Leute wie ich, also eingefleischte Gamer, die Gaming-Magazine lesen, regelmässig verschiedene Gaming-News-Sites frequentieren, Trailer und Videos von neuen Spielen anschauen und noch dazu eben selber spielen ... die kann eigentlich, wenn ein neues Spiel raus kommt, wenig wirklich überaschen.
Der allgemeine Handlungsstrang ist uns bekannt, die Spielmechanik kennen wir auch bereits. Gegner, Waffen, Einheiten, Texturen, Maps .. wir haben es bereits studiert. Man fühlt sich daheim, ein Ort den man bereits gut kennt, ohne jemals dagewesen zu sein. Es ist nicht die Suche nach einer wirklichen Überaschung, die uns in diese Spielewelt treibt, wir wollen uns an ihr messen, die Spielmechanik überlisten und so weiter.
So ist das normalerweise. Und dann kommen Games wie "Prey".
In Prey ist man ein nativer Amerikaner namens Tommy, lebt unglücklich in einem Reservat hat eine Freundin namens Jen und einen Großvater namens ..Großvater. Egal.
Plötzlich wird das Indianer-Casino der Freundin mitsamt aller Leute - Jen, Tommy und Großvater von Außerirdischen entführt. Es folgt ein geskripteter Horrortrip durch die halb organisch/mechanischen Eingeweide des Raumschiffs, erlebt wie andere entführte gefoltert und getötet werden, bis man sich befreit. Und dann gehts daran Jen und die restliche Menschheit vor der bösen Alieninvasion zu retten.
So weit so flach und eindimensional. Doch das wars schon mit der platten Oberfläche, in die das restliche Game gebunden ist, denn nun kommts ganz dick.
Dieses Spiel hat nicht einfach eine 3D-Engine, wie es mittlerweile bei Shootern üblich ist. Nein, Prey geht weiter. Denn Prey nützt seine dreidimensionale Welt vollkommen aus.
Rampen führen den Boden entlang, plötzlich die Wand hoch, und an der Decke weiter ...und wenn man so eine Rampe entlang marschiert, wird eben der Boden zur Decke und umgekehrt. Bis einem das Gehirn das abnimmt hat man sich schon den Hals verrenkt, weil man versucht das Bild vor sich wieder gerade zu rücken ;)
Das Gegner durchaus einem mal auf der Decke entgegen kommen ist nach einiger Zeit völlig normal.
Schlimmer noch wird es später, wenn man per Aktivierung eines Schalters jede beliebige Wand im Raum zum Boden macht und sich das ganze Szenario rundherum plötzlich umdreht. Tommy kommentiert das beim ersten Mal ganz richtig mit einem "Oh Gott, ich glaub ich muss kotzen". Dabei handelt es sich aber um ein Element, das schwer notwendig ist um Hindernisse zu umgehen oder sich überhaupt seinen Weg durch das Raumschiff zu bannen.
Und das waren nur die beiden Beispiele die während der Demo am häufigsten vorgekommen sind. Prey spielt mit der menschlichen Vorstellung von Dreidimensionalität und das es ein oben und unten geben muss, wie es schon lange kein Spiel mehr gemacht hat. Das letzte Mal, dass ich so verwirrt war, war als ich das erste Mal "Descent" gespielt habe ...und das ist nun 10 Jahre her.
"Schlimmer" wird das ganze dann im Multiplayer-Modus, der das Oben-Unten-Schemata unserer Welt endgültig auf den Kopf stellt. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Dieses MP-Map, die ich gestern getestet habe, würde selbst einen M.C. Escher gleichzeitig in die Verzweiflung treiben und glücklich aufjauchzen lassen. Wobei ich nicht mal sicher bin, ob Escher nicht an den Karten für Prey mitgearbeitet hat - denn das solche Räume technisch möglich sind, halte ich für fast ausgeschlossen.
Wenn man plötzlich erkennt, das ein ehemaliger Seitengang plötzlich ein Loch im Boden ist, und man später irgendwann durch eben jenes Loch in der Decke in den Raum zurück stürzt... dann merkt man, das man sich besser einfach darauf konzentriert seine Gegner zu jagen statt zu versuchen das Konzept hinter der Map zu verstehen :)
Den Controller dann aus der Hand zu legen, aufzustehen und geradeaus den Weg durchs Wohnzimmer zu finden, ist eine Herausforderung für sich. Die klaren Verhältnisse unserer Welt, mit ihrem starren Oben/Unten wirken verglichen mit Prey banal. Und gerade darin liegt der Reiz dieses Spiels.
Nicht die Grafikeffekte, die Waffenmodelle, die Gegnertexturen, die Handlungsstränge - so herausragend das alles auch miteinander verwoben ist, und so abwechslungsreich die Elemente der Spielmechanik sind - die Möglichkeit in diese Welt zu schlüpfen und eine Erfahrung wahren 3D's zu erleben, sind es warum Prey eine der großen Hoffnungen im Action-Genre ist. Meiner Meinung nach, völlig zurecht.
- BM out -
Der allgemeine Handlungsstrang ist uns bekannt, die Spielmechanik kennen wir auch bereits. Gegner, Waffen, Einheiten, Texturen, Maps .. wir haben es bereits studiert. Man fühlt sich daheim, ein Ort den man bereits gut kennt, ohne jemals dagewesen zu sein. Es ist nicht die Suche nach einer wirklichen Überaschung, die uns in diese Spielewelt treibt, wir wollen uns an ihr messen, die Spielmechanik überlisten und so weiter.
So ist das normalerweise. Und dann kommen Games wie "Prey".
In Prey ist man ein nativer Amerikaner namens Tommy, lebt unglücklich in einem Reservat hat eine Freundin namens Jen und einen Großvater namens ..Großvater. Egal.
Plötzlich wird das Indianer-Casino der Freundin mitsamt aller Leute - Jen, Tommy und Großvater von Außerirdischen entführt. Es folgt ein geskripteter Horrortrip durch die halb organisch/mechanischen Eingeweide des Raumschiffs, erlebt wie andere entführte gefoltert und getötet werden, bis man sich befreit. Und dann gehts daran Jen und die restliche Menschheit vor der bösen Alieninvasion zu retten.
So weit so flach und eindimensional. Doch das wars schon mit der platten Oberfläche, in die das restliche Game gebunden ist, denn nun kommts ganz dick.
Dieses Spiel hat nicht einfach eine 3D-Engine, wie es mittlerweile bei Shootern üblich ist. Nein, Prey geht weiter. Denn Prey nützt seine dreidimensionale Welt vollkommen aus.
Rampen führen den Boden entlang, plötzlich die Wand hoch, und an der Decke weiter ...und wenn man so eine Rampe entlang marschiert, wird eben der Boden zur Decke und umgekehrt. Bis einem das Gehirn das abnimmt hat man sich schon den Hals verrenkt, weil man versucht das Bild vor sich wieder gerade zu rücken ;)
Das Gegner durchaus einem mal auf der Decke entgegen kommen ist nach einiger Zeit völlig normal.
Schlimmer noch wird es später, wenn man per Aktivierung eines Schalters jede beliebige Wand im Raum zum Boden macht und sich das ganze Szenario rundherum plötzlich umdreht. Tommy kommentiert das beim ersten Mal ganz richtig mit einem "Oh Gott, ich glaub ich muss kotzen". Dabei handelt es sich aber um ein Element, das schwer notwendig ist um Hindernisse zu umgehen oder sich überhaupt seinen Weg durch das Raumschiff zu bannen.
Und das waren nur die beiden Beispiele die während der Demo am häufigsten vorgekommen sind. Prey spielt mit der menschlichen Vorstellung von Dreidimensionalität und das es ein oben und unten geben muss, wie es schon lange kein Spiel mehr gemacht hat. Das letzte Mal, dass ich so verwirrt war, war als ich das erste Mal "Descent" gespielt habe ...und das ist nun 10 Jahre her.
"Schlimmer" wird das ganze dann im Multiplayer-Modus, der das Oben-Unten-Schemata unserer Welt endgültig auf den Kopf stellt. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Dieses MP-Map, die ich gestern getestet habe, würde selbst einen M.C. Escher gleichzeitig in die Verzweiflung treiben und glücklich aufjauchzen lassen. Wobei ich nicht mal sicher bin, ob Escher nicht an den Karten für Prey mitgearbeitet hat - denn das solche Räume technisch möglich sind, halte ich für fast ausgeschlossen.
Wenn man plötzlich erkennt, das ein ehemaliger Seitengang plötzlich ein Loch im Boden ist, und man später irgendwann durch eben jenes Loch in der Decke in den Raum zurück stürzt... dann merkt man, das man sich besser einfach darauf konzentriert seine Gegner zu jagen statt zu versuchen das Konzept hinter der Map zu verstehen :)
Den Controller dann aus der Hand zu legen, aufzustehen und geradeaus den Weg durchs Wohnzimmer zu finden, ist eine Herausforderung für sich. Die klaren Verhältnisse unserer Welt, mit ihrem starren Oben/Unten wirken verglichen mit Prey banal. Und gerade darin liegt der Reiz dieses Spiels.
Nicht die Grafikeffekte, die Waffenmodelle, die Gegnertexturen, die Handlungsstränge - so herausragend das alles auch miteinander verwoben ist, und so abwechslungsreich die Elemente der Spielmechanik sind - die Möglichkeit in diese Welt zu schlüpfen und eine Erfahrung wahren 3D's zu erleben, sind es warum Prey eine der großen Hoffnungen im Action-Genre ist. Meiner Meinung nach, völlig zurecht.
- BM out -
Black_Mage - am Sonntag, 2. Juli 2006, 14:07 - Rubrik: Gespieltes
dödelhai (Gast) hat am 3. Jul, 15:52 ein Lebenszeichen gegeben
sag mal habts ihr auch lösungsbücher in da arbeit? bzw. könnts ihr welche bestelln?
Black_Mage hat am 3. Jul, 16:03 den Schein gewahrt
klar, brauchst eines für DragonQuest? ;)
dödelhai (Gast) hat am 3. Jul, 16:35 den Schein gewahrt
jop, habts ihrs lagernd, wenn ja komm ich gleich heut oder müssts bestelln? aja und kannst auch gleich schaun ob ihr das raconteur album habts?sorry das ich deinen blog dafür missbrauch
Black_Mage hat am 4. Jul, 00:06 den Schein gewahrt
ist ein genauso gutes Kommunikations-Medium wie jedes andere ... Rauchzeichen sind in Wien sogar noch unpraktischer ;)abgesehen davon hab ich so meine 2 Euro wieder bekommen ;)
dödelhai (Gast) hat am 4. Jul, 08:32 den Schein gewahrt
außerdem steht dein blog drauf missbraucht zu werdeneine bitte, kannst du mir dann bescheid geben wenn das album wieder lagernd ist
danke
Blackmage (Gast) hat am 4. Jul, 11:37 den Schein gewahrt
soll ich ein eigenes Blog dafür einrichten, oder reichts wenn ich auf sowas banales wie SMS zurück greife? ;)
dödelhai (Gast) hat am 4. Jul, 14:23 den Schein gewahrt
bitte den cosmonauten-blog, ich begeb mich doch nicht auf das niveau einer SMS na ich missbrauch deinen blog eh viel lieber
Black_Mage hat am 4. Jul, 20:30 den Schein gewahrt
da kriegt ein spruch a la "wie der user so sein weblog..." eine ganz neue bedeutung...