. Dafuer hat er aber Wellen! Die sind sogar noch besser, weil nicht ganz so berechenbar wie puenktlich getimte Sprudelduesen. Das ist mal eine interessante Beute!
Was auch einen Unterschied darstellt, ist das einem nach so einer Planscherei im Atlantik die Augen nicht vom Chlor im Wasser brennen. Nein, die brennen einem vom Salz! Das brennt noch mehr! Wah!
Der Salzgehalt des Atlantik tragt einem aber auch Dialoge wie den folgenden zu, wenn man durch die Duenung wattet.
Mann1: Wahnsinn, der Atlantik ist ja extrem salzig.
Mann2: Ja, ich habe den Eindruck, der ist salziger als der Pazifik.
Mann1: Der Atlantik ist noch salziger, als das Essen das meine Frau kocht!
*beide lachen dreckig*
Tja, nun ist es natuerlich so, dass ich mich nicht von der Hitze tatsaechlich auf den Boden nageln lassen wuerde. Immerhin liegt mein Hostel gleich am beruehmten Art Deco-District von Miami, und da lohnt es sich schon, wenn man sich aufrafft und durch die Hitze stapft. Bezahlt habe ich das dann aber doch mit Kopfschmerzen und einer 2 1/2-stuendigen Zwangspause im Klimaanlagengekuehlten Zimmer.
Viel mehr gibt es aber bislang nicht zu berichten. Es gibt zwar einige Touristen-Touren die hier angeboten werden, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich da zuschlagen moechte. Die 50$ Everglades-Tour soll nicht so besonders sein, wenn es nach den Meinungen derer geht, die sie gemacht haben. Und die Tour zu den Florida Keys schreckt mich schon am Preis ab. Vielleicht gehe ich morgen aber ins Seaquarium, ein Ozeanarium hier. Ich will ja nicht, dass es nachher heisst, ich haette die Zeit hier gar nicht genutzt und waere nur faul am Strand rumgelegen :)
Wenn sich also nichts aufregendes mehr tut, hoert ihr wieder von mir, wenn ich in New Orleans bin. Dort sollte ich auch wieder mit dem ibook ins WLAN koennen, was meine Berichterstattung wohl auch ankurbeln wird.
- BM out -
Ich haette mir selbst nicht gedacht, das einmal von mir zu sagen, aber ich habe tatsaechlich Gefallen daran gefunden am Strand rumzuliegen. Natuerlich liege ich dabei nicht voellig untaetig herum, sondern muss Sandmassen rumschieben. Graeben ausheben. Berge auftuermen. Und so weiter. Und wenn mich das auch nicht mehr am Boden haelt, dann schmeisse ich mich einfach ins Wasser, denn der Atlantik ist hervorragend temperiert.
Hier kommen auch gleich die groessten Unterschiede zu Tage, zwischen dem Ozean und der anderen Wassermasse in der ich mich zuletzt ausgetobt habe. Die Therme Bad Tatzmannsdorf.
Der Atlantik hat keine Blubbel! Das ist eine grosse Enttaeuschung. Dafuer hat er aber Wellen! Die sind sogar noch besser, weil nicht ganz so berechenbar wie puenktlich getimte Sprudelduesen. Das ist mal eine interessante Beute!
Was auch einen Unterschied darstellt, ist das einem nach so einer Planscherei im Atlantik die Augen nicht vom Chlor im Wasser brennen. Nein, die brennen einem vom Salz! Das brennt noch mehr! Wah!
Der Salzgehalt des Atlantik tragt einem aber auch Dialoge wie den folgenden zu, wenn man durch die Duenung wattet.
Mann1: Wahnsinn, der Atlantik ist ja extrem salzig.
Mann2: Ja, ich habe den Eindruck, der ist salziger als der Pazifik.
Mann1: Der Atlantik ist noch salziger, als das Essen das meine Frau kocht!
*beide lachen dreckig*
Tja, nun ist es natuerlich so, dass ich mich nicht von der Hitze tatsaechlich auf den Boden nageln lassen wuerde. Immerhin liegt mein Hostel gleich am beruehmten Art Deco-District von Miami, und da lohnt es sich schon, wenn man sich aufrafft und durch die Hitze stapft. Bezahlt habe ich das dann aber doch mit Kopfschmerzen und einer 2 1/2-stuendigen Zwangspause im Klimaanlagengekuehlten Zimmer.
Viel mehr gibt es aber bislang nicht zu berichten. Es gibt zwar einige Touristen-Touren die hier angeboten werden, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich da zuschlagen moechte. Die 50$ Everglades-Tour soll nicht so besonders sein, wenn es nach den Meinungen derer geht, die sie gemacht haben. Und die Tour zu den Florida Keys schreckt mich schon am Preis ab. Vielleicht gehe ich morgen aber ins Seaquarium, ein Ozeanarium hier. Ich will ja nicht, dass es nachher heisst, ich haette die Zeit hier gar nicht genutzt und waere nur faul am Strand rumgelegen :)
Wenn sich also nichts aufregendes mehr tut, hoert ihr wieder von mir, wenn ich in New Orleans bin. Dort sollte ich auch wieder mit dem ibook ins WLAN koennen, was meine Berichterstattung wohl auch ankurbeln wird.
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 15. Mai 2007, 04:02 - Rubrik: Weltreise
Nur schnell die Fakten:
Hab die 2 Tages Busfahrt nach Miami in einem Stueck ueberstanden.
Bin in meinem Hostel gut angekommen.
Das iBook hat zwar WLAN zugang, kann aber nicht aufs Internet zugreifen. Sehr spannend.
Es ist verdammt heiss hier.
Die Staaten sind ein furchtbares Land...
- BM out -
Hab die 2 Tages Busfahrt nach Miami in einem Stueck ueberstanden.
Bin in meinem Hostel gut angekommen.
Das iBook hat zwar WLAN zugang, kann aber nicht aufs Internet zugreifen. Sehr spannend.
Es ist verdammt heiss hier.
Die Staaten sind ein furchtbares Land...
- BM out -
Black_Mage - am Samstag, 12. Mai 2007, 22:59 - Rubrik: Weltreise
Ok, das ist jetzt keine ganz so kanadische Parole, wie beim letzen Eintrag. Aber he, hier gehts um meine Erlebnisse, und nicht um Parolen ;)
Heute war mein erster kompletter Tag in Toronto. In Toronto aufgewacht, und den ganzen Tag wach darin verbracht. Genau genommen habe ich mich nach dem Frühstück auf den Weg nach ROM gemacht. Oder richtiger gesagt, ins ROM. Das Royal Ontario Museum.
Natürlich hab ich das nicht auf der direktesten Route erledigt. Ich bin durch Chinatown marschiert und dann durchs Universitätsviertel, dass sich, ähnlich wie in Rom, ziemlich groß und verteilt darstellt.
Die 3 Frühstücks-Pancakes hatten übrigens keinen sonderlich sättigenden Wert, denn ich hatte bald wieder Hunger. Zum Glück war es gerade Mittag als ich auf der Bloor Str auf "Noodle Bowl" getroffen bin, ein nettes asiatisches Lokal. Nachdem ich mir dort den Bauch vollgeschlagen hatte (bei den Wanton musste ich an den alten Mann denken, der hatte welche, als ich das letzte Mal bei ihm war), bin ich dann weiter zum Museum.
Das ROM ist für seine Asia-Sammlung bekannt und hat zur Zeit eine Sonderausstellung über Peru. Ich war über 3 Stunden im Museum, davon den Großteil im Asia-Teil, wo sie Stücke aus Korea, China und Japan zeigen. Von chinesischer Architekur, Porzelan (seeehr viel Töpferei!), zu Buddha-Darstellungen (Buddhas, Bodhisattvas, Laohan, Statuen, Wandteppiche usw) ... thematisch hangelt sich das meiste an Grabbeigaben entlang und erklärt damit seine geschichtliche Relevanz.
Obwohl der wohl kleinste Teil der Asia-Ausstellung, hat mir natürlich der Japan-Teil am besten gefallen. Es ging über Teezeremonie und Utensilien dazu, zu Lackkästchen und natürlich Samurai-Rüstungen und Waffen.
Ausserdem gibt es grad eine kleine Sonderausstellung über die Bedeutung des Buddhimus und Daoismus.
Ingesamt alles sehr interessant und stimmig. Die Text-Tafeln dazu sind wirklich gelungen und obwohl sehr kompakt im Inhalt sehr aussagekräftig und erklärend.
Die große Sonderausstellung ist über die peruanischen Sican. Das Volk, dass in der Region als erste die Bronzebearbeitung entwickelt haben und Vorgänger der Inka waren. Seit über 20 Jahren werden die nun ausgegraben und erforscht und deswegen gibts nun diese Ausstellung.
Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich halt durchgegangen bin und die Texttafeln überflogen habe. Ich war, glaube ich, einfach nicht mehr so Aufnahmebereit, nachdem ich solange in der Asiaausstellung war.
Die Trakte mit römischen und griechischen Exponaten hab ich dann gleich ganz ausgelassen.. *sich schäm*
Das ROM hat auch noch einen Ausstellung über Reptilien, Bio-Diversität und Fledermäuse (da musste ich an meine Mum denken, deren Krafttier eine Fledermaus sein soll). Diese Teile richten sich aber eher an Kinder, fand ich auch nicht sonderlich aufregend.
Aufregender war dann dafür der Museumsshop. Da hab ich ein wunderschönes Paar chinesischer Löwen, die als Buchstützen dienen sollen, gesehen. Das wäre ein tolles Mitbringsel für den alten Mann gewesen ...aber die waren halt schweineteuer... selbst für kanadisches Geld.
Selbst die Figuren von japanischen Schwertkämpfern für 50 kanadische $ hab ich nicht gekauft, und die wären für mich selbst gewesen :)
Tja, danach bin ich also wieder Richtung Canadiana marschiert. Habs mir eine Zeitlang im Queens-Park gemütlich gemacht, bin dann in einem Deli eingefallen und hab mir Wasser und Kekse (die ich eigentlich gar nicht wollte, und mir auch gar nicht wirklich schmecken) gekauft, durch noch einen Park marschiert und dann war ich irgendwann wieder da.
Nach einem netten Gespräch mit einem Mitbewohner, der morgen abreist (ein Kanadier, der Kanada von West nach Ost durchreist), wollte ich eigentlich ins Kino gehen und mir Spiderman 3 im IMAX ansehen. Das Kino befindet sich nämlich gleich ums Eck des Hostels.
Da ich bis Filmbeginn noch über eine Stunde Zeit hatte, bin ich noch in das mexikanische Restauran gegenüber des Kinos gegangen, dass auf einem Schild daraufhinweist, den besten Mojito nördlich von Havana zu haben. Sowas gehört natürlich überprüft...
Jetzt will ich nicht behaupten, dass ich wohl besser nirgendwo südlich von Toronto keinen Mojito trinken sollte. Ich bin aber überzeugt, dass ich östlich von Toronto schon bessere Mojitos hatte. Meiner Meinung nach, gehört da einfach crushed Ice rein und nicht ganze Eiswürfel, dafür war er sehr minzig, was ein großes Plus ist. Und immerhin war er gut genug, dass ich mir einen zweiten bestellt hab ;)
Abgesehen davon, hatte ich dort einen netten Gesprächspartner. Mike, er ist der Neffe des Lokalbesitzers und passt zur Zeit auf den Laden auf, seine Mum war gerade 2 Wochen lang in Europa auf einer Busreise und dabei auch in Wien. Wir haben uns hervorragend über das Leben in der jeweiligen Region ausgetauscht. Ich wollte aus Europa weg, weil da alles so sehr zusammen pickt. Er möchte selbst mal nach Europa, weil da nicht alles soweit auseinander ist wie in Nordamerika.
Wir waren beim Arbeiten, Fremdsprachen, Asien, Autos, Fortgehen ... ich muss ja wohl nicht erwähnen, dass ich mir Spiderman 3 morgen anschauen werde, oder? :)
Das Schreiben dieses Beitrages wurde übringes von einem Japaner verzögert, der seinen WLAN-Adapter nicht zum Laufen kriegt. Ich kann ihm leider auch nicht helfen, weil sein Windoof auf japanisch ist :)
Dafür war er sehr begeistert, dass ich schonmal in Japan war, und ist wie ich der Meinung, das Himeji(-Castle) einer der schönsten Flecken der Welt ist.
So..ich glaub ich war jetzt weltreisisch genug für heute.
- BM out -
Heute war mein erster kompletter Tag in Toronto. In Toronto aufgewacht, und den ganzen Tag wach darin verbracht. Genau genommen habe ich mich nach dem Frühstück auf den Weg nach ROM gemacht. Oder richtiger gesagt, ins ROM. Das Royal Ontario Museum.
Natürlich hab ich das nicht auf der direktesten Route erledigt. Ich bin durch Chinatown marschiert und dann durchs Universitätsviertel, dass sich, ähnlich wie in Rom, ziemlich groß und verteilt darstellt.
Die 3 Frühstücks-Pancakes hatten übrigens keinen sonderlich sättigenden Wert, denn ich hatte bald wieder Hunger. Zum Glück war es gerade Mittag als ich auf der Bloor Str auf "Noodle Bowl" getroffen bin, ein nettes asiatisches Lokal. Nachdem ich mir dort den Bauch vollgeschlagen hatte (bei den Wanton musste ich an den alten Mann denken, der hatte welche, als ich das letzte Mal bei ihm war), bin ich dann weiter zum Museum.
Das ROM ist für seine Asia-Sammlung bekannt und hat zur Zeit eine Sonderausstellung über Peru. Ich war über 3 Stunden im Museum, davon den Großteil im Asia-Teil, wo sie Stücke aus Korea, China und Japan zeigen. Von chinesischer Architekur, Porzelan (seeehr viel Töpferei!), zu Buddha-Darstellungen (Buddhas, Bodhisattvas, Laohan, Statuen, Wandteppiche usw) ... thematisch hangelt sich das meiste an Grabbeigaben entlang und erklärt damit seine geschichtliche Relevanz.
Obwohl der wohl kleinste Teil der Asia-Ausstellung, hat mir natürlich der Japan-Teil am besten gefallen. Es ging über Teezeremonie und Utensilien dazu, zu Lackkästchen und natürlich Samurai-Rüstungen und Waffen.
Ausserdem gibt es grad eine kleine Sonderausstellung über die Bedeutung des Buddhimus und Daoismus.
Ingesamt alles sehr interessant und stimmig. Die Text-Tafeln dazu sind wirklich gelungen und obwohl sehr kompakt im Inhalt sehr aussagekräftig und erklärend.
Die große Sonderausstellung ist über die peruanischen Sican. Das Volk, dass in der Region als erste die Bronzebearbeitung entwickelt haben und Vorgänger der Inka waren. Seit über 20 Jahren werden die nun ausgegraben und erforscht und deswegen gibts nun diese Ausstellung.
Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich halt durchgegangen bin und die Texttafeln überflogen habe. Ich war, glaube ich, einfach nicht mehr so Aufnahmebereit, nachdem ich solange in der Asiaausstellung war.
Die Trakte mit römischen und griechischen Exponaten hab ich dann gleich ganz ausgelassen.. *sich schäm*
Das ROM hat auch noch einen Ausstellung über Reptilien, Bio-Diversität und Fledermäuse (da musste ich an meine Mum denken, deren Krafttier eine Fledermaus sein soll). Diese Teile richten sich aber eher an Kinder, fand ich auch nicht sonderlich aufregend.
Aufregender war dann dafür der Museumsshop. Da hab ich ein wunderschönes Paar chinesischer Löwen, die als Buchstützen dienen sollen, gesehen. Das wäre ein tolles Mitbringsel für den alten Mann gewesen ...aber die waren halt schweineteuer... selbst für kanadisches Geld.
Selbst die Figuren von japanischen Schwertkämpfern für 50 kanadische $ hab ich nicht gekauft, und die wären für mich selbst gewesen :)
Tja, danach bin ich also wieder Richtung Canadiana marschiert. Habs mir eine Zeitlang im Queens-Park gemütlich gemacht, bin dann in einem Deli eingefallen und hab mir Wasser und Kekse (die ich eigentlich gar nicht wollte, und mir auch gar nicht wirklich schmecken) gekauft, durch noch einen Park marschiert und dann war ich irgendwann wieder da.
Nach einem netten Gespräch mit einem Mitbewohner, der morgen abreist (ein Kanadier, der Kanada von West nach Ost durchreist), wollte ich eigentlich ins Kino gehen und mir Spiderman 3 im IMAX ansehen. Das Kino befindet sich nämlich gleich ums Eck des Hostels.
Da ich bis Filmbeginn noch über eine Stunde Zeit hatte, bin ich noch in das mexikanische Restauran gegenüber des Kinos gegangen, dass auf einem Schild daraufhinweist, den besten Mojito nördlich von Havana zu haben. Sowas gehört natürlich überprüft...
Jetzt will ich nicht behaupten, dass ich wohl besser nirgendwo südlich von Toronto keinen Mojito trinken sollte. Ich bin aber überzeugt, dass ich östlich von Toronto schon bessere Mojitos hatte. Meiner Meinung nach, gehört da einfach crushed Ice rein und nicht ganze Eiswürfel, dafür war er sehr minzig, was ein großes Plus ist. Und immerhin war er gut genug, dass ich mir einen zweiten bestellt hab ;)
Abgesehen davon, hatte ich dort einen netten Gesprächspartner. Mike, er ist der Neffe des Lokalbesitzers und passt zur Zeit auf den Laden auf, seine Mum war gerade 2 Wochen lang in Europa auf einer Busreise und dabei auch in Wien. Wir haben uns hervorragend über das Leben in der jeweiligen Region ausgetauscht. Ich wollte aus Europa weg, weil da alles so sehr zusammen pickt. Er möchte selbst mal nach Europa, weil da nicht alles soweit auseinander ist wie in Nordamerika.
Wir waren beim Arbeiten, Fremdsprachen, Asien, Autos, Fortgehen ... ich muss ja wohl nicht erwähnen, dass ich mir Spiderman 3 morgen anschauen werde, oder? :)
Das Schreiben dieses Beitrages wurde übringes von einem Japaner verzögert, der seinen WLAN-Adapter nicht zum Laufen kriegt. Ich kann ihm leider auch nicht helfen, weil sein Windoof auf japanisch ist :)
Dafür war er sehr begeistert, dass ich schonmal in Japan war, und ist wie ich der Meinung, das Himeji(-Castle) einer der schönsten Flecken der Welt ist.
So..ich glaub ich war jetzt weltreisisch genug für heute.
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 8. Mai 2007, 04:26 - Rubrik: Weltreise