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Ich frage mich doch sehr, in wiefern das, was wir wahr nehmen, wirklich dem entspricht, was sich da vor bzw um uns befindet. Das soll hier kein philosophischer Exkurs werden, sondern ist ernsthaft gemeint und ich bringe ein paar praxisnahe Beispiele.
Zum Beispiel, das Beispiel von einem Mann der nicht merkt das seine Frau beim Friseur war.. ok, ist alt. Dann nehmen wir halt etwas aus meinem Leben :)

anfang Sommer 2001 hatte ich mir einen Kinnbart wachsen lassen und im August dann auch noch einen Oberlippenbart dazu. Im Herbst 2003 habe ich mir dann diesen Oberlippenbart endlich abrasiert, weil ich fand er passe mir nicht mehr. Stolz präsentiere ich mich nun also meinem Dad und seiner Freundin, stelle mich vor sie und grinse sie an. Deute auf mein Gesicht und mein Dad fragt:
"Was ist denn los?"
Ich: "Ich hab mir den Oberlippenbart abrasiert"
Er: "Du hast einen Oberlippenbart gehabt?"

ok...gut, das war ja nur mein Dad, kann man da argumentieren, wie oft hat mich der in der Zeit schon wirklich gesehen.

Doch das Bart-Mysterium geht weiter.
Vor etwa 1, 2 Monaten kommt unser Microsoft-Vertreter Markus bei uns in den Laden und begrüsst mich und meint:
"He, das mit dem Barterl schaut echt cool aus!"
Ich: "Welches Barterl?!?" *ehrlich verwirrt, weil seit 1 1/2 Jahren nix neues im Gesicht gemacht*
Markus: "Na der am Kinn" *sich selbst am baren Kinn kratzend*
Ich: "Den hab ich seit 4 Jahren..."
Markus: "Geh was. Früher hast so einen Oberlippenbart gehabt, wie wir uns kennen gelernt haben, aber den hast dir ja schon lang abrasiert!"

Tja..ok, ich meine so oft sieht mich auch der Markus nicht, und wer achtet schon wirklich auf den Bartstyle anderer?
Hm...nur wo schaut man bei einem Gespräch genauer hin? Achja..die Augen. Gutes Beispiel hierfür, wäre mein Chef vor zwei Wochen:
"Ah, hast Dir Gläser machen lassen?"
Ich: "Die neue Brille habe ich eh schon fast ein Monat..."
Cheffe: "Wieso neue Brille? Hast du nicht bis jetzt Kontaktlinsen getragen?"

Ich bin seit meinem 16. Lebensjahr Brillenträger und kann wegen zu trockener Augen gar keine Kontaktlinsen verwenden... achja, und die neue Brille schaut fast aus wie die alte ;)

Jetzt glaube ich nunmal nicht daran, dass die anderen mir und meinem Äusseren einfach keine Beachtung schenken (auch wenn ich das natürlich nicht ausschliesse *bg*). Die große Frage ist also:
Wie sehr übereinstimmen das was ich sehe, und das was wirklich gesehen werden soll miteinander? :)

- BM out -

Achtung - Spoiler-Alarm" ...oder so

Ich gestehe schon seit meiner Jugend ein Fan der Fantastischen Vier zu sein. Natürlich war ich entsprechend aufgeregt, als ich zum ersten Mal hörte, dass die Geschichte der F4 verfilmt werden würde.
Ob es nun an der hohen Erwartungshaltung lag oder doch am Film..eine gewisse Enttäuschung kann ich nicht leugnen, obwohl der Film wirklich von hoher Qualität ist.
Zuerst mal zur Story:
Die 4 Stuttgarter Jungs S.M.U.D.O., Thomas D, DJ Hausmarke und And.Ypsilon beschliesen dem deutschen Sprechgesang ein wenig unter die Arme zu greifen und schliessen sich zusammen um gemeinsam Musik zu machen. Obwohl die Idee gut ist, bleibt der Erfolg aus, und schliesslich wenden sie sich an das Star-Label "van Doom AG".
Hier kommt gleich die erste Enttäuschung: Der einzige Charakter, der äußerliche Ähnlichkeit mit seiner Vorlage zeigt, ist And.Ypsilon. Überhaupt der Schocker - Thomas D wird von einer Frau gespielt. Jetzt ist "Fantastische 4" ein Kunstfilm über Künstler, und will dementsprechend natürlich auch eine Botschaft übermitteln, aufrütteln. Mit diesem klaren Protest gelingt das natürlich ganz offensichtlich...
Der Labelboss und Star-Produzent Victor van Doom wird, schon fast stereotyp, als Bösewicht und schmieriger Typ dargestellt, wirkt aber dank Besetzung durch Julian McMahon doch plastisch und echt. Van Doom möchte das Publikumsinteresse schüren und sich Werbekosten sparen, in dem er das Genom der 4 Deutsch-Rapper verändert und die "ersten deutschsprachigen Hip-Hop-Superhelden" auf den Markt zu bringen. Der Versuch gelingt und die Fantas bekommen neue Fähigkeiten und Massenhaft Publicity. Sehr nett: Thomas D aka Susan Storm kann sich unsichtbar machen, eindeutig eine Homage an Thomas D Zeit, als er mit seinem Wohnwagen unterwegs war. Hier beweisen Produzent, Regisseur und Drehbuch-Author ihre Liebe zum Detail und das sie selbst Fanta Vier-Fans sind.
Während die Fantas noch versuchen ihre neuen Fertigkeiten in die Songs und die Bühnenshow einzubauen, bemerkt van Doom, dass die erfolgreichsten Künstler alle tot sind. Um mehr Geld aus den Platten zu schlagen und einige CDs posthum veröffentlichen zu können, nimmt er es selbst in die Hand die HipHoper aus dem Weg zu räumen.
Doch er hat die Rechnung ohne die Vier gemacht, mit vereinten Kräften liefern sie sich mitten in den Strassen von New York ein Reim-Battle mit van Doom. Von der überragenden Kraft ihrer Verse und Beats überwältigt bleibt der Produzent wie versteinert stehen und verliert den Kampf. Zur Strafe zieht er für unbegrenzte Zeit in den BigBrother-Container.
Die Fantas haben gesiegt, das Publikum jubelt, gemeinsam gründen die Vier ihr Label "FourMusic"und ziehen ins Baxter-Building.

Wie bereits angedeutet und erwähnt, ist die Inszenierung der Erfolgsgeschichte der Fantastischen Vier, ziemlich gut gelungen, wenn auch, durch die Adaption zum Medium Film natürlich einige Zugeständnisse gemacht werden mussten. Wenn man offen für solche Ideen ist und bereit ist die message dahinter zu lesen, kann man sich aber auch als eingefleischter Fan von S.M.U.D.O und Co mit diesen kleinen Änderungen schnell anfreunden. Optisch gibt der Streifen auch einiges her, wenn auch klar ist, dass hier bei den Special Effects tief in den Topf gegriffen worde. So erinnert die Pyro-Show bei den Live-Auftritten der Fantas schon fast an Rammstein.
Einzige wirklich große Enttäuschung ist der Soundtrack, der nur aus englischsprachigem Pop und Rock besteht, kein einziger originaler F4-Song hat es in den Film geschafft. Wie sowas passieren konnte, ist mir bei einem Film dieses Kalibers, unerklärlich.
Meiner Meinung nach handelt es sich aber um einen wirklich unterhaltsamen Film, den sich jeder Musik-Freund mit ausreichend Popcorn und Cola anschauen sollte.

- BM out -

Es gibt keine Worte die beschreiben können wie geschädigt ich bin.
Ich sitze am Schreibtisch und brauche einen Bleistift und bin nicht mal sicher, ob ich sowas besitze, also greife ich zur Maus und will die Such-funktion öffen um den PC nach einem Bleistift suchen zu lassen.
In dem Moment als meine Hand die Maus berührt, dem Bruchteil einer Sekunde nachdem ich den Entschluss dazu gefasst habe, wird mir bewusst, dass ich für das wahre Leben, das RL, keine Suchfunktion habe... erst recht nicht am PC. Vor meinem inneren Auge hatte ich schon eine Suchmaske offen, die mir anzeigt, das in meinem Schreibtischkastl ein Bleistift liegt..oder eben in der ganzen Wohnung keiner zu finden wäre.
Ich wünschte es gäbe die Möglichkeit Gefühle und "innere Gesichter" festzuhalten, wie Fotografien äußerer Gesichter, damit dieses offenkundige erstaunen über die Erkenntnis, dass ich keine Suchfunktion zur Bleistiftfindung habe, für alle zugänglich wird.

Manchmal wundere ich mich nur über mich selbst, wie man nur so offensichtlich neben sich und dem Rest der Welt stehen kann...

- BM out -

 

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