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Nachdem es jetzt ein paar Tage her ist und ich ein wenig Perspektive darauf habe, kann ich endlich drüber berichten.

Ich wurde am Montag gekündigt.

Es ist ein wenig surreal, wenn man aus 3 Wochen Urlaub zurück kommt und gleich mal nach der Begrüßung den Job verliert. Das dazugehörige Gespräch war brutal und hat mich ehrlichgesagt in eine kleine Krise gestürzt. Ich hatte die folgenden Tage große Zweifel an mir, meinem Selbstbild und meinen Fertigkeiten.

Zusätzlich ist das ganze mit einer enormen Vehemenz und einem ziemlichen Husch-Husch-Abgang abgelaufen. Da ich nach dem Gespräch einer einvernehmlichen Kündigung zugestimmt hatte, war es nur mehr eine Frage, wie lange mich meine Teamleiterin für die Übergabe brauchen würde und wie viel Resturlaub ich noch zu konsumieren habe. ...und somit gehe ich bereits nächsten Mittwoch zum letzten Mal dort durch die Tür.

Mittlerweile habe ich (weitgehend) wieder zu mir gefunden und erkannt, dass vieles von dem was gesagt wurde, so nicht stimmen kann. Und dass, wie es gesagt wurde, nicht für die Intensität der wahrgenommenen Fehler steht.

Diese letzten Tage sind aber wirklich schlimm. Mir wurden sofort alle Aufgaben und Projekte entzogen, ich mache nur noch, was mir meine Teamleiterin anschafft - und das ist nicht viel. Das heißt, dass ich tatsächlich den Großteil der Zeit nur am Platz sitze und in die Luft schaue.
Aber immerhin schiebe ich so keine Überstunden mehr. ;)

Ich habe natürlich bereits begonnen Bewerbungen auszuschicken. Ob es sich ausgeht, dass ich gleich mit Juli weiterarbeiten kann, ist wohl fraglich. Fände ich aber ziemlich lässig. Zusätzliche Pause brauche ich eigentlich keine, da ich ja gerade erst auf Urlaub war und jetzt dann bis Monatsende auch noch fast 2 Wochen frei sind.

Zum Glück habe ich von meinen engeren Kollegen viel positives Feedback bekommen, die sich auch sehr über das Verhalten der Geschäftsführung wundern. Da die Firma es aber nicht so kommuniziert hat, dass ich gekündigt wurde, sondern einfach von beiden Seiten der Entschluss dazu gekommen ist, muss ich mir wenigstens keine Sorgen wegen schlechter Nachrede machen.
Denn auch wenn es mir eigentlich Wurscht sein sollte, macht es für mich einen Unterschied ob die Leute sagen "Er war ein Orschloch, aber hat gute Arbeit geleistet" (wäre mir ehrlichgesagt am liebsten), "Er war ja nett, aaaaber...." (das will ich gar nicht), oder eben "Er war echt okay und die Zusammenarbeit war gut" (wahrscheinliches Ergebnis).

Und auch wenn der Entschluss nicht von mir kam, bin ich um das Ende nicht traurig. Ich habe mich über die letzten 3, 4 Monate hinweg so viel und fast durchgehend geärgert, dass es eh nicht mehr gesund war.

Anfang April habe ich noch geschrieben, dass ich Daumendrücker brauche, als ich die Gespräche bezüglich Stundenreduktion begonnen hatte. LINK. Das hat gut funktioniert, immerhin hatte die Geschäftsführung diesem Wunsch vor meinem Urlaub zugestimmt.
Jetzt brauche ich euch Daumendrücker bitte nochmals. Vielleicht wird es ja doch was mit einer raschen Zusage für die nächste Stelle.
morphetetis hat am 19. Jun, 10:09 ein Lebenszeichen gegeben
Na org!
Es kann also nur noch besser werden ;)
*daumen drück* 
la-mamma hat am 21. Jun, 14:32 ein Lebenszeichen gegeben
ich hab heute zwei ausschreibungen einer jungen firma gelesen - ich kann nur sagen, dass der chef dort ein extrem netter ist ... schau mal da, ob was für dich dabei ist: www.riskine.at unter jobs! 
Black_Mage hat am 21. Jun, 15:10 den Schein gewahrt
Wow! Danke für den Tipp! 
 

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