Es liegt in der Natur des Menschen, die Menschen und Dinge die ihn umgeben zu benennen. Ein weiteres weitverbreitetes Attribut unter den Menschen ist es diese Benamsten Dinge zu kategorisieren.
Schliesslich tut man sich viel einfacher, wenn man weiß was man vor sich hat und als was man es am besten einordnet. Kategorien sind aber auch oft Klassen die hierarchische Strukturen aufbauen ... wenn man schon kategorisiert, dann doch bitte gleich ordentlich.
All das passiert natürlich auch in der weiten Welt der Computernutzer. Sind ja auch nur Menschen. Dort wird man dann zu DAU, User, Nerd, Freak, Noob, Pro, Geek usw ...
Das Problem dahinter - es gibt keine einheitliche Norm die festlegt nach welchen Kriterien man da nun in welche Schublade passt.
DAU ist klar ... dümmster anzunehmender User. Das sagt ja alles. Du musst dich nur dumm genug anstellen, irgendwas selbstverständliches falsch machen und schon bist du im Club. Oft zitierte DAU-Aktionen sind CDs die zerbrochen werden um ins Floppy-Drive zu passen, etc.
User ist auch noch ziemlich offensichtlich: ein normaler Anwender. Er macht keine groben Fehler, hat aber auch keine Ambitionen seinen PC zu mehr zu nutzen als den alltäglichen Arbeiten bei denen er sich auskennt. Denn sonst wird man ja schon fast automatisch Aspirant einer "höheren" Klasse ...und das ist dann gefährliches Terrain.
Gefährliches Terrain, weil hier die schwammigen Grauzonen der Klassenzugehörigkeit ihre Grabenkriege ausfechten.
Und genau darüber hatte ich in letzter Zeit mit ein paar Arbeitskollegen angeregten Meinungsaustausch.
Der eine möchte zum Beispiel eine Mischklasse aus Noob und Nerd kreieren ... was halt nach meiner Definition irgendwie absurd ist. Ein Noob ist ein Neuling, der durchaus die Möglichkeit hat etwas dazu zu lernen, und so Akzeptanz zu finden.
Ein Nerd ist jemand der schon so tief in der Materie steckt, dass man ihn im sogenannten RealLife auf 100m gegen den Wind erkennt. Nerds gibts dann in verschiedenen Ausprägungen, aber Nerd bleibt Nerd.
Also wie sollen diese beiden Definitionen zu einem Nörb werden? Eben.
Genauso kontrovers finde ich wiederum, dass sich ein Kollege von mir als Geek bezeichnet. Denn man wird nur zum Geek, in dem ein anderer Geek einen als solchen bezeichnet. Das gibt dem ganzen natürlich etwas wunderbar elitäres.
Doch was macht jemandem zum Geek, der auf einem Fertig-PC mit Windows XP Home spielt, das mit Norton Internet Security geschützt ist und alle paar Monate neu aufgesetzt werden muss?
Zu der Zeit als ich ein Geek war, und das ist noch nicht mal so lange her, hat man sich mit Netzwerken ausgekannt, war hip wenn man auf Linux unter Lynx gesurft ist, hat sich in binär unterhalten und Witze über Maschinencode gerissen.
Damals hat man zwar jede Message die in Leet verfasst war lesen können, es aber nicht zugegeben, weil es die Sprache der Kiddies war. Heute muss man nur noch wissen wofür 1337 steht und kommt sich schon gut vor...
Vielleicht hat sich in den letzten Jahren auch das Bild des Geeks geändert, und die früheren Geeks sind über die Gestade der grauen Anfurten in eine bessere Welt gesegelt, wer weiß...
Oder ich irre mich halt einfach auch nur mit meinen Definitionen, und es ist grundsätzlich egal, in welcher Schublade der Computernutzer man nun feststeckt, solange man von seinen Schubladen-Mitbewohnern als solcher akzeptiert wird.
Solange es im Duden keine genaue Definition gibt, die Etymologie nicht geklärt ist, bleiben uns unsere Grauzonen erhalten ...und letztlich sind wir die ja auch gewohnt.
- BM out -
Schliesslich tut man sich viel einfacher, wenn man weiß was man vor sich hat und als was man es am besten einordnet. Kategorien sind aber auch oft Klassen die hierarchische Strukturen aufbauen ... wenn man schon kategorisiert, dann doch bitte gleich ordentlich.
All das passiert natürlich auch in der weiten Welt der Computernutzer. Sind ja auch nur Menschen. Dort wird man dann zu DAU, User, Nerd, Freak, Noob, Pro, Geek usw ...
Das Problem dahinter - es gibt keine einheitliche Norm die festlegt nach welchen Kriterien man da nun in welche Schublade passt.
DAU ist klar ... dümmster anzunehmender User. Das sagt ja alles. Du musst dich nur dumm genug anstellen, irgendwas selbstverständliches falsch machen und schon bist du im Club. Oft zitierte DAU-Aktionen sind CDs die zerbrochen werden um ins Floppy-Drive zu passen, etc.
User ist auch noch ziemlich offensichtlich: ein normaler Anwender. Er macht keine groben Fehler, hat aber auch keine Ambitionen seinen PC zu mehr zu nutzen als den alltäglichen Arbeiten bei denen er sich auskennt. Denn sonst wird man ja schon fast automatisch Aspirant einer "höheren" Klasse ...und das ist dann gefährliches Terrain.
Gefährliches Terrain, weil hier die schwammigen Grauzonen der Klassenzugehörigkeit ihre Grabenkriege ausfechten.
Und genau darüber hatte ich in letzter Zeit mit ein paar Arbeitskollegen angeregten Meinungsaustausch.
Der eine möchte zum Beispiel eine Mischklasse aus Noob und Nerd kreieren ... was halt nach meiner Definition irgendwie absurd ist. Ein Noob ist ein Neuling, der durchaus die Möglichkeit hat etwas dazu zu lernen, und so Akzeptanz zu finden.
Ein Nerd ist jemand der schon so tief in der Materie steckt, dass man ihn im sogenannten RealLife auf 100m gegen den Wind erkennt. Nerds gibts dann in verschiedenen Ausprägungen, aber Nerd bleibt Nerd.
Also wie sollen diese beiden Definitionen zu einem Nörb werden? Eben.
Genauso kontrovers finde ich wiederum, dass sich ein Kollege von mir als Geek bezeichnet. Denn man wird nur zum Geek, in dem ein anderer Geek einen als solchen bezeichnet. Das gibt dem ganzen natürlich etwas wunderbar elitäres.
Doch was macht jemandem zum Geek, der auf einem Fertig-PC mit Windows XP Home spielt, das mit Norton Internet Security geschützt ist und alle paar Monate neu aufgesetzt werden muss?
Zu der Zeit als ich ein Geek war, und das ist noch nicht mal so lange her, hat man sich mit Netzwerken ausgekannt, war hip wenn man auf Linux unter Lynx gesurft ist, hat sich in binär unterhalten und Witze über Maschinencode gerissen.
Damals hat man zwar jede Message die in Leet verfasst war lesen können, es aber nicht zugegeben, weil es die Sprache der Kiddies war. Heute muss man nur noch wissen wofür 1337 steht und kommt sich schon gut vor...
Vielleicht hat sich in den letzten Jahren auch das Bild des Geeks geändert, und die früheren Geeks sind über die Gestade der grauen Anfurten in eine bessere Welt gesegelt, wer weiß...
Oder ich irre mich halt einfach auch nur mit meinen Definitionen, und es ist grundsätzlich egal, in welcher Schublade der Computernutzer man nun feststeckt, solange man von seinen Schubladen-Mitbewohnern als solcher akzeptiert wird.
Solange es im Duden keine genaue Definition gibt, die Etymologie nicht geklärt ist, bleiben uns unsere Grauzonen erhalten ...und letztlich sind wir die ja auch gewohnt.
- BM out -
Black_Mage - am Montag, 3. Juli 2006, 14:37