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So, jetzt hab ich es ihr gesagt. Ehrlich und direkt.
Fühl ich mich besser? Nein.

- BM out -

Edit: im Nachhinein betrachtet war ich wohl viel zu hart ...

He alter Mann, das hier ist speziell für dich :)

http://www.applegeeks.com/lite/strips/aglite104.jpg

- BM out -

Wollte bloggen, darf aber heimgehen ... *flücht*

Ich meine, da gibt es leute die machen einen Film über den "längsten Tag" und dann spielt das im 2. Weltkrieg und nicht hier, bei mir in der Arbeit? Sehr eigenartig...

- BM out -

Unser Geschäft ist ein architektonischer Albtraum. Ist ein Fakt. Für manche ist es auch ein "Labyrinth" ..wobei ich fürchte, die Leute die das sagen, verirren sich sogar wenn sie einen Pullover anziehen sollen. Jedenfalls bin ich bekanntlich den großteil des Tages damit beschäftigt Leuten den Weg zur Kassa zu erklären. Naturbedingt bekomme ich da viel Feedback zu meinen Erklärungen, jedoch noch nie so eine Frage wie gerade eben.

Kundin (ältere Dame): "Ja wo ist denn da die Kassa?"
BM: "Gleich hinter der Rolltreppe, sie müssen nur rundherum gehen."
Kundin: "Hinunter?"
BM: "Nein, einfach nur runderhum."
Kundin: "Wie oft?"

Ach wie gerne hätte ich behauptet, dass sich ihr die Kassa auf magische Weise offenbart, wenn sie das fünfte Mal bei mir vorbei kommt. Irgendwie erinnert mich das an einen Cheat aus Tomb Raider 1 (ich habe das Game nie gespielt, warum kann ich mich da an Cheats aus dem Game erinnern?!?):
Drei mal im Kreis drehen, ein Sprung nach Links, ein Sprung nach Recht, eine Fackel werfen. Dann kam man in den nächsten Level.

- BM out -

Nachdem ich nochmal über das Thema des Nebenblogs nachgedacht habe, und die gestrigen Kommentare dazu mehrmals gründlich gelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir dieses Nebenblog verdient habe. Aber da ich nicht wie Elch ein zweites Blog betreiben will, oder auf ein anderes Blog ausweichen will, bei dem ich sowieso selbstauferlegtes Leseverbot habe, bleiben mir ja nicht mehr soviele Optionen.

Zuerst dachte ich daran, dass es ja ganz nett wäre, wenn man kollektiv so ein Nebenblog betreiben könnte. Es muss ja mehrere Leute geben, die sich ein Blog anlegen um Seelenmüll zu entsorgen, dann ihre Bekanntschaften in ihr Blog einladen und deswegen beginnen sich selbst ein wenig zu zensieren.
Aber solche Kollektiv-Geschichten sind halt immer ziemlich schwer auf die Beine zu stellen, zumal man gerade zu beginn, eher an Leute gerät die man eh schon kennt, da ist es mit der Anonymität schnell wieder vorbei.

Und somit kommen wir zu der Variante für die ich mich nun entschieden habe. Ein kleines soziologisches Experiment.
Ich werde mein Nebenblog direkt hier in meinem eigenen Blog veröffentlichen. Ich werde die Beitrage in der Rubrik Nebenblog veröffentlichen und nicht auf der Startseite anzeigen lassen, somit ist niemand gezwungen die Beiträge zu lesen. Jeder Nebenblog-Eintrag wieder "Nebenblog x" heißen, und entsprechend x durchnummeriert.
Die einzige Hürde für jene, die sich entschliessen diese Beiträge zu lesen, ist die eines guten Rollenspielers. Man muss die Informationen die man Out-of-Character erhält auch außerhalb des lassen, und darf sich nicht anmerken lassen, dass man es weiß. Man muss seine Rolle weiterspielen, als ob man diese Infos nicht bekommen hat.
Quasi als ob jemand auf dich zukommt und sagt "He, ich weiß ein Geheimnis, aber ich hab versprochen es nicht weiterzusagen...." ;)

Jeder muss nun also selbst wissen ob er damit leben kann, einen tieferen Einblick hinter meine Fassade zu bekommen, und ob ihm das gefällt was er zu lesen bekommt. Ich für meinen Teil kann somit meine unruhigeren Gedanken wieder bannen, und weiß auch das jemand es lesen wird, ohne zu wissen wer. Denn auf eines kann man immer bauen, die Neugier und den Voyeurismus der in uns allen steckt...

- BM out -

Meine Mum ist ja ebenfalls eine unregelmässige Leserin meines Blogs hier (btw: Hallo Mama!). Als ich am Sonntag bei ihr war, hat sie mir mal wieder erklärt, wie toll sie dieses Blog nicht findet. Nicht bloß weil sie meine Schreibe mag, nein, vorallem eben weil sie da soviel über mich erfährt. Dinge aus meinem Leben, die ich ihr ja nicht erzähle.
Zum Beispiel, dass sich das Frl. WM und ich wieder näher sind (Stand Dezember 06) oder von dem mysteriösen DJ-Mädel dass es mir so angetan hatte (Stand Frühjahr 06), und dergleichen.

Mein Gegenargument war, dass ich ihr nicht von Dingen erzählen kann die NICHT stattfinden. Denn wenn ich das tun würde, hätte ich viel zu tun, da wesentlich mehr in meinem Leben NICHT stattfindet als wirklich zu Stande kommt. Denn wenn ich meiner Mum jedesmal davon erzähle, wenn ich eine junge Frau gesehen hätte, die zwar interessant gewesen wäre, ich aber zu langsam, feige/schüchtern oder zu kontrolliert gewesen wäre, was daraus zu machen ..hui, da würde das Telefonkabel verglühen ;)

- BM out -

PS: Natürlich erlebe ich auch noch Abseits von Frauen Dinge nicht, aber das ist ja nur halb so interessant *bg*

Es wird Zeit für ein Zweitblog, wenn man mal wieder merkt, dass man sich seinen Frust und seine Unsicherheiten nicht anonym von der Brust schreiben kann, weil die Leute die mitlesen, einen kennen.
Auf der anderen Seite will ich aber gar kein weiteres Blog aufmachen, dass dann erst recht GAR NIEMAND liest ;)

Warum ist es mir zwar wichtig, dass ich weiß, das jemand meine Gedanken mitbekommt (sonst könnte ich ja einfach mein Herz in einem Textfile ausschütten), aber es ist mir dennoch nicht recht, gleich mit jemandem darüber zu reden, der vielleicht etwas zu der Situation zu sagen hat?
Wie kann ich mich stets (bei mir selbst) beklagen, dass mich niemand versteht, aber auch niemanden so nah an mich ranlassen, dass er die Chance hätte mich gut genug kennen zu lernen?

Wenigstens auf eine Frage habe ich eine Antwort: Warum mache ich mir immer alles selber kaputt? Weil man das machen soll, was man am besten kann...

- BM out -

In den letzten Tagen kommen immer wieder Leute die mich kennen, wie Stammkunden oder Arbeitskollegen, breit grinsend auf mich zu. Ich grinse dann immer zurück, weil ich glaube die erzählen mir gleich was lustiges, dann fällt mir ein, die Grinsen so wegen meiner neuen Frisur.
Das viele Grinsen macht mich aber trotzdem glücklich :)

Auch sehr lässig: mein Kamm wirft einen coolen Schatten.

- BM out -

Heute habe ich eine interessante Erfahrung gemacht. Nämlich die, dass obwohl die meisten Leute um mich herum, mich gerne immer wieder dazu anspornen doch etwas spontaner und flexibler zu sein, die mich geradezu dazu anhalten, nicht immer nur an Konsequenzen und Nebenerscheinungen zu denken, sprich gerne hätten, wenn ich einfach mal locker lassen würde, sie alle damit ein Problem haben, wenn es mal passiert.
Denn schliesslich passt das nicht zu dem was sie von mir denken, wie sie mich sehen.

Gestern war ich auf einer Party mit haufenweise lässigen Leuten. Die meisten von ihnen kenne ich seit einigen Jahren, und es war wirklich eine entspannte und nette Atmosphäre. Es hat sich also ergeben, dass 2 Mädels meinten sie würden mir eine Glatze rasieren und ich hab einfach nur "Ok" gesagt und die beiden machen lassen. Ja, zu dem Zeitpunkt war ich nüchtern und Herr meiner Sinne, es war eine bewusste Entscheidung.
Denn letztlich wachsen Haare wieder nach und es wäre zu schade gewesen, sich diese Chance entgehen zu lassen. Und ein entscheidender Faktor war einfach, dass niemand auf dieser Party dazwischen gegangen ist und fragte "Bist du dir da wirklich sicher?" oder "Hast Du dir das genau überlegt?".

Als die Schläfen und umliegendes Terrain meines Schädels freigeräumt waren, haben die Mädels eine Pause eingelegt und gemeint, das würde jetzt gut aussehen und sie würden es so lassen. Die anderen Partygäste haben sich das angeschaut und genickt und gegrinst, aber waren der selben Meinung. Wir nannten es einen breiten Irokesen, und das war es. Alle nahmen die neue Frisur als gegeben hin.

Womit wurde ich heute konfrontiert, als meine Family den neuen Schnitt zu Gesicht bekommen hat? Entsetzte Gesichter. Vors Gesicht geschlagene Hände und tiefes aufkeuchen. "Hast Du eine Wette verloren?". "Wieso hast Du das zugelassen, warst du schon so betrunken?".
Warum die Reaktion? Weil man sich von mir nicht erwartet, dass ich mit sowas auftauche.
Und zugegebener Maßen, auch weil es wirklich sehr seltsam aussieht. Nicht bloß ungewohnt, sondern einfach wirklich eigenartig. Was solls, lass ich es halt mal beim Friseur nachbessern, damit das eine runde Sache ist. In ein paar Wochen ist der Spuk vorbei.
Aber wohl nicht für diejenigen, die nicht damit rechnen konnten, dass ich so einen "Akt des Vandalismus" zulassen würde. Die sind eher enttäuscht.

Genau dies Enttäuschung aber ist der Grund dafür, dass ich mich mit solchen Aktionen dermassen zurück halte. Ich bin den Leuten zwar zu zurückhaltend und brav, aber ein Ausbruch aus diesem Schema ist auch nichts was mit offenen Armen empfangen wird. Selbst, wenn man sich im Laufe eines Nachmittags an den neuen Look gewöhnt.

Ich weiß nicht, in wie Fern sich dieser gestrige Abend und die dort gefällte Entscheidung sich langfristig auswirkt. Ob ich mir nun endlich die Freiheit eingestehe wieder schräge Aktionen zu liefern, wie es manche Leute eigentlich von mir gewohnt sein sollten. Ich befinde mich zur Zeit in einer besonderen Phase meines Lebens. Denn ich habe erst kürzlich erkannt, dass ich tatsächlich lebe und dieses Leben auch ausleben sollte, bevor es vorbei ist. Manche nennen es Quarter-life-Crisis. Ich sehe es aber nicht als Krise an, sondern als Fortschritt und Befreiung, mich nicht länger für eine Zukunft zu opfern, die ich nie erlebe, wenn ich meine Träume und Wünsche nicht in die Realität umsetze.

Vielleicht ist nun wirklich der Punkt gekommen, wo ich genug davon habe, mein Leben für andere zu leben und für das was sie sich von mir erwarten. Vielleicht ist das hier nicht bloß eine Frisur, sondern eben doch mehr "ein kleiner Schnipp für mich, eine große Rasur für die Menschheit".

- BM out -

 

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