Seit 16. Februar bin ich nun auf Koffein-Entzug und habe in der Zwischenzeit nur einen einzigen Kaffee getrunken. Der war eine Ausnahmesituation um die Oscar-Nacht zu überstehen. Das bedeutet, dass ich seit rund 8 Wochen clean bin.
Die ersten 2 Wochen waren tatsächlich sehr Entzugsartig. Die Zeit seither: easy like sunday morning ...halt ein Sonntagmorgen ohne Kaffee. Es ist mir nicht wirklich schwer gefallen ohne mein Lieblingsaufputschmittel auszukommen. Es ist genauso wie ich zu Bier und Zigaretten "Nein, Danke" sage. Ohne Bedenken, ohne Zögern.
Ich vermisse den Kaffee als solchen nicht. Und da ich längst keine Koffein-Moleküle mehr an den Synapsen hängen habe, wäre es auch völlig egal, wenn ich jetzt wieder beginne ab und zu Kaffe zu trinken. Gerade auch der Aspekt des "Sich zum Abschied nochmal auf einen Kaffee treffen", würde es leichter machen. Schliesslich ist eine 'Heiße Schokos' nicht wirklich ein Getränk, dass ich gerne so oft trinke. Das ist ja auch der Grund warum ich nun seit Ewigkeiten in keinem Starbucks mehr war ..und das war schliesslich mein Tempel in den ich regelmässig eingekehrt bin.
Ich frage mich also zur Zeit, ob ich nicht einfach wieder damit beginnen soll Kaffee zu trinken. Gerade auch, weil es in der weiten Welt, in die ich mich bald begebe, wohl eh selten guten Kaffee zu trinken geben wird. Auf der anderen Seite, warum die schöne Statistik an Kaffee-freien Tagen damit unterbrechen?
Vielleicht überlege ich auch nur ob ich den Koffeinentzug unterbrechen soll, weil ich letzten Samstag bei meiner Abschiedsfeier mit Kollegen keine Bacardi-Cola und Cuba Libre trinken konnte, weil das Cola auf meiner schwarzen Liste steht... und die trinke ich doch so gerne... und mal wieder in so einem bequemen Starbucks-Sessel einen Chocochip-Cookie knabbern...hmmm..
- BM out -
Die ersten 2 Wochen waren tatsächlich sehr Entzugsartig. Die Zeit seither: easy like sunday morning ...halt ein Sonntagmorgen ohne Kaffee. Es ist mir nicht wirklich schwer gefallen ohne mein Lieblingsaufputschmittel auszukommen. Es ist genauso wie ich zu Bier und Zigaretten "Nein, Danke" sage. Ohne Bedenken, ohne Zögern.
Ich vermisse den Kaffee als solchen nicht. Und da ich längst keine Koffein-Moleküle mehr an den Synapsen hängen habe, wäre es auch völlig egal, wenn ich jetzt wieder beginne ab und zu Kaffe zu trinken. Gerade auch der Aspekt des "Sich zum Abschied nochmal auf einen Kaffee treffen", würde es leichter machen. Schliesslich ist eine 'Heiße Schokos' nicht wirklich ein Getränk, dass ich gerne so oft trinke. Das ist ja auch der Grund warum ich nun seit Ewigkeiten in keinem Starbucks mehr war ..und das war schliesslich mein Tempel in den ich regelmässig eingekehrt bin.
Ich frage mich also zur Zeit, ob ich nicht einfach wieder damit beginnen soll Kaffee zu trinken. Gerade auch, weil es in der weiten Welt, in die ich mich bald begebe, wohl eh selten guten Kaffee zu trinken geben wird. Auf der anderen Seite, warum die schöne Statistik an Kaffee-freien Tagen damit unterbrechen?
Vielleicht überlege ich auch nur ob ich den Koffeinentzug unterbrechen soll, weil ich letzten Samstag bei meiner Abschiedsfeier mit Kollegen keine Bacardi-Cola und Cuba Libre trinken konnte, weil das Cola auf meiner schwarzen Liste steht... und die trinke ich doch so gerne... und mal wieder in so einem bequemen Starbucks-Sessel einen Chocochip-Cookie knabbern...hmmm..
- BM out -
Black_Mage - am Donnerstag, 19. April 2007, 01:18
Scheintod gewahrt - Schein wahren
"Dieser Untersuchungsausschuß ist kein Gericht oder Tribunal. Dafür sind andere Leute zuständig. Wir sind nur hier um die genaueren Umstände des Vorfalles zu erfahren, ein wenig Licht in die Sache zu bringen. Unser Gutachten wird den weiteren Verlauf der Untersuchung jedoch stark beeinflussen. Haben Sie das so weit verstanden?"
"Jawohl, Sir."
"Gut, dann erzählen Sie uns mal was passiert ist. Ihre Sicht der Dinge - aber bleiben Sie besser bei der Wahrheit!"
Er schluckte trocken, räusperte sich und nahm einen Schluck Wasser bevor er wieder zu sprechen begann. Seine Stimme zitterte bei den ersten Worten, bis sie zu ihrer gewohnten Stärke zurück fand.
"Es war der 26. Juli. Ein heißer, schwüler Tag. Wie die letzten Tage üblich, war es ziemlich ruhig. Kaum was los, das Warten zerrte schon lange an unseren Nerven. Zugegeben, es machte uns ein wenig aggressiv, aber das war doch nicht ungewöhnlich für diese Zeit." Er zögerte für einen Moment, und erst auf eine Geste aus der Kommission hin, sprach er weiter.
"Plötzlich waren sie da. Keiner konnte sagen woher und warum, ich schätze wir waren gar nicht wirklich darauf eingestellt, dass doch noch etwas passieren würde. Zu Beginn war es kein Problem sie in Schach zu halten, sie ruhig zu stellen. Wir sind ...waren ja alle nicht neu in dem Job.", er nahm wieder einen Schluck Wasser und als er weiter sprach, schienen seine Augen verschleiert. Vor seinem innen Augen spielten sich wieder die Ereignisse des besagten Momentes ab. Sein Gesicht versteinerte während er weiter sprach zusehends. "Für viele ist es eine ..niedere Arbeit im Elektrohandel tätig zu sein. Ich kenne aber auch Leute, die zugeben, sie würden mit Kunden nicht klar kommen. Für mich war das nie eine große Sache ... wäre es an diesem Tag nicht so verdammt schwül gewesen, es wäre nie so weit gekommen. Diese Situation wäre nie eskaliert!" Die letzen Worte schrie er hysterisch.
"He! Beruhigen Sie sich. Holen sie tief Luft und fahren Sie dann fort.", der Vorsitzende der Kommission schien nicht wirklich verärgert zu sein. Er hatte die Atteste über die ungewöhnliche Stressituation gelesen, in der sich der junge Mann und seine Kameraden befunden hatten. Nach einigen stillen Minuten hatte sich die Situation wieder beruhigt und der Bericht des Verkaufsberaters ging weiter. Sein Tonfall war ruhiger und sachlicher, als wollte er damit jede persönliche Verbindung zu den folgenden Schilderungen leugnen.
"Wie gesagt, es war sehr warum und drückend schwül. Die Leute warteten und wurden plötzlich unruhig. Es kippte von einem Moment zum anderen, sie wurden zu einem reissenden Mob. Ich konnte den entsetzten Schrei eines Kollegen hören, als sie plötzlich über ihn herfielen. Es war ein kurzer, spitzer Schrei des Entsetzens, der einfach in einem Gurgeln erstarb, so schnell wie er gekommen war. Das Gurgeln seines Blutes aus seiner zerfetzten Kehle... Wir konnten die Kunden nicht mehr ruhig halten, sie wollten nicht mehr warten bis sie dran waren.
Ich hatte von der großen SSV-Unruhe von '63 gelesen und mir war sofort klar, dass das nicht anders begonnen haben konnte. Der Geschäftsleiter gab sofort den Notfallcode durch und wir begannen uns zur Wehr zu setzen. Ich wusste, wir hatten keine andere Wahl, wenn wir unser Leben retten wollten. Die Waffen wurden ausgegeben, die ersten Schüsse fielen, die Kunden wurden zu noch größerer Raserei angestachelt. Abteilung für Abteilung fiel. Wir drängten uns zusammen, stiessen Regale als Barrieren um. Es wurde im lauter, stickiger, heißer. Der Geruch von Blut hing in der Luft. Es war der Horror unseres Lebens.
Wir wussten, wir hatten keine Chance...", er schluckte wieder trocken, nahm aber keinen Schluck aus seinem Glas und sprach mit kratziger Stimme weiter, "Wir waren stark dezimiert und in die Enge getrieben, da merkte der Geschäftsführer, dass ich noch keinen Schuss abgegeben hatte und stellte mich zur Rede.
Ich erklärte ihm, ich könne nicht in den Mob schiessen, da sich Frauen und Kinder darunter befanden. Daraufhin bezeichnete er mich als Verräter und hielt mir seine Waffe an die Stirn. Er sagte, wenn ich nicht bei der Verteidigung des Geschäftes und der Leben meiner Kollegen helfen würde, würde er mich fristlos kündigen. Aber ich konnte es einfach nicht. Frauen und Kinder töten? Dafür war ich nicht Verkäufer geworden!
Ich musste mein Diensthemd und mein Namensschild abgeben. Das Schlüsselband riss er mir einfach vom Hals. Ich werde die Blicke meiner Kollegen nie vergessen, sie verfolgen mich in meinen Träumen. Wir wussten, selbst wenn wir das überleben würden, würden wir uns nie wieder sehen."
Er schloß kurz die Augen und räusperte sich. Langsam setzte er das Glas an die Lippen und trank es leer. Als man ihm nachschenken wollte, winkte er ab und sprach weiter. Er wusste, das diese Anhörung so gut wie vorüber war.
"Die Kollegen schoben eines der Regale weit genug auseinander, damit ich mich hindurchquetschen konnte. Dutzende Hände fassten sofort nach mir und zogen mich mitten in diesen tobenden und wirbelnden, sich kreischend windenden Strudel. Der Spalt in den Regalen hatte sich sofort wieder geschlossen, für mich hätte es kein Zurück gegeben, selbst wenn der Mob nicht gewesen wäre.
In dem Moment, in dem die ersten Hände nach mir griffen, fühlte ich nichts. Keine Angst, Panik oder Trauer. Ich wusste ich hatte das richtige getan.
Dass ich nicht gleich tot war oder überhaupt in einem Stück geblieben war, fiel mir erst gar nicht auf. Ich wusste erst selbst nicht was geschah, aber ich wollte dieses Glück nicht überanstrengen. Ich kroch auf allen Vieren zwischen den Beinen der Kunden zum Ausgang. Draußen ließ ich mich an der Glasscheibe nieder und fing einfach nur an zu weinen, vor Erleichterung noch am Leben zu sein.
Kurz darauf hörte ich im Inneren des Laden wieder Schüße fallen. Es dauerte nicht lange und schon kurz darauf waren die Sondereinsatzwagen vor Ort, aber diesen Teil kennen Sie ja aus Ihren eigenen Berichten." Er blieb mit geschlossenen Augen sitzen.
Die Mitglieder der Kommission steckten für einen Moment murmelnd die Köpfe zusammen, danach war nur noch das Geräusch der sich schliessenden Akten und schieben der Stühle zu hören, als sie sich erhoben.
"Abseits des Protokolls, was denken Sie, warum Sie als einziger überlebt haben?", kam die abschliessende Frage des Vorsitzenden.
"Es war das Hemd."
-
Den Zetteln nach, auf denen das verfasst wurde, habe ich das am 26. Juli 2005 geschrieben. Ich glaube, es war ein sehr schwüler und heißer Tag ...den Rest habe ich verdrängt und vergessen...
- BM out -
"Jawohl, Sir."
"Gut, dann erzählen Sie uns mal was passiert ist. Ihre Sicht der Dinge - aber bleiben Sie besser bei der Wahrheit!"
Er schluckte trocken, räusperte sich und nahm einen Schluck Wasser bevor er wieder zu sprechen begann. Seine Stimme zitterte bei den ersten Worten, bis sie zu ihrer gewohnten Stärke zurück fand.
"Es war der 26. Juli. Ein heißer, schwüler Tag. Wie die letzten Tage üblich, war es ziemlich ruhig. Kaum was los, das Warten zerrte schon lange an unseren Nerven. Zugegeben, es machte uns ein wenig aggressiv, aber das war doch nicht ungewöhnlich für diese Zeit." Er zögerte für einen Moment, und erst auf eine Geste aus der Kommission hin, sprach er weiter.
"Plötzlich waren sie da. Keiner konnte sagen woher und warum, ich schätze wir waren gar nicht wirklich darauf eingestellt, dass doch noch etwas passieren würde. Zu Beginn war es kein Problem sie in Schach zu halten, sie ruhig zu stellen. Wir sind ...waren ja alle nicht neu in dem Job.", er nahm wieder einen Schluck Wasser und als er weiter sprach, schienen seine Augen verschleiert. Vor seinem innen Augen spielten sich wieder die Ereignisse des besagten Momentes ab. Sein Gesicht versteinerte während er weiter sprach zusehends. "Für viele ist es eine ..niedere Arbeit im Elektrohandel tätig zu sein. Ich kenne aber auch Leute, die zugeben, sie würden mit Kunden nicht klar kommen. Für mich war das nie eine große Sache ... wäre es an diesem Tag nicht so verdammt schwül gewesen, es wäre nie so weit gekommen. Diese Situation wäre nie eskaliert!" Die letzen Worte schrie er hysterisch.
"He! Beruhigen Sie sich. Holen sie tief Luft und fahren Sie dann fort.", der Vorsitzende der Kommission schien nicht wirklich verärgert zu sein. Er hatte die Atteste über die ungewöhnliche Stressituation gelesen, in der sich der junge Mann und seine Kameraden befunden hatten. Nach einigen stillen Minuten hatte sich die Situation wieder beruhigt und der Bericht des Verkaufsberaters ging weiter. Sein Tonfall war ruhiger und sachlicher, als wollte er damit jede persönliche Verbindung zu den folgenden Schilderungen leugnen.
"Wie gesagt, es war sehr warum und drückend schwül. Die Leute warteten und wurden plötzlich unruhig. Es kippte von einem Moment zum anderen, sie wurden zu einem reissenden Mob. Ich konnte den entsetzten Schrei eines Kollegen hören, als sie plötzlich über ihn herfielen. Es war ein kurzer, spitzer Schrei des Entsetzens, der einfach in einem Gurgeln erstarb, so schnell wie er gekommen war. Das Gurgeln seines Blutes aus seiner zerfetzten Kehle... Wir konnten die Kunden nicht mehr ruhig halten, sie wollten nicht mehr warten bis sie dran waren.
Ich hatte von der großen SSV-Unruhe von '63 gelesen und mir war sofort klar, dass das nicht anders begonnen haben konnte. Der Geschäftsleiter gab sofort den Notfallcode durch und wir begannen uns zur Wehr zu setzen. Ich wusste, wir hatten keine andere Wahl, wenn wir unser Leben retten wollten. Die Waffen wurden ausgegeben, die ersten Schüsse fielen, die Kunden wurden zu noch größerer Raserei angestachelt. Abteilung für Abteilung fiel. Wir drängten uns zusammen, stiessen Regale als Barrieren um. Es wurde im lauter, stickiger, heißer. Der Geruch von Blut hing in der Luft. Es war der Horror unseres Lebens.
Wir wussten, wir hatten keine Chance...", er schluckte wieder trocken, nahm aber keinen Schluck aus seinem Glas und sprach mit kratziger Stimme weiter, "Wir waren stark dezimiert und in die Enge getrieben, da merkte der Geschäftsführer, dass ich noch keinen Schuss abgegeben hatte und stellte mich zur Rede.
Ich erklärte ihm, ich könne nicht in den Mob schiessen, da sich Frauen und Kinder darunter befanden. Daraufhin bezeichnete er mich als Verräter und hielt mir seine Waffe an die Stirn. Er sagte, wenn ich nicht bei der Verteidigung des Geschäftes und der Leben meiner Kollegen helfen würde, würde er mich fristlos kündigen. Aber ich konnte es einfach nicht. Frauen und Kinder töten? Dafür war ich nicht Verkäufer geworden!
Ich musste mein Diensthemd und mein Namensschild abgeben. Das Schlüsselband riss er mir einfach vom Hals. Ich werde die Blicke meiner Kollegen nie vergessen, sie verfolgen mich in meinen Träumen. Wir wussten, selbst wenn wir das überleben würden, würden wir uns nie wieder sehen."
Er schloß kurz die Augen und räusperte sich. Langsam setzte er das Glas an die Lippen und trank es leer. Als man ihm nachschenken wollte, winkte er ab und sprach weiter. Er wusste, das diese Anhörung so gut wie vorüber war.
"Die Kollegen schoben eines der Regale weit genug auseinander, damit ich mich hindurchquetschen konnte. Dutzende Hände fassten sofort nach mir und zogen mich mitten in diesen tobenden und wirbelnden, sich kreischend windenden Strudel. Der Spalt in den Regalen hatte sich sofort wieder geschlossen, für mich hätte es kein Zurück gegeben, selbst wenn der Mob nicht gewesen wäre.
In dem Moment, in dem die ersten Hände nach mir griffen, fühlte ich nichts. Keine Angst, Panik oder Trauer. Ich wusste ich hatte das richtige getan.
Dass ich nicht gleich tot war oder überhaupt in einem Stück geblieben war, fiel mir erst gar nicht auf. Ich wusste erst selbst nicht was geschah, aber ich wollte dieses Glück nicht überanstrengen. Ich kroch auf allen Vieren zwischen den Beinen der Kunden zum Ausgang. Draußen ließ ich mich an der Glasscheibe nieder und fing einfach nur an zu weinen, vor Erleichterung noch am Leben zu sein.
Kurz darauf hörte ich im Inneren des Laden wieder Schüße fallen. Es dauerte nicht lange und schon kurz darauf waren die Sondereinsatzwagen vor Ort, aber diesen Teil kennen Sie ja aus Ihren eigenen Berichten." Er blieb mit geschlossenen Augen sitzen.
Die Mitglieder der Kommission steckten für einen Moment murmelnd die Köpfe zusammen, danach war nur noch das Geräusch der sich schliessenden Akten und schieben der Stühle zu hören, als sie sich erhoben.
"Abseits des Protokolls, was denken Sie, warum Sie als einziger überlebt haben?", kam die abschliessende Frage des Vorsitzenden.
"Es war das Hemd."
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Den Zetteln nach, auf denen das verfasst wurde, habe ich das am 26. Juli 2005 geschrieben. Ich glaube, es war ein sehr schwüler und heißer Tag ...den Rest habe ich verdrängt und vergessen...
- BM out -
Black_Mage - am Mittwoch, 18. April 2007, 18:26 - Rubrik: Gefundenes
Scheintod gewahrt - Schein wahren
Da ich das Zeug in meiner Wohnung, aus meiner Wohnung nun bald rausschaffen muss, ist mir sehr daran gelegen, die Menge an Zeug in meiner Wohnung zu verringern. Also habe ich nun jenen - völlig überfütterten - Kasten ausgeräumt, in dem sich das ganze Zettelwerk versteckt hält. Alle aufhebenswerten Rechnungen, Kontoauszüge, Memorablien usw, die mir sonst wo im Weg waren, wanderten im Lauf der Zeit in diesen Kasten. Die Klappe ging in letzter Zeit ehrlich gesagt gar nicht mehr zu...
Nun habe ich also einen großen Teil ausgemustert und in einen Müllsack gesteckt, den Rest muss ich jetzt noch in Ordnung bringen und sortieren und dann in eine Form bringen, in der ich ihn für die nächste Zeit im Keller einbunkern kann.
Und nebenbei habe ich natürlich haufenweise Geschriebenes von mir entdeckt, meist auf kleinen Papierfetzen, teilweise noch aus der Schulzeit auf den Karton meines Schreibblocks, oder auf Zettelwerk aus der Arbeit. Bevor ich diesen Teil nun auch entsorge, bekommt er einen letzten Auftritt hier.
-
Es war die erste Nacht, in der ich mittendrin einfach wach werden sollte, ohne zurück in den Schlaf finden zu können. Diesmal sollte ich noch ziemlich grundlos wach liegen, aufstehen und unzusammenhängenden Gedanken folgen und einfach die Tatsache verdammen, nicht wieder einschlafen zu können. Es sollte nicht die einzige Nacht sein, in der es mir so erging, auch wenn ich davon noch nichts ahnte. Wenigstens würde ich in dieser ersten Nacht einfach grundlos dar liegen, später würden es Angst und Furcht sein, die mir den verdienten Schlaf der Erholung raubten. Hätte ich davon damals schon gewusst, hätte ich die ruhigen Stunden in der Dunkelheit vielleicht sogar zu schätzen, und vorallem zu geniessen gewusst. So lag ich schlicht in meinem Bett und verdammte den Sandmann für seine schleissige Arbeit.
-
Seit 1904 ist alles irgendwie relativ, also irgendwie zu irgendwas anderem. Ich frage mich, ob das schon so war, bevor Einstein seine Relativitätstheorie proklammiert hat, oder sich erst danach zu diesem geflügelten Wort entwickelt hat.
Von all den relativen Dingen dieser Welt, ist die Zeit am relativsten, wenn man das so sagen kann - was ich aber doch bezweifle. Worauf ich hinaus will?
Das Zeit ganz schön relativ ist ...zu mir.
-
Ich verschliesse meine Ohren -
höre dein Lachen.
Bin ich in deiner Nähe -
mach ich nur dumme Sachen.
Ich schliesse meine Augen -
und sehe dein Gesicht.
Ich will dich vergessen -
doch das kann ich nicht.
-
<: Ich bin heute früh aufgewacht und war tot!
>: Hm, was haben Sie davor gemacht?
<: Geschlafen?
>: Und davor?
<: Bin ich schlafen gegangen!
>: Aha!
<: Aha, was?!?
>: Sind Sie sicher, dass sie noch gelebt haben, als Sie schlafen gingen?
<: Wäre ich sonst schlafen gegangen?
>: Hm, klingt vernünftig...
-
"Fuck", war sein erster Gedanke, als er die Augen öffnete und in die diffuse Gräue seines Schlafzimmers blickte. So düster es auch war, es war doch zu hell, als dass er nicht sofort wusste, das er verschlafen hatte.
"Fuck", wiederholte er seinen vorigen Gedanken, während er die Beine über die Bettkante schob und ins Badezimmer trottete. Davor hatte er noch einen prüfenden Blick auf den Wecker geworfen und festgestellt, dass er dennoch genug Zeit für seine Morgentoilette hatte. Seine innere Uhr hatte gerade noch rechtzeitig Alarm geschlagen.
-
So, ein Fundstück hab ich noch, das ist aber etwas länger und ziemlich schräg. Das kommt in einen extra Beitrag ;)
- BM out -
Nun habe ich also einen großen Teil ausgemustert und in einen Müllsack gesteckt, den Rest muss ich jetzt noch in Ordnung bringen und sortieren und dann in eine Form bringen, in der ich ihn für die nächste Zeit im Keller einbunkern kann.
Und nebenbei habe ich natürlich haufenweise Geschriebenes von mir entdeckt, meist auf kleinen Papierfetzen, teilweise noch aus der Schulzeit auf den Karton meines Schreibblocks, oder auf Zettelwerk aus der Arbeit. Bevor ich diesen Teil nun auch entsorge, bekommt er einen letzten Auftritt hier.
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Es war die erste Nacht, in der ich mittendrin einfach wach werden sollte, ohne zurück in den Schlaf finden zu können. Diesmal sollte ich noch ziemlich grundlos wach liegen, aufstehen und unzusammenhängenden Gedanken folgen und einfach die Tatsache verdammen, nicht wieder einschlafen zu können. Es sollte nicht die einzige Nacht sein, in der es mir so erging, auch wenn ich davon noch nichts ahnte. Wenigstens würde ich in dieser ersten Nacht einfach grundlos dar liegen, später würden es Angst und Furcht sein, die mir den verdienten Schlaf der Erholung raubten. Hätte ich davon damals schon gewusst, hätte ich die ruhigen Stunden in der Dunkelheit vielleicht sogar zu schätzen, und vorallem zu geniessen gewusst. So lag ich schlicht in meinem Bett und verdammte den Sandmann für seine schleissige Arbeit.
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Seit 1904 ist alles irgendwie relativ, also irgendwie zu irgendwas anderem. Ich frage mich, ob das schon so war, bevor Einstein seine Relativitätstheorie proklammiert hat, oder sich erst danach zu diesem geflügelten Wort entwickelt hat.
Von all den relativen Dingen dieser Welt, ist die Zeit am relativsten, wenn man das so sagen kann - was ich aber doch bezweifle. Worauf ich hinaus will?
Das Zeit ganz schön relativ ist ...zu mir.
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Ich verschliesse meine Ohren -
höre dein Lachen.
Bin ich in deiner Nähe -
mach ich nur dumme Sachen.
Ich schliesse meine Augen -
und sehe dein Gesicht.
Ich will dich vergessen -
doch das kann ich nicht.
-
<: Ich bin heute früh aufgewacht und war tot!
>: Hm, was haben Sie davor gemacht?
<: Geschlafen?
>: Und davor?
<: Bin ich schlafen gegangen!
>: Aha!
<: Aha, was?!?
>: Sind Sie sicher, dass sie noch gelebt haben, als Sie schlafen gingen?
<: Wäre ich sonst schlafen gegangen?
>: Hm, klingt vernünftig...
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"Fuck", war sein erster Gedanke, als er die Augen öffnete und in die diffuse Gräue seines Schlafzimmers blickte. So düster es auch war, es war doch zu hell, als dass er nicht sofort wusste, das er verschlafen hatte.
"Fuck", wiederholte er seinen vorigen Gedanken, während er die Beine über die Bettkante schob und ins Badezimmer trottete. Davor hatte er noch einen prüfenden Blick auf den Wecker geworfen und festgestellt, dass er dennoch genug Zeit für seine Morgentoilette hatte. Seine innere Uhr hatte gerade noch rechtzeitig Alarm geschlagen.
-
So, ein Fundstück hab ich noch, das ist aber etwas länger und ziemlich schräg. Das kommt in einen extra Beitrag ;)
- BM out -
Black_Mage - am Mittwoch, 18. April 2007, 17:11 - Rubrik: Gefundenes
Black_Mage - am Dienstag, 17. April 2007, 13:57
Scheintod gewahrt - Schein wahren