So, da wir (als Gruppe und Spezies) ein weiteres Jahr geschafft haben, der kompletten Auslöschung zu entgehen, ist es Zeit für einen Jahresrückblick. Hurra Menschen!
Die Arbeit
Nachdem ich ja ins neue Jahr noch recht perspektivenlos gestartet bin, kann ich hier einen vollen Erfolg verbuchen. Ich habe mich im Jänner um einen Job beworben, ihn bekommen und bis jetzt behalten. Es ist zwar, wie ich schon im letztjährigen Rückblick vermutet habe, wieder der Handel geworden, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Außerdem bin ich gut in diesem Bereich also was solls.
Ich habe aber auch von Anfang an etwas geändert: statt vor mich hinzuarbeiten und mir ab und zu ein Lob einzufangen, habe ich diesmal von Anfang mit dem Ziel mich hochzuarbeiten begonnen. Und das hat soweit auch ganz gut funktioniert. Meine Chefin ist mehr als zufrieden mit mir und unterstützt und fördert mich so gut sie kann. Die Firma hat mir die Ausbildung zum Lehrlingsausbildner finanziert, was eine spannende Zusatzaufgabe ist. Und im Herbst habe ich, bei dem Versuch in ein firmen-internes Ausbildungsprogramm zu kommen, hohe Wellen bei den verantwortlichen geschlagen, weil sie für mich beinahe die Regeln gebogen hätten, um mir die Teilnahme zu ermöglichen. Ab Jänner sitze ich in einem Team, das Projekte entwickelt, die Veränderungen und neue Möglichkeiten für die Firma bringen sollen ...und da sitze ich mit einem der ganz hohen Tiere zusammen.
Auch wenn ich mir vorgenommen habe, innerhalb von 5 Jahren selbst Shopmanager zu werden, und eben mich dafür auch entsprechend ins Zeug zu legen, fällt mir diese Art der Aufmerksamkeit schwer... 2009 wirds jedenfalls spannend.
Privat
Tja, da bin ich doch zum ersten Mal seit langem offiziell in einer Beziehung in ein neues Jahr gegangen, und hab dann doch den Großteil davon Solo verbracht. Wenn man sich immer wieder auf die selbe Frau einlässt, darf man sich aber auch nicht wundern, wenn immer wieder die selben Probleme aufkommen. (Der wesentliche Unterschied zu früher ist nur, dass ich diesmal einen Schlußstrich drunter ziehen konnte, weil mir einfach klar geworden ist, dass sie für mich die falsche ist).
Auch wenn es im Laufe des Jahres einige Mädels gegeben hat, die mir gefallen haben, oder mir sonst aufgefallen sind, so weiß ich es halt mittlerweile einfach besser. Es gibt Leute, die sich nur mit jemandem an ihrer Seite komplett fühlen, ich wiederum gehöre zu den Leuten, die alleine besser funktionieren. Für mich gibt es wirklich keinen Grund eine Beziehung zu führen. (Ich will damit nichts ausschließen, aber nur mal gleich von Anfang an die Erwartungen in 2009 senken).
Unterwegs
Das liegt nicht nur am direkten Vergleich zum letzten Jahr, aber Reise-technisch ist dieses Jahr eine Enttäuschung gewesen. Außer Paris im August, war ich heuer überhaupt nicht im Ausland. Ja, noch nicht mal in Österreich bin ich weit rumgekommen. Wenn ich es genau überlege, bin ich nicht mal in Wien an ungewöhnliche und entlegene Flecke gekommen.
Naja, man kann nicht jedes Jahr ne Weltreise machen ...und ich bin ja NOCH jung ;)
Blog
Ich bin ja wirklich gut in der Zeit gelegen, 2008 zu meinem blogreichsten Jahr zu machen. Der September war übrigens der Monat mit den meisten Beiträgen hier, seit ich überhaupt zu bloggen begonnen hatte. Nunja, irgendwann bin ich halt drauf gekommen, dass ich es auch überlebe, wenn ich nicht mehr alles und jede Kleinigkeit hier aufschreibe. Dass ich nicht alle meiner Gedanken 'laut' sortieren muss.
Seither beginne ich langsam aber doch, auch aufzuhören, meine Gedanken innerlich aufzubereiten. Es wird ein langer und schwieriger Prozess sein, aber irgendwann wird diese Blogstimme in meinem Kopf komplett verstummen :)
Nur der Ordner in dem ich teilbare Bilder, Links und Videos sammle, ist mittlerweile unüberschaubar groß! :)
Kino!
Ach, mein liebstes Hobby. Ja, da war ich heuer wieder fleissig. Auf 69 Kinobesuche habe ich es gebracht, und es wären 70 hätte ich mich nicht auf ein paar Frauen verlassen, dass sie mit mir Madagascar 2 schauen :) Ausnahmsweise habe ich diesmal nichts doppelt gesehen, dh auch, dass ich weniger Filme im Kino in Originalsprache gesehen habe :( .
Filmtechnisch finde ich, war es ein wirklich sehr gutes Jahr, 15 Filme habe ich in die engere Wahl genommen um aus ihnen meine Top 5 des Jahres zu wählen.
Top-5 2008 in alphabetischer Reihenfolge:
Der Mann der niemals lebte
Leo DiCaprio ist einer der besten jungen Schauspieler die Hollywood herzuzeigen hat. In den letzten Jahren beweisst er das immer und immer wieder, auch hier, mit diesem brisanten, hochpolitischen Film. Als CIA-Agent, der zwischen den Fronten hängt, der zwar sein Land liebt aber nicht die Methoden mit denen es vorgeht. Der sieht, dass man mit der arabischen Mentalität umgehen muss, wenn man im "Kampf gegen den Terror" Erfolg haben will, und zu spüren kriegt, wie der amerikanische Weg Gegenmassnahmen hervor bringt.
I am a Cyborg, but thats OK
Ein koreanischer Film über eine junge Frau, die glaubt ein Cyborg zu sein, und in eine Anstalt kommt, wo sie auf eine Vielzahl schräger Charaktäre trifft und sich in einen jungen Mann verliebt, welcher der größte Dieb aller Zeiten ist, und anderen sogar ihren Wahn stehlen kann...
Der Film ist im Grunde eine Romanze, bei der man sich öfter als nicht eine Lachträne aus den Augenwinkeln wischen muss.
Sleuth - Ein Mord für Zwei
Es ist selten heutzutage, dass sich ein Film voll und ganz auf die schauspielerischen Fähigkeiten seiner Darsteller verlassen kann (und muss). Umso schöner, wenn Zwei zeigen, dass sie das können. Von Michael Cain weiß man das ja, von Jude Law konnte man es bisher oft erahnen, hier zeigt er nun, dass er es wirklich drauf hat. Der Kampf zweier Männer um eine Frau, der gehörnte Ehemann, der junge Liebhaber, beschränkt auf ein paar Zimmer, wie sie sich umkreisen und gegenseitig zum großen, blutigen Fehler locken. Grandios!
The Wrestler
Offiziell kommt dieser Film ja erst nächstes Jahr bei uns ins Kino, ich hatte das Glück ihn schon bei der Viennale zu sehen. Die Geschichte des in die Jahre gekommenen Wrestler Randy (The Ram), der nach einem Herzinfarkt mit dem endgültigen Aus seiner Karriere klar kommen muss, ist nicht nur das perfekte Vehikel um Mickey Rourke wieder ins Rampenlicht zu bringen. Dieser Film ist absolut sehenswert, auch wenn er der un-Aronofsky-ste Film des Regisseurs ist, was schon das enttäuschendste daran ist.
You Kill me
Ein polnischer Auftragskiller mit Alkoholproblem wird von seinem Mafiapaten zur Ausnüchterung und Therapie nach San Francisco geschickt, wo er einen Job als Leichenpräparator annimmt, und sich in eine Angehörige eines 'Kunden' verliebt. Ein herrlicher Sir Ben Kingsley in einem bittersüß schwarzhumorigen Film!
Ja, Dark Knight ist nicht in dieser Liste. Der Film war wirklich gut, und keine Frage hat Heath Ledger eine großartige Darstellung gebracht. Wenn es um das Porträt eines Comic-Schurken geht, wird sein Joker noch lange die Messlatte sein. Ich denke aber, dass durch seinen frühen Tod, auch das ganze etwas verzerrt wird. Dark Knight ist definitiv nicht sein bester Film, und es gibt einiges, dass der Vorgänger 'Batman Beginns' "besser" gemacht hat. Batman Beginns war damals auch nicht in meinen Top 5, wie soll ich da den Dark Knight vorziehen...
Fazit
Auch wenn sich 2008 viel getan hat, war es wirklich kein großartiges Jahr. Nicht nur in meinem Leben, sondern auch allgemein, habe ich nicht das Gefühl, dass viel davon, sich lange in unserer Erinnerung halten wird (zumindest in meiner, die immer schlechter wird). Für 2009 habe ich da schon größere Erwartungen. Ich sehe haufenweise spannende Filme die auf uns zukommen, einige interessante Videogames für mich, eine neue Einrichtung für meine Wohnung, ein paar mögliche Flugmeilen und und und... :)
- BM out -
Die Arbeit
Nachdem ich ja ins neue Jahr noch recht perspektivenlos gestartet bin, kann ich hier einen vollen Erfolg verbuchen. Ich habe mich im Jänner um einen Job beworben, ihn bekommen und bis jetzt behalten. Es ist zwar, wie ich schon im letztjährigen Rückblick vermutet habe, wieder der Handel geworden, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Außerdem bin ich gut in diesem Bereich also was solls.
Ich habe aber auch von Anfang an etwas geändert: statt vor mich hinzuarbeiten und mir ab und zu ein Lob einzufangen, habe ich diesmal von Anfang mit dem Ziel mich hochzuarbeiten begonnen. Und das hat soweit auch ganz gut funktioniert. Meine Chefin ist mehr als zufrieden mit mir und unterstützt und fördert mich so gut sie kann. Die Firma hat mir die Ausbildung zum Lehrlingsausbildner finanziert, was eine spannende Zusatzaufgabe ist. Und im Herbst habe ich, bei dem Versuch in ein firmen-internes Ausbildungsprogramm zu kommen, hohe Wellen bei den verantwortlichen geschlagen, weil sie für mich beinahe die Regeln gebogen hätten, um mir die Teilnahme zu ermöglichen. Ab Jänner sitze ich in einem Team, das Projekte entwickelt, die Veränderungen und neue Möglichkeiten für die Firma bringen sollen ...und da sitze ich mit einem der ganz hohen Tiere zusammen.
Auch wenn ich mir vorgenommen habe, innerhalb von 5 Jahren selbst Shopmanager zu werden, und eben mich dafür auch entsprechend ins Zeug zu legen, fällt mir diese Art der Aufmerksamkeit schwer... 2009 wirds jedenfalls spannend.
Privat
Tja, da bin ich doch zum ersten Mal seit langem offiziell in einer Beziehung in ein neues Jahr gegangen, und hab dann doch den Großteil davon Solo verbracht. Wenn man sich immer wieder auf die selbe Frau einlässt, darf man sich aber auch nicht wundern, wenn immer wieder die selben Probleme aufkommen. (Der wesentliche Unterschied zu früher ist nur, dass ich diesmal einen Schlußstrich drunter ziehen konnte, weil mir einfach klar geworden ist, dass sie für mich die falsche ist).
Auch wenn es im Laufe des Jahres einige Mädels gegeben hat, die mir gefallen haben, oder mir sonst aufgefallen sind, so weiß ich es halt mittlerweile einfach besser. Es gibt Leute, die sich nur mit jemandem an ihrer Seite komplett fühlen, ich wiederum gehöre zu den Leuten, die alleine besser funktionieren. Für mich gibt es wirklich keinen Grund eine Beziehung zu führen. (Ich will damit nichts ausschließen, aber nur mal gleich von Anfang an die Erwartungen in 2009 senken).
Unterwegs
Das liegt nicht nur am direkten Vergleich zum letzten Jahr, aber Reise-technisch ist dieses Jahr eine Enttäuschung gewesen. Außer Paris im August, war ich heuer überhaupt nicht im Ausland. Ja, noch nicht mal in Österreich bin ich weit rumgekommen. Wenn ich es genau überlege, bin ich nicht mal in Wien an ungewöhnliche und entlegene Flecke gekommen.
Naja, man kann nicht jedes Jahr ne Weltreise machen ...und ich bin ja NOCH jung ;)
Blog
Ich bin ja wirklich gut in der Zeit gelegen, 2008 zu meinem blogreichsten Jahr zu machen. Der September war übrigens der Monat mit den meisten Beiträgen hier, seit ich überhaupt zu bloggen begonnen hatte. Nunja, irgendwann bin ich halt drauf gekommen, dass ich es auch überlebe, wenn ich nicht mehr alles und jede Kleinigkeit hier aufschreibe. Dass ich nicht alle meiner Gedanken 'laut' sortieren muss.
Seither beginne ich langsam aber doch, auch aufzuhören, meine Gedanken innerlich aufzubereiten. Es wird ein langer und schwieriger Prozess sein, aber irgendwann wird diese Blogstimme in meinem Kopf komplett verstummen :)
Nur der Ordner in dem ich teilbare Bilder, Links und Videos sammle, ist mittlerweile unüberschaubar groß! :)
Kino!
Ach, mein liebstes Hobby. Ja, da war ich heuer wieder fleissig. Auf 69 Kinobesuche habe ich es gebracht, und es wären 70 hätte ich mich nicht auf ein paar Frauen verlassen, dass sie mit mir Madagascar 2 schauen :) Ausnahmsweise habe ich diesmal nichts doppelt gesehen, dh auch, dass ich weniger Filme im Kino in Originalsprache gesehen habe :( .
Filmtechnisch finde ich, war es ein wirklich sehr gutes Jahr, 15 Filme habe ich in die engere Wahl genommen um aus ihnen meine Top 5 des Jahres zu wählen.
Top-5 2008 in alphabetischer Reihenfolge:
Der Mann der niemals lebte
Leo DiCaprio ist einer der besten jungen Schauspieler die Hollywood herzuzeigen hat. In den letzten Jahren beweisst er das immer und immer wieder, auch hier, mit diesem brisanten, hochpolitischen Film. Als CIA-Agent, der zwischen den Fronten hängt, der zwar sein Land liebt aber nicht die Methoden mit denen es vorgeht. Der sieht, dass man mit der arabischen Mentalität umgehen muss, wenn man im "Kampf gegen den Terror" Erfolg haben will, und zu spüren kriegt, wie der amerikanische Weg Gegenmassnahmen hervor bringt.
I am a Cyborg, but thats OK
Ein koreanischer Film über eine junge Frau, die glaubt ein Cyborg zu sein, und in eine Anstalt kommt, wo sie auf eine Vielzahl schräger Charaktäre trifft und sich in einen jungen Mann verliebt, welcher der größte Dieb aller Zeiten ist, und anderen sogar ihren Wahn stehlen kann...
Der Film ist im Grunde eine Romanze, bei der man sich öfter als nicht eine Lachträne aus den Augenwinkeln wischen muss.
Sleuth - Ein Mord für Zwei
Es ist selten heutzutage, dass sich ein Film voll und ganz auf die schauspielerischen Fähigkeiten seiner Darsteller verlassen kann (und muss). Umso schöner, wenn Zwei zeigen, dass sie das können. Von Michael Cain weiß man das ja, von Jude Law konnte man es bisher oft erahnen, hier zeigt er nun, dass er es wirklich drauf hat. Der Kampf zweier Männer um eine Frau, der gehörnte Ehemann, der junge Liebhaber, beschränkt auf ein paar Zimmer, wie sie sich umkreisen und gegenseitig zum großen, blutigen Fehler locken. Grandios!
The Wrestler
Offiziell kommt dieser Film ja erst nächstes Jahr bei uns ins Kino, ich hatte das Glück ihn schon bei der Viennale zu sehen. Die Geschichte des in die Jahre gekommenen Wrestler Randy (The Ram), der nach einem Herzinfarkt mit dem endgültigen Aus seiner Karriere klar kommen muss, ist nicht nur das perfekte Vehikel um Mickey Rourke wieder ins Rampenlicht zu bringen. Dieser Film ist absolut sehenswert, auch wenn er der un-Aronofsky-ste Film des Regisseurs ist, was schon das enttäuschendste daran ist.
You Kill me
Ein polnischer Auftragskiller mit Alkoholproblem wird von seinem Mafiapaten zur Ausnüchterung und Therapie nach San Francisco geschickt, wo er einen Job als Leichenpräparator annimmt, und sich in eine Angehörige eines 'Kunden' verliebt. Ein herrlicher Sir Ben Kingsley in einem bittersüß schwarzhumorigen Film!
Ja, Dark Knight ist nicht in dieser Liste. Der Film war wirklich gut, und keine Frage hat Heath Ledger eine großartige Darstellung gebracht. Wenn es um das Porträt eines Comic-Schurken geht, wird sein Joker noch lange die Messlatte sein. Ich denke aber, dass durch seinen frühen Tod, auch das ganze etwas verzerrt wird. Dark Knight ist definitiv nicht sein bester Film, und es gibt einiges, dass der Vorgänger 'Batman Beginns' "besser" gemacht hat. Batman Beginns war damals auch nicht in meinen Top 5, wie soll ich da den Dark Knight vorziehen...
Fazit
Auch wenn sich 2008 viel getan hat, war es wirklich kein großartiges Jahr. Nicht nur in meinem Leben, sondern auch allgemein, habe ich nicht das Gefühl, dass viel davon, sich lange in unserer Erinnerung halten wird (zumindest in meiner, die immer schlechter wird). Für 2009 habe ich da schon größere Erwartungen. Ich sehe haufenweise spannende Filme die auf uns zukommen, einige interessante Videogames für mich, eine neue Einrichtung für meine Wohnung, ein paar mögliche Flugmeilen und und und... :)
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 30. Dezember 2008, 22:48 - Rubrik: Jahresrueckblick 2008
Zuerst eine Warnung: das hier wird wohl etwas länger. Aber da ich immer wieder gefragt werde, warum ich nicht mehr blogge, und das oft mit einem besorgten Unterton ob mir nicht etwas fehle, denke ich, ist es durchaus an der Zeit die Dinge hier ins rechte Licht zu rücken. Außerdem ist es mit diesem neuen 'Projekt' auch ein guter Zeitpunkt diesen Schlussstrich zu ziehen.
Ohne Frage hat die Entwicklung, die zu meinem jetzigen Blog-Stop geführt hat, in der Nationalratswahl ihren Anstoss gefunden.
Ich war/bin mit dem Ergebnis nicht gerade glücklich, und meine erste Reaktion war zu schreien "So kann ich nicht weitermachen.". Ich hatte nicht bloß das Gefühl, dass mir persönlich eine große Ungerechtigkeit widerfahren ist, die nun zu berichtigen war, sondern dass es an der Zeit für mich war, Dinge anzupacken, denen sich keiner stellen wollte.
Zuerst habe ich mich mit vielen Leuten über das Wahlergebnis unterhalten, und mit jedem Mal wenn ich meine Gedanken frisch sortiert ausgebreitet habe, bin ich auf neue Aspekte gestossen. Immer mehr und mehr hat sich für mich ein bestimmtes Bild heraus kristallisiert. Ich konnte tatsächlich mit jedem Gespräch mit Leuten aus meinem Umfeld, oder in dem ich im Internet Kommentare gelesen habe, neue Puzzlesteine zusammen setzen... bis das Ganze fertig war. Und als ich dann einen Schritt zurück gemacht habe, ist mir etwas entscheidendes aufgefallen.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird."
Dieses Nietzsche-Zitat ist mir als erstes durch den Kopf gegangen. Denn genau das wäre es gewesen, was ich hätte tun müssen. Selbst zum Demagogen und Populisten werden, nur um die Leute halt mit meinen Ansichten zu füttern. Denn auch die könnte man so aufbereiten, dass sie alle einfach schlucken können, ohne sie selbst kauen zu müssen. Falsch- und Halbinformationen streuen ist ein Spiel für alle Beteiligten.
Da ist mir erstmals aufgefallen, dass ich nicht in der Position bin anderen zu sagen, was sie glauben sollen ... oder besser gesagt, dass ich in dieser Position gar nicht sein will.
Meinem Ziel, die Leute zum Nachdenken zu bringen, über die Dinge die sie wiederholen, nicht alles ungefiltert hinnehmen was so aus den Medien daher sickert, und sich erstmal fragen, wie es ihr Leben betrifft... hätte es mich auch nicht näher gebracht. Außerdem ist das eine Aufgabe, der ich nicht gewachsen bin. Und ca 10 Tage nach der Wahl habe ich dann für mich festgestellt, dass es nicht wirklich etwas gibt, das ich tun konnte. Ich muss mich nicht damit zufrieden geben wie es ist, aber ich muss auch nicht versuchen etwas zu tun, dass meiner Sache nicht gerecht wird. Außerdem verliert sich auch Ärger und Unwillen mit der Zeit. Man kann Feuer mit Feuer bekämpfen, oder warten bis ihm der Brennstoff ausgeht.
Aber da stand immer noch meine Aussage, dass ich so nicht weitermachen würde. Es schien mir weiterhin falsch einfach so zum gewohnten Alltag zurück zu kehren. Und so habe ich begonnen aktiv nicht zu bloggen. Bewusst und gezielt meine Gedanken nicht zu sortieren und auzubereiten. Gefundene Links und Videos nicht zu posten. Erlebnisse nicht wieder zu geben. Und das aber nicht nur im Blog sondern auch sonst. Wenn man sich das Motto meines Blogs anschaut, Geständnisse eines überfüllten Geistes, war das keine leichte Sache... besonders unter dem Aspekt, dass ich das nun eine schöne Weile so betrieben habe.
Und genau hier setzt nun der lange Hebel an, der es mir erlaubt die Welt aus ihren Angeln zu drücken.
Man muss sich einfach anschauen wie sich mein Blog entwickelt hat. Begonnen hat es ein Typ der mit seinem Vater und seiner Wohnsituation unglücklich war, der eine vergangene Beziehung nicht wirklich verdaut hatte und sich beruflich nicht wirlich sicher war. Mit der Zeit haben sich aber eben nicht nur diese Lebensumstände verändert, sondern auch wie das Blog "betrieben" wurde. Wo am Anfang eine Notwendigkeit stand, war es zuletzt eine gewisse Routine. Ende September hatte ich bereits für 2008 soviele Einträge verfasst, wie zum selben Zeitpunkt Tage vergangen waren.
Da ist mir einfach irgendwann aufgefallen, dass es mittlerweile auch ohne Blog geht. Das Blog war nur mehr die Stützräder, fahren kann ich auch ohne sie. Und mal ganz im Ernst ...wie schaut ein 27-jähriger auf einem Rad mit Stützrädern aus?
Ich sehe es einfach als einen weiteren Schritt in meiner Entwicklung. Meine Gedanken nicht mehr vorzusortieren. Sie nicht mehr allen zu erklären. Mit den Dingen alleine fertig werden - wobei es mir ja am schwersten gefallen ist, die tollen Dinge nicht zu teilen. Vielleicht kommt die Zeit wieder, da ich das Blog als Freund brauche, dem ich mein Hirn ausschütten kann.
Hier zum Abschluß noch ein kurzer Text, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe, der mir gerade als sehr passend erscheint. Da es sich um einen recht persönlichen Text handelt, freut es mich umso mehr ihn zu teilen :)
"Race me, race me." she said. Jumping up and down giddy and energized.
I just looked down at her.
"Race me!", she demanded once more.
"Where you wanna race to?"
"Race me to the horizon!"
I casted a glance toward the horizon, and gave her a deep humming grunt.
She took it as a sign and dashed away.
I knew I shouldn't be bothered, but started jogging anyway. It was a long way there, but I had no hopes that she'd become weary of it anytime soon...
- BM out -
Ohne Frage hat die Entwicklung, die zu meinem jetzigen Blog-Stop geführt hat, in der Nationalratswahl ihren Anstoss gefunden.
Ich war/bin mit dem Ergebnis nicht gerade glücklich, und meine erste Reaktion war zu schreien "So kann ich nicht weitermachen.". Ich hatte nicht bloß das Gefühl, dass mir persönlich eine große Ungerechtigkeit widerfahren ist, die nun zu berichtigen war, sondern dass es an der Zeit für mich war, Dinge anzupacken, denen sich keiner stellen wollte.
Zuerst habe ich mich mit vielen Leuten über das Wahlergebnis unterhalten, und mit jedem Mal wenn ich meine Gedanken frisch sortiert ausgebreitet habe, bin ich auf neue Aspekte gestossen. Immer mehr und mehr hat sich für mich ein bestimmtes Bild heraus kristallisiert. Ich konnte tatsächlich mit jedem Gespräch mit Leuten aus meinem Umfeld, oder in dem ich im Internet Kommentare gelesen habe, neue Puzzlesteine zusammen setzen... bis das Ganze fertig war. Und als ich dann einen Schritt zurück gemacht habe, ist mir etwas entscheidendes aufgefallen.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird."
Dieses Nietzsche-Zitat ist mir als erstes durch den Kopf gegangen. Denn genau das wäre es gewesen, was ich hätte tun müssen. Selbst zum Demagogen und Populisten werden, nur um die Leute halt mit meinen Ansichten zu füttern. Denn auch die könnte man so aufbereiten, dass sie alle einfach schlucken können, ohne sie selbst kauen zu müssen. Falsch- und Halbinformationen streuen ist ein Spiel für alle Beteiligten.
Da ist mir erstmals aufgefallen, dass ich nicht in der Position bin anderen zu sagen, was sie glauben sollen ... oder besser gesagt, dass ich in dieser Position gar nicht sein will.
Meinem Ziel, die Leute zum Nachdenken zu bringen, über die Dinge die sie wiederholen, nicht alles ungefiltert hinnehmen was so aus den Medien daher sickert, und sich erstmal fragen, wie es ihr Leben betrifft... hätte es mich auch nicht näher gebracht. Außerdem ist das eine Aufgabe, der ich nicht gewachsen bin. Und ca 10 Tage nach der Wahl habe ich dann für mich festgestellt, dass es nicht wirklich etwas gibt, das ich tun konnte. Ich muss mich nicht damit zufrieden geben wie es ist, aber ich muss auch nicht versuchen etwas zu tun, dass meiner Sache nicht gerecht wird. Außerdem verliert sich auch Ärger und Unwillen mit der Zeit. Man kann Feuer mit Feuer bekämpfen, oder warten bis ihm der Brennstoff ausgeht.
Aber da stand immer noch meine Aussage, dass ich so nicht weitermachen würde. Es schien mir weiterhin falsch einfach so zum gewohnten Alltag zurück zu kehren. Und so habe ich begonnen aktiv nicht zu bloggen. Bewusst und gezielt meine Gedanken nicht zu sortieren und auzubereiten. Gefundene Links und Videos nicht zu posten. Erlebnisse nicht wieder zu geben. Und das aber nicht nur im Blog sondern auch sonst. Wenn man sich das Motto meines Blogs anschaut, Geständnisse eines überfüllten Geistes, war das keine leichte Sache... besonders unter dem Aspekt, dass ich das nun eine schöne Weile so betrieben habe.
Und genau hier setzt nun der lange Hebel an, der es mir erlaubt die Welt aus ihren Angeln zu drücken.
Man muss sich einfach anschauen wie sich mein Blog entwickelt hat. Begonnen hat es ein Typ der mit seinem Vater und seiner Wohnsituation unglücklich war, der eine vergangene Beziehung nicht wirklich verdaut hatte und sich beruflich nicht wirlich sicher war. Mit der Zeit haben sich aber eben nicht nur diese Lebensumstände verändert, sondern auch wie das Blog "betrieben" wurde. Wo am Anfang eine Notwendigkeit stand, war es zuletzt eine gewisse Routine. Ende September hatte ich bereits für 2008 soviele Einträge verfasst, wie zum selben Zeitpunkt Tage vergangen waren.
Da ist mir einfach irgendwann aufgefallen, dass es mittlerweile auch ohne Blog geht. Das Blog war nur mehr die Stützräder, fahren kann ich auch ohne sie. Und mal ganz im Ernst ...wie schaut ein 27-jähriger auf einem Rad mit Stützrädern aus?
Ich sehe es einfach als einen weiteren Schritt in meiner Entwicklung. Meine Gedanken nicht mehr vorzusortieren. Sie nicht mehr allen zu erklären. Mit den Dingen alleine fertig werden - wobei es mir ja am schwersten gefallen ist, die tollen Dinge nicht zu teilen. Vielleicht kommt die Zeit wieder, da ich das Blog als Freund brauche, dem ich mein Hirn ausschütten kann.
Hier zum Abschluß noch ein kurzer Text, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe, der mir gerade als sehr passend erscheint. Da es sich um einen recht persönlichen Text handelt, freut es mich umso mehr ihn zu teilen :)
"Race me, race me." she said. Jumping up and down giddy and energized.
I just looked down at her.
"Race me!", she demanded once more.
"Where you wanna race to?"
"Race me to the horizon!"
I casted a glance toward the horizon, and gave her a deep humming grunt.
She took it as a sign and dashed away.
I knew I shouldn't be bothered, but started jogging anyway. It was a long way there, but I had no hopes that she'd become weary of it anytime soon...
- BM out -
Black_Mage - am Montag, 17. November 2008, 22:06 - Rubrik: Gestandenes
Da ich mich immer öfter mit der Meinung konfrontiert sehe, dass ein Blog scheinbar nur Existenzrecht hat, wenn es auch mit neuen Inhalten gefüllt wird, ich diese Inhalte aber eindeutig nicht liefere, aber nicht bereit bin diese 4 1/2 Jahre Geblogge zu löschen, wird hiermit ein Projekt ins Leben gerufen.
"Fiktion an die wir glauben wollen."
Jeder der möchte bekommt Contributor-Reche für dieses Blog. Einfach das Blog abonnieren und hier mit einem Kommentar antworten damit ich sie erteilen kann.
Es gelten folgende Regeln:
Jeder Beitrag muss für andere Contributoren editierbar sein.
Jeder Beitrag muss mit einem - BM out - signiert werden.
Jeder Beitrag eines falschen BM wird unter 'Fiktion' veröffentlicht.
Jeder Beitrag hat in einer gewissen Weise meinen Schreibstil zu imitieren ..und wenn es nur lange Schachtelsätze sind, wie der zu Beginn dieses Eintrages.
Alles ist erlaubt, aber es muss im Rahmen bleiben, so dass es tatsächlich aus meinem Leben kommen könnte. Wenn jemand etwas unglaubliches schreiben will, sollte er in mehreren Beiträgen sich langsam darauf hinarbeiten. Mich plötzlich von der ISS berichte zu lassen, ohne vorher meine Pläne zu einer Raumfahrt bekannt zu geben, gilt nicht als "Fiktion an die wir glauben wollen."
Wer diese Regeln zu sehr dehnt oder gar nicht einhält, dem entziehe ich einfach die Contributor-Rechte wieder. Das Projekt läuft bis auf Widerruf, aber mal voraussichtlich bis Ende des Jahres.
Oh, und die Idee kommt von der Frau Rememberme, Ehre wem Ehre gebührt.
- BM out -
"Fiktion an die wir glauben wollen."
Jeder der möchte bekommt Contributor-Reche für dieses Blog. Einfach das Blog abonnieren und hier mit einem Kommentar antworten damit ich sie erteilen kann.
Es gelten folgende Regeln:
Jeder Beitrag muss für andere Contributoren editierbar sein.
Jeder Beitrag muss mit einem - BM out - signiert werden.
Jeder Beitrag eines falschen BM wird unter 'Fiktion' veröffentlicht.
Jeder Beitrag hat in einer gewissen Weise meinen Schreibstil zu imitieren ..und wenn es nur lange Schachtelsätze sind, wie der zu Beginn dieses Eintrages.
Alles ist erlaubt, aber es muss im Rahmen bleiben, so dass es tatsächlich aus meinem Leben kommen könnte. Wenn jemand etwas unglaubliches schreiben will, sollte er in mehreren Beiträgen sich langsam darauf hinarbeiten. Mich plötzlich von der ISS berichte zu lassen, ohne vorher meine Pläne zu einer Raumfahrt bekannt zu geben, gilt nicht als "Fiktion an die wir glauben wollen."
Wer diese Regeln zu sehr dehnt oder gar nicht einhält, dem entziehe ich einfach die Contributor-Rechte wieder. Das Projekt läuft bis auf Widerruf, aber mal voraussichtlich bis Ende des Jahres.
Oh, und die Idee kommt von der Frau Rememberme, Ehre wem Ehre gebührt.
- BM out -
Black_Mage - am Sonntag, 16. November 2008, 19:32 - Rubrik: Fiktion