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Sich schnell durch eine größere Menschenmasse zu bewegen ist ein aufregender Hindernislauf. Dort einen Haken schlagen, da ausweichen, dort im Slalom durch eine Gruppe. Besonders schön lässt sich das natürlich in der Wiener Innenstadt durchziehen - so wie ich gestern vom Stephansplatz aus die Rotenturmstrasse zum Schwedenplatz hinuntergerauscht bin.

Sich durch solche Mengen an Touristen und sonstigen Verirrten zu schlängeln hat noch einen anderen lustigen Nebeneffekt - und der betrifft weniger die Fuss-Augen-Koordination als viel mehr das Gehör. Denn bei ausreichendem Fliesstempo in beide Richtungen bekommt man nur noch Satzfetzen mit, die sich dann zu einem Ganzen zusammen fügen ohne den geringsten Sinn ergeben. Das ist so wie die Fortsetzungsgeschichten, die wir in der Schule so gerne geschrieben haben.
Man schreibt zwei Sätze auf ein Blatt, wobei man das Papier dann so umknickt, dass nur der letzte Satz lesbar ist und gibt es weiter, der nächste hängt nun 2 Sätze dran die thematisch zur Vorlage passen sollten, wo wieder nur der letzte für den Folgemann/frau zu lesen ist. ..und genauso hört sich das dann auch an, wenn man aus den Satzteilen von 5 Individuen, an denen man vorbei gehetzt ist, einen ganzen Satz bildet.
Mein Lieblingssatzfetzen gestern kam von einem Mann, der ins Handy redend meinte: "...ich vermisse dich halt, Du Sack."

Also wenn wem mal langweilig ist, einfach durch ne Menschenmasse huschen und sich ein paar Sätze zusammenstoppeln lassen. Unterhaltung pur.

Weniger unterhaltend ist das ganze aber, wenn man partout NICHT mitbekommen will, was rund um einen los ist. Und diesbezüglich habe ich heute früh eins auf die Ohren bekommen ... denn wo es ganz lustig ist am Stephansplatz durch Touristenhorden zu lauschen, macht das kein bisschen Laune, wenn es einem in der UBahn passiert.
Ihr könnt euch meinen Schrecken vorstellen, als ich gemerkt habe, dass ich meinen MP3-Player daheim liegen hab lassen... und so muss ich heute auch nochmal heimfahren!
Das Leben kann so grausam sein ;)

- BM out -

Ich spiel grad auf XBL UNO, als ich plötzlich aus der Partie fliege ... ich wurde von Xbox Live getrennt. "Bitte was?"
Ich will mich wieder mit XBL verbinden ...und es geht nicht. "Bitte WAS?!"
Ich lasse die 360 die Connection testen ...
LAN-Adapter. Ok
IP-Adresse. Ok
DNS. Ok
MTU. ...fehlgeschlagen? "Bitt...eh schon wissen nur halt noch aufgeregter"

Ich les mir die Fehlercode-Beschreibung durch, und die Xbox meint, mein ISP oder Router geben zu wenig MTU frei ... für die Uneingeweihten: MTU legt fest wie groß so ein einzelner Datenblock sein kann, wichtig fürs TCP/IP-Protokoll weil es in die einzelnen Header reinschreibt wie groß so ein Paket nun ist, und der Empfänger dann überprüft ob das übereinstimmt. Und wenn so ein Paket zu groß ist, nimmt er es nicht an ... im Netzwerk gibts kein Überporto :)
Ähm, ich schweife ab ... Faktum ist: meine Routereinstellungen bezüglich MTU passen - immerhin war ich ja bis gerade eben online.

Also sitze ich jetzt da ...die Router-Config am iBook offen, das XBL-Config auf der 360 offen ... und es geht nicht. Das es weder am LAN noch am WAN scheitert, beweist ja die Tatsache, dass ich hier bloggen kann :) Und ich hoffe das versteht jetzt keiner falsch, aber das bloggen tröstet mich grad auch kein bisschen ;)

Ich berufe mich einfach mal auf die beiden allgemeinen Lösungswege bei technischen Problemen.
1) Entweder man haut drauf/tritt dagegen und es geht wieder ..oder eben nie wieder.
2) Man lassts einfach stehen und es wird dann schon beim nächsten mal wieder funktionieren.

Als passionierter Warter lass ichs mal stehen, schlafe darüber und lasse die 360 selbst entscheiden. Ob sie wieder mit XBL connecten will...oder ich sie treten und schlagen soll...

- BM out -

Mein Bruder und ich sind heute in eine spannende Diskussion über den besten Film aller Zeiten verfallen. In den 60ern wurde "Panzerkreuzer Potemkin" von irgendeiner Jury zum besten Film aller Zeiten gekürt. Mein Bruder der den Film kennt, meinte er verstehe diese Wertung, da der Film mitreissend und dramatisch sei, wie kein anderer Film den er kennt.
Ich kenne wiederum "Panzerkreuzer Potemkin" nicht, was ich aber demnächst nachholen werde, kenne aber wiederum wesentlich mehr Filme als mein Bruder. Und ich sage von mir selbst, dass ich viel zu wenige Filme kenne um den besten Film aller Zeiten zu benennen.

Ich kenne viele wirklich sehr gute Filme, aber meine Lieblingsfilme sind definitiv nicht die besten. Fight Club, Memento, Die 12 Geschworenen, Moulin Rouge ...allesamt wirklich gut, aber keiner von ihnen kann sich an die Spitze hieven. Gemeinsam mit meinem Bruder habe ich dann folgenden Kriterienkatalog erstellt, den der bester Film aller Zeiten erfüllen muss:

<) Keine technischen Mängel - sprich gute Kameraführung, Schnitt, Regie, Inszenierung, passende Musik.
<) Es muss eine gute Geschichte erzählen, die vielschichtig ist, und mehr als nur einen simplen Handlungsstrang bietet, damit der Hauptakteur einen Grund hat aufzutauchen.
<) Die Schauspielerische Leistung muss da sein!
<) Er muss beliebig oft anschaubar sein, ohne dass er öde wird und sich das Gefühl abnutzt.

Gerade bei letztem Punkt scheitere ich einfach mittlerweile bei meinen Lieblingsfilmen - ich will sie mir nicht anschauen, weil ich Angst habe, sie danach weniger zu mögen als vorher, weil sie sich abnutzen. Ein Film, der meiner Meinung nach fast das Zeug dazu hätte der beste Film aller Zeiten zu sein, ist "Elizabethtown".

Technisch wüsste ich keine Mängel, und an der sich weiterentwickelnden Story mit den verschiedenen Phasen gibt es auch nix zu rütteln. Einziger wirklicher Kritikpunkt bleibt halt, dass Orlando Bloom einfach nicht der herausragende Schauspieler ist, den der beste Film aller Zeiten einfach braucht. Er kann sovieles einfach nicht ausdrücken und verkörpern, andererseits ist ihm mit Kirsten Dunst, die ich ja auch schwer liebe, die richtige Filmpartnerin zur Seite gestellt. Denn sie ist genausowenig die beste Schauspielerin, und somit wird der Herr Bloom nicht an die Wand gespielt, sonder steht weiterhin passabel da. Die gutgewählte Musik und die wunderbare Bildsprache gleichen da alles aus. Lediglich die Wiederholbarkeit des Films bleibt zur Zeit noch ein ungeklärter Faktor - dafür habe ich den Film einfach noch nicht oft genug gesehen.

Jedenfalls habe ich es mir jetzt zur Aufgabe gemacht den besten Film aller Zeiten zu finden, und endlich all die vielen vielgerühmten Klassiker in Angriff zu nehmen, die mir noch fehlen. Filme die auch in der IMDB-Top 250-Liste ziemlich weit vorkommen, und die mir schon lange ein Anliegen sind. Kurosawas "7 Samurai", "Casablanca", Fritz Langs "Metropolis", "Das Fenster zum Hof" & "Vertigo", "M - Eine Stadt sucht einen Mörder", und und und ... es gibt noch soviele Filme zu sehen.
Und wer weiß, vielleicht finde ich den besten Film aller Zeiten sogar...

- BM out -

 

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