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Die Begeisterung für 2016 hält sich ja im allgemeinen eher in Grenzen, wenn man sich so umhört. Ich fand das Jahr auch nicht prickelnd und bemerkenswert, halte es ihm aber zu gute, dass es schnell vergangen ist. Wie? Das wird mit jedem Jahr schlimmer? ...Okay.
2016 mag seine Höhen und noch mehr Tiefen gehabt haben: zum Glück gilt wieder einmal, dass übermorgen alles anders ist. Gregor sei dank.

Arbeit
Selber Job wie beim letzten Jahresrückblick. Zum Sommer hin war ich ernsthaft am überlegen nachzufragen ob ich auf 30 Wochenstunden reduzieren kann, da ich mich gehörig unterfordert gefühlt /gelangweilt habe. Die letzten 2 Monate war mir aber dafür schwindelig vor Arbeit. Weiter so.

Unterwegs
Wie letztes Jahr angekündigt, habe ich dieses Jahr mit Reisen ausgesetzt. Ich hab meine Urlaubstage und das Budget dafür in Thermenaufenthalte im exotischen Laa / Thaya investiert.
Nächstes Jahr passiert auf alle Fälle wieder was. Pläne gibts schon, mal schauen was es wirklich wird.

Musik
Ich würde nicht sagen, dass es ein schlechtes Jahr war, aber ich habe jetzt meine Einkaufsliste auf google.play durchforstet um rauszufinden, was heuer überhaupt rausgekommen ist.
Live ist dafür wirklich viel weitergangen. Habe dort auch zwei Neuentdeckungen gemacht:
Steve 'n Seagulls - eine finnische Folk-Band die Rock- und Metalklassiker covert.

Inglorious - Briten die erstklassigen Rock machen. Ich kann mich an ihrem Debüt-Album schlichtweg nicht satt hören. Es eröffnet mit einem Kracher und klingt mit einer großartigen Balade aus.

Kino
Wow. Das war mal echt ein mieses Jahr. Also nicht bloß in der Menge an gesehenen Filmen sondern auch die Qualität. Für die diesjährige Top 5-Liste war es letztlich ein Zusammenkratzen zwischen den Fugen statt unter viel Geseufze wegstreichen viel zu großer Auswahl.
Beim zusammenstellen habe ich zum einen einige Filme entdeckt, die ich schon wieder vergessen habe (oder halt einem früheren Jahr zugeschrieben hätte), auf der anderen Seite aber auch eine handvoll die mich eigenntlich interessiert hätten, ich dann aber doch nicht gesehen habe. Sie hätten sehr wahrscheinlich keinen Unterschied gemacht.
27 neue Filme habe ich im Kino gesehen. Dazu 4 Sonderprojektionen von älteren Filmen die ich zum ersten Mal gesehen habe ...und Top Gun (Ausverkauftes Gartenbaukino!).
Bei der Viennale war ich wiederum sehr produktiv und habe 17 Projektionen besucht. Die könnten leicht die Top 5 stellen, leider ist das entsprechend der Statuten nicht erlaubt. (Wobei einige Filme die ich auf der Viennale gesehen habe es heuer noch ins Kino geschafft haben...)

Top 5 (alphabetisch)
Arrival
Außerirdische landen an 16 Orten auf der Erde und eine Sprachwissenschaftlerin versucht die Kommunikation mit ihnen herzustellen bevor die Militärs die Sache aus dem Ruder laufen lässt.

Selbst bei einem aufregenderen Kinojahr wäre dieser Film in den Top 5 gelandet. Er ist so toll, hat so schöne Bilder und eine (wie immer) großartige Amy Adams in der Hauptrolle.
Die Handlung hat außerdem ein, zwei schöne Überraschungen parat.

Deadpool
Comic-Verfilmung. Söldner Wade Wilson wird zum entstellten aber unkaputtbaren Deadpool mutiert und sinnt auf Rache (obwohl er sich freiwillig gemeldet hat). ...aber in Wirklichkeit ist es natürlich ein Liebesfilm.

In einem besseren Kinojahr wäre der Film nicht auf der Liste gelandet. Er ist super unterhaltsam, kurzweilig und dreckig. Die letzte Eigenschaft haben Marvel-Filme üblicherweise schon gar nicht und die erste immer seltener.
Man kann aber sagen was man will: Ryan Reynolds ist für diese Rolle geschaffen.

Midnight Special
Ein Vater ist mit seinem Sohn vor einem Kult auf der Flucht. Die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Kindes führen aber auch die Behörden auf ihre Spur.

Spannend erzählte Geschichte, tolle Bilder und einen gewohnt tollen Michael Shannon in der Hauptrolle. Es ist einer dieser Filme wo man spürt, dass es in der Hand eines anderen Regisseurs ein belangloser Streifen geworden wäre.

The Nice Guys
Die späten 70er in LA. Ex-Cop und glückloser Privatdetektiv Holland sucht nach der vermissten Amelia. Schläger Jackson trifft auf Holland, nachdem ihn Amelia beaufragt hat ihm eine Lektion zu erteilen. Als dann plötzlich ein paar Gangster bei Jackson auftauchen und wissen wollen wo Amelia ist, heuert er Holland an. Zusammen nehmen sie die Spur auf, die geradewegs in die quitschbunte Porno-Szene führt.

Oh boy. Noir-Komödien sind etwas besonders.
Die Chemie zwischen Ryan Gosling und Russel Crowe ist wirklich unglaublich. Ich wäre nicht traurig, wenn es da eine Fortsetzung gäbe.

Zoomania
Judy, frisch von der Polizei-Akademie kommend, wird auf den Fall des vermissten Herrn Otterson angesetzt. Sie zwingt den Trickbetrüger Nick ihr zu helfen und gemeinsam kommen sie bald darauf, dass mehrere Fälle abgängiger Personen zusammenhängen...

Disneys Strähne an guten Filmen hält an. Die Themen die der Film zwischen den Zeilen anspricht sind super relevant.
...aber in einem besseren Filmjahr wäre er nicht in den Top 5 gelandet.

Bücher
Gutes Jahr bei den Büchern.
Zum einen durch ich die "Lightbringer"-Serie von Brent Weeks. Ich wollte etwas von ihm lesen, seit ich ihn auf der SDCC 2014 in mehreren Panels gesehen habe. Nächstes Jahr soll der 5. und letzte Band der Reihe erscheinen.

Als einzelner Roman ist "The Fireman" von Joe Hill erwähnenswert.
Ein Virus lässt Infizierte in Flammen aufgehen, wenn sie gestresst sind. Die Tatsache, dass man jederzeit verbrennen könnte, stresst die meisten... Inmitten dieses Chaos wird Harper schwanger und infiziert sich kurz darauf mit dem Virus.
Harper möchte lang genug am Leben bleiben um ihr Kind auf die Welt zu bringen. Stress hin oder her.

Prosit!
- BM out -


Privat und Upgrade habe ich als Kategorien gekickt. Das eine ist irrelevant und das andere uninteressant. Zuordnung frei nach Wahl.

In der kurzen Zeit zwischen Weihnachten und Silvester findet eine wunderbare Transformation statt. Die Christkindlmarkt-Standeln verwandeln sich in Tische mit Glücksbringern. Hex-hex.

Von Kleeblättern weiß man es ja das ganze Jahr über, zum Jahreswechsel gilt es auch aus irgendwelchen Gründen für Hufeisen.
Schweinchen bringen ganz offensichtlich viel Glück. Außerdem Schnitzel.
Marienkäfer sind schon seit immer für ihren Segen bekannt. Nur Ameisen sind kein Fan.
Mit Pilzen macht man auch jeden froh. No-na.

Mir völlig neu, aber heute auf bei so einem Glücksbringer-Standl gesehen, sind auch Igel als Überbringer guter Nachricht im Einsatz.
Wenn ich aus der Dokumentation über Hase und Igel eines gelernt habe, dann das der Igel als Glücksbringer bitte nur Leuten geschenkt wird, die es erst in der 2. Jahreshälfte wirklich brauchen.

- BM out -

Weihnachtfreude überall?
Nicht wenn man meiner Arbeitskollegin zuhört, die kürzlich aus der Ubahn aussteigen musste, weil es ihr zu viel geworden ist.
Nicht nur die Menschenmasse an sich, sondern der kollektive Stress den sie alle ausgestrahlt haben. Alle vollbepackt mit zig Taschen, beladen mit dutzenden Geschenken die hastig anderen Leuten aus den Händen gerissen wurden, den Wahnsinn in den Augen …und ja, das sind jetzt meine Worte.

Zurück zur Kollegin, die für Weihnachten noch weniger übrig hat als ich. Ich würde sie ja verstehen, wenn da nicht folgendes Detail wäre, von dem sie mir heute erzählt hat. Man möge sich ein schockiertes Lufteinsaugen vorstellen:
Die hat in ihrer Kindheit keine Briefe ans Christkind geschrieben!
Sie wusste quasi schon immer, dass die Geschenke von den Leuten aus ihrem Umfeld kamen. Das sich hier Eltern, Onkeln und Co Gedanken und Mühe gemacht hatten (oder eben auch nicht).

Meiner Meinung nach ist das Christkind noch das Beste an dem ganzen Brimborium der Weihnachtszeit.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich sogar noch Briefe ans Christkind aufs Fensterbrett gelegt habe, nachdem ich darüber aufgeklärt wurde, dass es keine übernatürliche Packerlschubse gibt. Mein Papa hat noch eine Weile hinter verschlossener Tür mit dem Glöckchen zur Bescherung geklingelt und ist bei der Terrasse rausgehüpft um heimlich wieder bei der Haustür reingekommen, und gemeinsam mit uns den leuchtenden Baum zu bestaunen.

Sich heute vor den schwelenden Christbaum zu stellen, „Oh Tannenbaum“ zu krächzen und sich dann gegenseitig Pakete in die Hand drücken obwohl ausgemacht war, dass man sich nicht schenkt …da fehlt jeder Zauber.
Ein Zauber von dem ich gehört habe, dass ihn auch Leute meiner Generation wieder mit ihren kleinen Kindern aufleben lassen. Teilweise auch solche, die es gar nicht selbst erlebt haben. Womit die ach so besinnliche Vorweihnachtszeit, zumindest am Weihnachtsabend nicht bloß mit Geschenkspapier-Rascheln ausklingt.

Ich hätte ja versuchen können, die Kollegin zu überreden, einen späten Brief ans Christkind zu schreiben. Ich fürchte nur, da ist Lebkuchen und Anis verloren. Zum Weihnachsfreund lässt sie sich von einem Missionar wie mir nicht mehr bekehren.

- BM out -

 

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